Sines – Portimao…

Von Cascais nach Sines konnten wir die Hälfte der Strecke sogar segeln. Leider bleibt unsere Schleppangel kurz vor der Hafeneinfahrt nach Sines in einer Fischeboje hängen. Beim Einholen löst sich die Halteschraube der Kurbel und verschwindet im Wasser. Die 1. Angelrolle ist also hin.
Sines erinnert an Leixoes. Große Öl- und Container Verladeanlagen. In das Becken des Yachthafens steht ständig Schwell. Aber wir bleiben ja nur eine Nacht und fahren dann weiter nach Süden solange es das Wetter noch sicher und bequem zulässt.

Nach Portimao motoren wir den ganzen Weg. Unterwegs kommt eine große Schule Delphine nahe ans Boot, verschmäht aber Gott sei Dank unsere Schleppangel. Bei der hat sich die äußere Lagerabdeckung gelöst und ist ebenfalls im Wasser verschwunden. Die 2. Angelrolle ist also auch hin.
Wir kommen erst spät am Abend in Portimao an. Das Marinabüro ist bereits geschlossen und wir bleiben die erste Nacht am Meldesteiger. Am nächsten Morgen melden wir uns an und nehmen unsere aus Leixoes nachgeschickten Cover in Empfang – es passt alles und die Farbe stimmt auch. Dann wird getankt und wir gehen auf unseren Liegeplatz.
Hier wird KYLA erstmal gründlich geputzt. Auch unsere Erste-Hilfe Kenntnisse kommen wieder zum Einsatz. Auf einem deutschen Nachbarboot ist der Skipper beim Decksreinigen gestürzt und hat sich eine ca. 5 cm lange, heftig blutende, Platzwunde am Hinterkopf zugezogen. Seine Bordfrau ist nahe der Panik. Nun, damit haben wir seit Margit’s kleinem Unfall vor Jersey ein wenig Erfahrung.
Wir rasieren/sterilisieren die Stelle und bringen Klammerpflaster an mit dem ausdrücklichen Hinweis, beim kleinsten Problem (Schwindel, Kopfschmerz, pochende Wunde usw.) unverzüglich einen Arzt aufzusuchen.

Nachmittags machen wir wieder den ersten Rundgang um die Marina. Die Anlagen sind genauso hübsch und liebevoll gepflegt wie in Cascais. Schließlich landen wir in einer kleinen Strandbar. Da bleiben wir unerwartet bei Caipirinhas hängen und kommen ziemlich fröhlich zum Boot zurück. Der englische Bootsnachbar hat es wohl auch so gemacht, ist aber nicht nur fröhlich sondern stockbetrunken. Er zündet auf dem Steg seinen Holzkohlegrill an und wir machen uns ernsthafte Sorgen ob das ohne größeres Feuer gut ausgeht. Nun wir leben noch, und weder der Steg noch das Nachbarboot oder wir sind abgebrannt.
Heute werden wir uns um ein anderes Dingi und diverse Arbeiten am Boot kümmern.

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