Ein bisschen England und ein bisschen Blut…

Gestern von Cherbourg nach Guernsey gefahren. Am „Cap de la Hague“ gewaltige Tidenwirbel mit entsprechenden Wellen die uns ein wenig durchschütteln.
Kurz nach Mittag setzen wir unseren Paragen (für nicht-Segler: ein großes Leichtwindsegel) der uns trotz schwachem Wind mit 5-6 Knoten durchs Wasser direkt nach Guernsey zieht. Kurz vor dem Hafen St Peter Port auf Guernsey bergen  wir den Paragen. Dabei passiert es – Margit wird beim lösen der Leeschot regelrecht umgerissen und schlägt mit dem Kopf gegen die Steuersäule. Ein kleine Platzwunde die heftig blutet, Armbanduhr zerissen, Brille verkratzt, das hätte auch schlimmer kommen können – nochmal Glück gehabt.
Beim Einlaufen in den Hafen ist dort die Hölle los. Etwa 30 Boote drängen sich auf engstem Raum vor der Marina-Einfahrt und es kommen ständig neue. Weil wir zu groß sind (die Marina ist nicht tief genug für uns), schickt man uns zunächst an einen Warteplatz und dann an einen Liegeplatz im Vorhafen als 3. Boot im Päckchen.
Heute besichtigen wir dann die Stadt. Margit bekommt eine neue Uhr hat aber noch 3 Tage Kopfwaschverbot.
Guernsey gehört zwar nicht zur EU oder formell zu Großbrittanien, ist aber “very british“.

Schattenseiten:
Margit’s Papa geht es gerade nicht so gut. Wir legen unsere nächsten Häfen so, dass wir ggf. in 1-2 Tagen nach Hause kommen können.

Die Skipperin verlangt ja immer, dass ich viel Salat esse. Nach dem Schild auf dem Foto unten, stocken wir unsere Biervorräte auf und ich esse jetzt mehr „Salat“.

Auf dem Weg von Cherbourg nach Guernsey

2 Gedanken zu “Ein bisschen England und ein bisschen Blut…

  1. Hallo Jo,

    an der Zeit kannst du schnell erkennen, was bei mir gerade anliegt…(06:00)
    Ich habe zwar keine Ahnung vom Segeln, ich möchte dich aber noch mal darauf hinweisen (auch wenn du dich gedanklich schon von deinem letzten Arbeitgeber gelöst hast), wie wichtig die 4W`s vor Arbeitsbeginn sind. Vielleicht macht es ja auch Sinn Schutzhelme bei gewissen Arbeiten zu tragen….Es geht sicher, oder nicht…
    Gruß
    Kalle

    • Hallo Karl-Heinz,
      wir hatten tatsächlich überlegt, uns für die Fahrt Bergsteigerhelme als Kopfschutz zuzulegen falls wir mal in schweres Wetter geraten sollten. Vielleicht holen wir das ja noch nach. Ich habe aber ernsthafte Zweifel dass die Crew die Dinger bei Sonnenschein und wenig Wind tragen wird.

      Gruß
      Jo

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