Am Ende der Reise…

waren wir 1.126 Tage unterwegs, davon
zu Hause  :  200 Tage
auf See     :  181 Tage (inkl. Tagesfahrten)
in Marinas : 759 Tage (inkl. Bojen)
am Anker :  188 Tage
in der Werft:  24 Tage

wir haben :
18.007nm mit dem Boot zurück gelegt davon
12.337 nm unter Segeln, 5.670 nm unter Motor.

Besuchte Länder:
Mit dem Boot direkt : 30
Mit Auto/Bus/Flieger: 6 (Kanada, Peru, Bolivien, Chile, Argentinien, Brasilien)
plus 31 US-Bundesstaaten
Besuchte Inseln mit dem Boot: 70 plus 1 (Pico/Azoren) mit der Fähre.

Rundreisen Nordamerika : 31.790 km
Rundreisen Süd- und Zentralamerika : 15.404 km

Insgesamt war es ein großes Abenteuer und eine einzigartige Erfahrung.
Was wir in den 3 Jahren erlebt/gesehen haben, „schaffen“ andere Leute nicht in 3 Leben.
Würden wir das nochmal machen? JA, aber mit anderer Reiseroute.
Die Karibik und die Bahamas konnten uns nicht wirklich begeistern. Viel zu überlaufen/teuer. Am besten gefallen haben uns die USA sowie Mittel- und Südamerika. Die USA werden wir auf jeden Fall nochmal per Flieger besuchen.

Nachteile:
Man hat sich selbst um absolut alles zu kümmern. Das ist äußerst anstrengend/aufwendig und oft auch deutlich teurer als ein Pauschalurlaub. Der ständige Zeitdruck ist auch nicht ohne. In Europa dauert die Segelsaison wegen des Winters ja bekanntlich nur ein halbes Jahr. Das ist in den Tropen oder Subtropen wegen der Hurrikan-Saison nicht anders, wobei Hurrikane natürlich erheblich gefährlicher als deutsche Winter sind.
Unser größtes Problem auf der Reise war aber eigentlich die ständige feuchte Hitze (ausgenommen im Nordwesten der USA oder in den Hochländern Südamerikas) die auch noch die kleinste Unternehmung zu einer schweißtreibenden Aktion werden lies. Dauerhaft ist das für gebürtige Nordeuropäer wie wir es sind, weder erträglich noch gesundheitlich unbedenklich. Deshalb hatten wir schon nach den ersten 1,5 Jahren beschlossen, die Südhalbkugel nicht per Boot sonder per Flieger zu erkunden.

Wetter und andere Gefahren:
Richtige Stürme hatten wir nur einmal – Hurrikan Irma in den USA – aber da lagen wir sicher in einer Marina.
Starkwinde im freien Wasser gab es öfter (unser Maximum war 50 kn) aber immer nur für ein paar Stunden. Winde zwischen 10-30 kn waren, besonders in den Passatgebieten, die Regel. Die kamen zu 90% von Hinten oder seitlich und machten das Segeln zwar schnell aber gelegentlich äußerst unbequem (wegen der resultierenden Wellen). Das definitiv schlimmste Wetter hatten wir auf dem Weg von den USA zu den Bermudas. Drei Nächte in Folge extremste Gewitter. So etwas wollen wir nie wieder erleben.
In Peru hat man versucht uns zu bestehlen (erfolglos). In Mexico haben uns korrupte Polizisten beraubt. Ansonsten haben wir uns eigentlich immer sicher gefühlt. Man muss natürlich darauf achten, die üblichen Vorsichtmaßnahmen für Reisen in fremden Ländern einzuhalten. Das der eine oder andere „Behördenvertreter“ uns vielleicht mangels ausreichender Sprachkenntnisse über den Tisch gezogen hat um sein karges Gehalt aufzubessern mag möglich sein, ist uns aber nie aufgefallen. Eigentlich haben wir überall freundliche und hilfsbereite Menschen getroffen. Unangenehme Zeitgenossen gab es zwar auch, die waren aber extrem selten.

