Noch ein Stückchen England…

Mit leichtem achterlichen Wind sind wir gestern von Guernsey nach Jersey gefahren.
Eine ruhige Fahrt ohne blutige Zwischenfälle. Unterwegs sehen wir zum erstenmal auf dieser Tour eine Schule kleiner Delphine.
Um nicht wieder in so einem Chaos wie in St. Peters Port anzukommen, sind wir recht früh aufgebrochen und liegen schon um 14:00 am Wartesteg der Marina in St. Helier auf Jersey.
Wir werden registriert und bekommen einen Liegeplatz zugeteilt, den wir, sobald die Tide 2,4 m über der Marina-Schwelle steht, anlaufen können. Das wird so gegen 17:00 sein.
Wegen der Windvorhersage für das Wochenende – bis 40 Knoten aus der Richtung in die wir wollen – werden wir bis mindestens Montag hier bleiben. Das ist in weitem Umkreis die einzige Marina die gegen den vorhergesagten Wind guten Schutz bietet und in die wir, tiefgangbedingt, auch in das innere Becken passen.
Die Übernachtungspreise sind „gesalzen“, aber was tut man nicht alles für einen sicheren Liegeplatz. Nach dem „Unfall“ von Margit und dem guten Hinweis von Karl-Heinz R. gehen wir nun gemäß dem bewährten Shell-Motto „Es geht sicher oder es geht nicht“ vor.
Dafür sind die Sanitären Anlagen der Marina vom Allerfeinsten und wir haben mehr Zeit die Insel zu erforschen.

Ein bisschen England und ein bisschen Blut…

Gestern von Cherbourg nach Guernsey gefahren. Am „Cap de la Hague“ gewaltige Tidenwirbel mit entsprechenden Wellen die uns ein wenig durchschütteln.
Kurz nach Mittag setzen wir unseren Paragen (für nicht-Segler: ein großes Leichtwindsegel) der uns trotz schwachem Wind mit 5-6 Knoten durchs Wasser direkt nach Guernsey zieht. Kurz vor dem Hafen St Peter Port auf Guernsey bergen  wir den Paragen. Dabei passiert es – Margit wird beim lösen der Leeschot regelrecht umgerissen und schlägt mit dem Kopf gegen die Steuersäule. Ein kleine Platzwunde die heftig blutet, Armbanduhr zerissen, Brille verkratzt, das hätte auch schlimmer kommen können – nochmal Glück gehabt.
Beim Einlaufen in den Hafen ist dort die Hölle los. Etwa 30 Boote drängen sich auf engstem Raum vor der Marina-Einfahrt und es kommen ständig neue. Weil wir zu groß sind (die Marina ist nicht tief genug für uns), schickt man uns zunächst an einen Warteplatz und dann an einen Liegeplatz im Vorhafen als 3. Boot im Päckchen.
Heute besichtigen wir dann die Stadt. Margit bekommt eine neue Uhr hat aber noch 3 Tage Kopfwaschverbot.
Guernsey gehört zwar nicht zur EU oder formell zu Großbrittanien, ist aber “very british“.

Schattenseiten:
Margit’s Papa geht es gerade nicht so gut. Wir legen unsere nächsten Häfen so, dass wir ggf. in 1-2 Tagen nach Hause kommen können.

Die Skipperin verlangt ja immer, dass ich viel Salat esse. Nach dem Schild auf dem Foto unten, stocken wir unsere Biervorräte auf und ich esse jetzt mehr „Salat“.

Auf dem Weg von Cherbourg nach Guernsey

Frankreich 5 – Cherbourg

Gestern mit wenig Wind nach Cherbourg gefahren. 12 Stunden motort. Aber das Wetter war phantastisch. Die Hafenanlagen in Cherbourg sind gigantisch.
Wir kommen langsam voran nach Süden. Das merkt man an den Palmen die jetzt auf der Hafenpromenade stehen und an den Preisen für eine Nacht – die steigen ständig.
Morgen kaufen wir weitere Seekarten – unsere aktuellen gehen nur bis Brest/Frankreich – und wollen dann nach St. Peters Port auf der Kanalinsel Guernsey fahren.

 

Frankreich 4 – Fecamp

Gestern lange auf Kreuzkursen nach Fecamp gesegelt.
Hübscher Hafen. Das Städtchen sehen wir uns heute an – es hat uns gut gefallen.
Viel interessanter war der Aufstieg zur „Chapelle Notre Dame de Salut“ auf den Klippen oberhalb der Stad.
Der Ausblick von da ist spektakulär-atemberaubend.
Morgen wollen wir direkt bis nach Cherbourg segeln – immerhin gute 80 Meilen – mal sehen ob wir das schaffen.

