Baiona – Leixoes

von Portosin sind wir nach Baiona gefahren, hauptsächlich unter Motor (nur 7 nm gesegelt). Da sind wir aber nur eine Nacht geblieben. Die Marina ist sehr teuer und die sanitären Anlagen unterste Schublade.
Am nächsten morgen weiter nach Leixoes, unser erster Hafen in Portugal. Wieder hauptsächlich unter Motor (nur 15 nm gesegelt). Bis jetzt sieht es so aus, als wenn wir besser ein Motorboot gekauft hätten?
In der Marina Leixoes ist es nicht besonders hübsch (größter Container/Ölhafen in Portugal) aber preiswert (nur die Hälfte vom Preis der Marina in der City von Porto). Wir können mit dem Bus in 30 Minuten in Porto sein und sind nahe am Flughafen.
Die vielen Rohrleitungen im Hafen lassen Jo ein wenig wehmütig an seine Zeit in der Rheinland-Raffinerie zurückdenken. Ob man es glaubt oder nicht, manchmal vermisst er den geregelten Schichtdienst – unglaublich oder? An alle ehemaligen Kollegen die jetzt verständnislos mit dem Kopf schütteln – wartet ab bis ihr mal da raus seid. Schauen wir mal wie ihr das dann seht.

Heute haben wir Porto besichtigt. Schöne Stadt mit vielen alten Gebäuden und historischen Plätzen. Hier konnten wir wieder problemlos eine Prepaid Internet-SIM Karte kaufen. Damit haben wir, zumindest in Küstennähe, auch Internet außerhalb von Häfen.

An dieser Stelle ein besonderer Dank an Severin (siehe Kommentare) für den „Teufelskerl“. Jo ist jetzt nochmal 2 cm größer geworden. In der Stadt laufen wir – rein zufällig – auch durch das Rotlichtviertel und Jo überlegt schon, ob er wegen dem „Teufelskerl“ den alten Seemannsbrauch „In jedem Hafen mit einer Anderen schlafen“ wieder ins Leben rufen soll.
Aber das Angebot ist mager, 60+ und auch die Skipperin hat schlagende Gegenargumente, so dass dieser Plan wieder aufgegeben wird. Severin hat es sich jetzt mit der Skipperin verscherzt (grins).

Morgen werden wir am Boot schrauben und haben einen Segelmacher bestellt der uns Abdeckungen für die Steuersäulen und den Cockpittisch anfertigen soll. Wir sind gespannt was das hier kosten wird.

Freitag morgen fliegen wir vom Flughafen Porto nochmal für ein paar Tage nach Hause, sehen nach dem Rechten, erledigen offene Termine und kommen dann nach ca. einer Woche mit vielen Ersatzteilen im Gepäck wieder zurück.

Dann geht es weiter in Richtung Lissabon – die Zeit wird langsam knapp. Bis Ende November müssen wir auf den Kanaren oder besser noch, auf den Kapverden sein um Transatlantik starten zu können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.