Ausrüstung:
Das gerissene Großsegel vor Providencia/Kolumbien (immerhin schon 10 Jahre alt) und der defekte Wassermacher in den San Blas Inseln/Panama waren eigentlich nur Komforteinbußen. Ein wirklich gefahrenträchtiger Defekt war die undichte Stopfbuchse der Propellerwelle vor den USA. Das konnten wir zum Glück zeitnah und preisgünstig selber reparieren.
Die restliche Ausrüstung hatte ab und an mal ein paar kleine Macken. Von den Tonnen an Ersatzteilen die wir mitführten, haben wir kaum etwas gebraucht.
Der schwere und teure Tauchkompressor wurde so gut wie nie gebraucht weil wir kaum tauchen waren. Das Aus- und Einpacken/Reinigen der Ausrüstung war uns meistens zu aufwendig/anstrengend – die verdammte Hitze!

KYLA liegt jetzt in Holland nur eine Box neben der aus der wir vor über 3 Jahren losgefahren sind. Da wird sie bis zum nächsten Frühjahr auch bleiben. Wir gewöhnen uns wieder an längeres „Landleben“ und fahren ab und zu zum Kaffee trinken/sauber machen hin.
Im nächsten Jahr wollen wir die Ostsee und/oder England besuchen.

Das sind Ziele die quasi vor der Haustür liegen und sicher nicht so aufregend sind wie tropische Länder.

Deshalb endet das Blog auch an dieser Stelle. Sollten wir ins Mittelmeer wechseln, werden wir es sicher reaktivieren.

Bis dahin möchten wir uns nochmal bei allen Lesern, Freunden, Verwandten und der Familie für ihre Begleitung und Unterstützung bedanken.

Margit, Joachim, KYLA

 

von Frankreich bis Holland…

brauchen wir viel Zeit. Das Wetter hält uns immer wieder auf. Von „L’Aber Wrac’h“ fahren wir nach „Roscoff“ und direkt am nächsten Tag weiter bis „Lezardrieux“. Dort warten wir eine volle Woche auf ein brauchbares Wetterfenster (Wind <20kn, Wellen < 2m) um weiter nach Norden zu kommen.
Schließlich hat das Azorenhoch ein Einsehen und schickt einige Ableger nach Nordosten. Der Wind schläft praktisch ein, die Wellen werden kleiner und verschwinden schließlich fast ganz – Kaiserwetter! Unter Motor geht es in Tagesetappen, ganz früh Morgens mit möglichst günstiger Strömung, über Guernsey, Cherbourg, Fecamp, Boulogne Sur Mer und Oostende nach Breskens. Hatten wir vor 2 Wochen noch gedacht, dass wir niemals zum 01.09.19 (da beginnt unsere Liegeplatz-Reservierung) in der Roompot-Marina ankommen würden, liegen wir jetzt sogar deutlich vor der Zeit.
Von Breskens fahren wir durch den „Kanal durch Walcheren“ ins Versemeer wo wir 2 Tage ruhig ankern.
Am Freitag den 30.08.19 um 15:00 Uhr laufen wir Roompot-Marina ein und machen in unserer Box fest. Die große Reise ist damit offiziell beendet.
KYLA ist über die Toppen geflaggt. Das heißt, die Flaggen aller mit dem Boot direkt besuchten Länder (26) werden übereinander gehisst. Sieht schön bunt aus.
Wir sind erstmal froh „zu Hause“ zu sein und vor dem nächsten Frühjahr werden wir den Hafen wohl nicht mehr verlassen – Segelpause !

Der Abschlußbeitrag über die gesamte Reise wird ein wenig Zeit benötigen – aber er kommt noch.


die Biskaya bis Frankreich…

überqueren wir vom 02.-04.08.19 in einem günstigen Wetterfenster innerhalb von 57 Stunden.
Die Überfahrt wurde begleitet von sehr vielen Delphinen und wir sahen sogar eine kleine Herde von Schweinswalen. Diese Tour soll vorerst unsere letzte mit Nachtfahrt gewesen sein.
Kaum in Camaret sur Mer / Frankreich angekommen, sieht man schon das nächste, sehr kräftige, Tiefdruckgebiet über den Atlantik kommen. Es wird genau über die Bretagne hinwegziehen und uns dort Wind bis weit über 40kn bescheren.
Wir versorgen uns mit frischen Austern, Hummer und ein paar anderen Lebensmitteln. Das Preisniveau in Frankreich ist ein richtiger Schock. Im Vergleich zu Spanien kostet hier alles 2-3mal so viel. Franzosen müssen ein recht gutes Einkommen haben.
Die Schwimmstege in Camaret sehen nicht sehr stabil aus (mit Aluminium Scharnieren verbunden) also verlegen wir uns nach L’Aber Wrac’h (wir wissen nicht wie man das ausspricht) ca. 35 nm weiter nördlich. Hier liegen wir am massiven, äußerst stabilen Beton-Besuchersteiger und wollen warten bis das Tief durchgezogen ist.
Leider kommen dann alle 2-3 Tage neue Tief’s mit vergleichbar viel Wind. Weiter können wir von hier aus eigentlich immer nur mit den Tidenströmen fahren (also ungefahr 6 Stunden, das sind ca.30-50nm) da noch einige Engstellen und Kaps zu duchfahren/umrunden sind an denen die Strömung auch mal 6-8 Knoten erreicht. Das kostet alles Zeit und unsere Ankunft im „Heimathafen“ in Holland wird sich leider bis mindestens Ende August verzögern.