Frankreich 2+3

Gestern – nach drei Wartetagen in Dünkirchen wegen schlechtem Wetter – nach Boulogne-Sur-Mer gesegelt. KYLA wieder hoch am Wind mit dem Strom über 8 kn. Langsam kriegt der Skipper auch ein Gefühl für den richtigen Segeltrimm. Die letzten Meilen müssen wir mangels Wind noch motoren.
Der Hafen und die Stadt gefallen uns viel besser als die vorherigen, ein ganz leichter mediterraner Touch macht sich bemerkbar.
Heute dann weiter nach Dieppe, diesmal mit Backstagsbriese. Dafür mussten wir wieder um 5:30 aufstehen um die Tide nutzen zu können. Das wird langsam echt stressig. Skip dachte eigentlich, er hätte die Sache mit den Frühschichten hinter sich gelassen.
Dieppe ist noch schöner (und viel teurer) als Boulogne.
Da wir nach 53 Seemeilen recht spät angekommen sind, werden wir das Städtchen morgen ausführlich besichtigen.

Fotos hängen wir an, wenn die Internetanbindung ausreichend schnell ist.

PS:
wir fühlen uns irgendwie immer noch wie im Urlaub – aber letztlich ist es ja eine „Charter“ ohne Rückgabetermin und wir lernen jeden Tag ein bisschen mehr unser altes Leben „loszulassen“.

Vielen Dank auch an alle aufmunternden/unterstützenden Kommentatoren.

 

 

Frankreich 1…

Bild

Gestern von Oostende nach Dünkirchen gesegelt. Wetter phantastisch. KYLA läuft hoch am Wind mit dem Strom über 8 kn. Das letzte Stück müssen wir dann aber doch aufkreuzen.
Obwohl wir schon um 15:00 ankommen, ist der Hafen „Port du Grand Large“ schon ziemlich voll. Der Hafenmeister empfiehlt uns statt des Gästesteigers eine „Box“ damit wir wegen der hohen Besucherzahl Nachts nicht mit 2 oder 3 Booten im Päckchen liegen müssen. Die „Box“ entpuppt sich als Längsanleger an der äußeren Marinaecke. Es kommt wie es kommen muss – im Laufe des Abends legen sich zwei Holländer längsseit und KYLA muss nun ca. 25 Tonnen Last gegen den Wind halten.
Skip ist ziemlich sauer und die Nacht wird wegen des ständigen Schwells recht unruhig. Heute morgen haben wir das Boot dann in eine echte Box verholt und Ruhe ist.
Fahren mit dem Shuttle-Bus in die Stadt und besichtigen ein paar Sehenswürdigkeiten. Der Turm „Belfried Sankt Eloi“ mit einem phantastischen Ausblick über die Stadt und das Umland ist wirklich empfehlenswert.
Schattenseiten: wären jetzt gerne auf der Geburtstagsfeier (zusammen 99 Jahre!) von Petra und Robert – aber „Kölle“ ist schon ziemlich weit weg.

Belfried St. Eloi

Belfried St. Eloi

 

 

Dünkirchen: Port du Grande

Dünkirchen: Port du Grande

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Die Aussicht vom Belfried.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mikro Etappe…

Nachdem es nicht mehr regnete, sind wir heute morgen von Blankenberge gestartet und wollten eigentlich mindestens bis Nieuwport kommen (ca. 19 nm).
Bei 25-30 Knoten Wind und Strömung genau von vorne keine gute Idee.
Eine Welle kommt über und schickt ca. 5 Liter Seewasser durch dass offene Schiebeluk des Niedergangs in den Salon.
Nach ca. 2 Stunden (12 nm) haben wir erstmal genug und laufen Oostende an.
Da räumen wir dann alle Bilgen aus und machen sauber/trocken.
Zwischendurch kommt auch noch der Zoll an Bord um uns zu kontrollieren. Es ist alles in Ordnung (keine Drogen, Waffen oder blinde Passagiere gefunden).

 

Regentag

Wir liegen in Blankenberge und warten auf besseres Wetter. Es regnet  und stürmt ohne Pause.
Der Hafen selber gefällt uns nicht so gut. Es ist übervoll und wir konnten nur das „halbe“ Schiff festmachen. Rundum nur Hochhäuser zu sehen.
Der Hafenmeister ist aber umso freundlicher und hilfsbereiter.

Abfahrt…

31. Juli 2016 / 7:00 Uhr:
Wir haben abgelegt! Das musste so früh am Morgen sein, damit wir unter der Brücke der Roompot -Schleuse des Osterschelde Sperrwerks durchpassen (geht nur bei Niedrigwasser).
Roompot Marina bleibt hinter uns. Wir lassen es langsam angehen und bewegen uns zunächst nur in kleinen Etappen nach Süden. Heutiges Ziel: Breskens/NL.