Nicht unser Tag…

Obwohl wir erst spät ablegen und gestern das ganze Boot für eine Woche auf See vorbereitet haben, geht heute einiges schief.
Vom gestrigen Starkwind steht noch eine kräftige Welle aber der Wind ist sehr schwach.
Mit „normalen“ Segeln machen wir nur 2-3 kn Fahrt und die Segel schlagen erbärmlich.
Beim Setzen des Paragen bleib dieser in der 1. Saling hängen. Das Spinnakerfall löst sich vom Segelkopf und verschwindet im Masttop.
Dieses Fall ist aber die einzige Möglichkeit bei Problemen bis in den Masttop zu kommen.
Jo wird also bei 1-2m Welle mit dem Topnant (endet ca. 2m unter dem Masttop und ist nur halb so dick wie das Spi-Fall) in den Mast gezogen, und birgt das Fall. Beim Bergen des verhakten Paragen stürzt Jo im Cockpit, und reisst die hintere Steuerbordseite des Sprayhood’s weg. Wir nähen das erstmal provisorisch.

Nachdem der Paragen endlich steht, machen wir wieder gute Fahrt.
Wir sind schon fast auf der Höhe von Cap Sao Vicente, als es plötzlich WUUSCH macht und der Paragen neben uns im Wasser schwimmt.
Das Spinnakerfall ist ca. 1m unter dem Masttop einfach gebrochen.
Wir bergen den Paragen (alles völlig verdreht und natürlich klatschnass) und beschliessen umzukehren und Lagos anzulaufen. Dort wollen wir sowohl das Spi-Fall, als auch die Sprayhood und den Paragen reparieren. Gottseidank ist dem Segel selber (das kostet immerhin ein paar tausend Euro) nichts passiert.
Das war definitiv nicht unser Tag, aber wenn alles klappt, können wir morgen Nachmittag wieder nach Madeira starten.

 

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