La Coruna 2…

begeistert uns immer wieder. Wir besuchen nochmal den Torre de Hercules weil bei unserem ersten Besuch vor fast 3 Jahren die oberste Aussichtsplattform wegen zu starkem Wind gesperrt war. Diesmal bieten sich phantastische Ausblicke über die Stadt und die Bucht. Auch die Strände rundherum sind einen Besuch wert.
Die Stadt hat ein Flair das uns ausgesprochen gut gefällt. In den alten Gassen genießen wir Tappas bis zum Abwinken und überhaupt ausgezeichenetes Essen zu äußerst günstigen Preisen. Der Supermarkt ist nur 5 Gehminuten entfernt und bietet alles worauf wir uns schon lange gefreut haben.
Das Wetter ist etwas wechselhaft aber überwiegend sonnig und die Temperaturen sind sehr angenehm. Nur morgens früh bei ca. 15°C im Boot, läuft schon mal der Heizlüfter für 1-2 Stunden.

Kurzum, wir erholen uns mal so richtig von den vorangegangenen Strapazen.
Trotzdem muss es irgendwann weiter gehen und ab morgen wollen wir ein 4 Tage Wetterfenster nutzen um möglichst „ruhig“ über die Biskaya zu kommen. Wir werden viel motoren, aber das haben wir extra so ausgewählt. Vom Hochseesegeln mit mehr als 20 kn Wind und 2-3m Wellen haben wir vorerst mal genug.
Also auf nach Frankreich.

 

von den Azoren nach Spanien…

nach der Abfahrt von Terceira sehen wir wenige Meilen hinter der Insel doch tatsächlich eine Walmutter mit ihrem Jungen. Offensichtlich Pottwale, das sind die mit dem „eckigen“ Kopf. Bevor wir unsere Kameras bereit haben, zeigt die „Mama“ uns aber schon ihre gewaltige Schwanzflosse und beide verschwinden in der Tiefe. Also leider keine Fotos.

La Coruna in Spanien erreichen wir  am 25.07.19 nach 6 Tagen und 21 Stunden für die 946nm. Diese Überfahrt war unsere letzte, richtige große Etappe auf dem Weg nach Hause. Wie üblich, gab es gute und schlechte Tage. Jo hatte ja – nachdem der Iridium-Kundendienst nicht helfen konnte – unser Iridium System selber auf allen Geräten zum laufen gebracht und so konnten wir immer auf aktuelles Wetter zugreifen. Zusammen mit der Wetter-Routing Software „Sailgrib WR“  (ist nicht umsonst  – 30 Euro/Jahr – aber wirklich gut und leicht zu bedienen) half uns das, vor einem heranziehenden Tief guten Süd-Südwestwind für den Weg zum Festland zu finden. Normalerweise blasen um diese Jahreszeit wegen des Azorenhochs eher Nordwinde oder es ist gar kein Wind. Letztlich sind wir insgesamt aber noch 49 Stunden unter Motor gelaufen.
Je näher wir nach Hause kommen, desto ungeduldiger werden wir auch endlich der endlosen Schaukelei an Bord zu entkommen.
Schließlich haben wir seit den USA gute 3.900nm in weniger als 2 Monaten zurück gelegt. Das war anstrengend und wir sind nun richtig reisemüde. Unsere Gleichgewichtsorgane haben verlernt, was es heißt sich länger auf festem Boden zu befinden und so sieht man uns auf dem Beton-Kai der Marina Real in La Coruna in 1m breiten Schlangenlinien herumtorkeln. Jetzt dauert es schon einen ganzen Tag bis der Schwindel ganz weg ist. Früher ging das in ein paar Stunden. Vielleicht werden wir doch ein wenig älter.
Unsere alte Kurslinie vom 19.09.16 haben wir am 25.07.19 um 3:12 Uhr Bordzeit ca. 20nm vor La Coruna gekreuzt. Damit ist unsere Atlantikrunde nun abgeschlossen. Ein Grund zum Feiern.
In La Coruna selber kommen wir, wie immer, zu einem besonderen Tag an. Es ist Nationalfeiertag der Galicier und in der Stadt, die uns immer noch sehr gut gefällt, ist der „Bär“ los. Es ist so voll, dass wir nicht mal einen Platz finden um ein paar Tapas zu genießen. Dafür gibt es endlich wieder „Estrella Galicia“ – ein Spitzenbier – und an einem riesgen Grill frisch gegrilltes vom Schwein. Vom Essen verstehen die Spanier was und Jo liebt besonders die hiesigen Grillwürste. Sehr fettig und sehr würzig.
Jetzt haben wir ein wenig Ruhe verdient und warten dann nur noch auf ein Wetterfenster um einigermaßen „bequem“ die 330nm über die Biskaya bis in die Bretagne nach „Camaret sur Mer“ zu kommen. Das kann ein paar Tage dauern, weil das Azorenhoch gerade etwas schwächelt und deshalb ein Tief nach dem anderen bis in die Biskay zieht. Wenn sich die Wetterlage „normalisiert“ hat, soll die Biskaya unsere letzte Etappe mit Nachtfahrt werden. Dann soll es nur noch in Tagesetappen die letzten ca. 400nm bis Holland gehen.
Wir planen mal Mitte bis Ende August dort anzukommen.
Auch dieses Blog nähert sich damit langsam dem Ende.
Ein paar Einträge und ein großer „Abschlussbericht“ werden aber noch folgen.

Azoren – Terceira…

liegt 50nm östlich von Velas/Sao Jorge und wird die letzte Azoreninsel sein die wir besuchen. Es wird ein Tagestrip abwechselnd unter Motor, Segeln oder Beidem. Die Marina im Ort „Angra do Heroismo“ (etwa: Bucht der Helden) ist deutlich größer als in Sao Jorge. Der Hafenmeister hat sich wohl auf den ersten Blick in KYLA verliebt, denn obwohl am Besuchersteg noch viel Raum ist, kriegen wir einen schönen Platz weit im fast schwellfreien Inneren der Marina.
Der Ort gehört wegen seiner schönen alten Häuser (teilweise aus dem 16. Jahrhundert) zum UNESCO-Weltkulturerbe. Schön sind die Häuser und Gassen ja, aber Weltkulturerbe? Da gibt es sicher noch bessere Kandidaten.
Die Insel hat keine so beeindruckenden Steilküsten wie etwa Sao Jorge. Sie ist auch insgesamt flacher. Dafür findet man im Inneren wieder Landschaften wie aus einem Märchenbuch. Die erinnern stellenweise an das “Auenland“ aus den „Herr der Ringe“-Filmen.
Von den Höhen hat man die tollsten Ausblicke weil sie noch deutlich unter der Wolkengrenze liegen.

Auch hier wären wir gerne länger geblieben, aber morgen bietet sich eines der raren Wetterfenster mit gutem Wind um zur spanischen Küste zu kommen. Das wollen wir ausnutzen und werden die nächsten 950nm/8 Tage wieder auf See sein.
Wenn uns der an der Festlandküste vorherrschende Nordwind keinen Strich durch die Rechnung macht, erreichen wir dann La Coruna in Spanien.

Azoren – Sao Jorge…

ist nur ca. 20nm von Faial entfernt. Kein Wind aber eine günstige Strömung bringt uns unter Motor in 3 Stunden dorthin. Die Marina Velas ist winzig aber sehr gut geschützt und irgenwie genauso heimelig wie der gleichnamige Ort. Wir sind früh da und erhalten den letzten freien Platz am Besuchersteg. Die Sanitäranlagen sind quasi vor der Tür, vom Feinsten und blitzsauber.
Hatten wir schon erwähnt, dass das Wasser hier immer glasklar ist. Wir liegen auf 5m Tiefe (in Faial waren es sogar 7m) und können jedes Sandkorn auf dem Grund sehen.
Mit dem Mietauto erkunden wir einen Tag lang die Insel (zwei Tage wären besser gewesen) und finden tolle Landschaften, Märchenwälder, imposante Steilküsten und Unmengen von Hortensien die hier aber auch jede Steinmauer überwuchern. Noch schöner als auf Faial.
Nach 3 Tagen geht es dann weiter zur Insel Terceira.

Azoren – Faial – Künstler…

sind wir ja nicht gerade. Aber mit einiger Mühe haben wir unser Logo auf einer der Marinamauern hinterlassen.
Das Bild mussten wir 3x neu malen weil immer irgendetwas daneben ging. Mal lief die Sprühfarbe unter die Ränder der Papierschablone, dann ging die Farbe beim Abziehen der Schablone mit ab. Schließlich haben wir das Ganze anstatt zu sprühen mit Pinseln aufgemalt. Das wurde auch nicht perfekt, aber wir waren endlich zufrieden.
Morgen geht es zur nächsten Insel: Sao Jorge.

Azoren – Pico…

besuchen wir mit der Fähre von Horta/Faial aus (insgesamt 14,-€ für 2 Personen hin und zurück). Das ist billig und wesentlich einfacher als mit dem Boot, denn dort gibt es keine „vernünftige“ Marina für uns. Wir checken im Hotel „Caravelas“ direkt am Fährhafen ein. Ausgezeichnete Zimmer und das Frühstück ist erstklassig.
Auch Pico erkunden wir mit dem Leihwagen. Mehr als 2 Tage braucht man dafür nicht. Die Beschilderung von touristischen Attraktionen ist hier nicht so gut wie auf Faial und wir brauchen selbst mit der Hilfe von „Mr. Google“ manchmal eine Stunde um einen bestimmten Punkt zu finden. Die Landschaft ist wegen der im unteren Bereich flacher werdenden Flanken des alles beherrschenden Vulkans nicht ganz so abwechslungsreich wie auf Faial.
Den Vulkan zu besteigen haben wir (also Jo) nicht geschafft. Der Auf- und Abstieg dauert insgesamt ca. 8 Stunden (für die letzen 1,1km Höhe auf 4km Weg) und wird nur bei gutem Wetter oben am Berg gestattet. Dort wechselt das Wetter aber im Minutentakt von strahlendem Sonnenschein zu Wolken/Nebel mit nur 10m Sichteite.
Nach zwei Tagen geht es mit der Fähre zurück nach Horta.

Azoren – Faial…

ist unsere erste Azoreninsel. Wir sind – wie üblich – zu einem besonderen Anlass angekommen. In der Stadt findet ein Treffen von Regierungsvertretern statt. Die haben so gut wie alle Mietwagen gebucht. Mit Ach und Krach kriegen wir einen Wagen für 2 Tage und besichtigen damit die Insel.
Tolle Landschaften und Ausblicke. Alles ist sehr grün und überall wachsen Blumen. Margit ist ganz begeistert von den Hortensien.
Die Ökonomie der Inseln beschränkt sich notwendigerweise auf Landwirtschaft, Fischfang und Tourismus. Obwohl touristisch gut erschlossen, gibt es keine Bettenburgen oder Massentourismus. Sehr angenehm. Wal-Beobachtung und Tauchen (für uns ist das Wasser zu kalt) sind die Hauptgeschäfte im Hafen.
Dort finden sich auch die unzähligen Bilder die von den duchreisenden Yachten gemalt wurden. Auch wir werden eines hinterlassen.
In der Stadt gibt es einen grossen Supermarkt mit portugiesischen (=paradiesischen) Preisen und von unserem Liegeplatz aus bietet der Vulkan „Pico“ auf der, nur ein paar Meilen entfernten gleichnamigen Nachbarinsel, mit dem wechselnden Wetter immer wieder neue imposante Anblicke.
Gut, dass wir nicht in der Marina selber liegen, denn dort müssen alle Boote am Steg „C“ (ca. 25 Stück) wegen einer ankommenden französischen Regatta-Flotte (Les Sables – Horta) ihren Platz räumen. Diese Regatten und Rally’s sind manchmal echt nervig weil sie selbst Stamm-Liegplatz Inhabern einfach mal eben den Platz wegnehmen.