Madeira – Inside…

die letzen Tage haben wir ja die Insel erkundet. Das lief ungefähr so:
Samstag:
wir fahren nochmal nach Funchal um in den örtlichen Marine-Shops Handbücher für die Kanaren zu kaufen – wir dachten die gibt es hier an jeder Ecke, weil die meisten Boote eben dahin weiter fahren – tatsächlich aber hat die keiner vorrätig. Wir bestellen also per Express bei Amazon und tatsächlich kommt das Handbuch pünktlich am Mittwoch (also Heute) an.
Zum Ausgleich kriegen wir Beide einen Haarschnitt und essen im örtlichen „Ritz“ zu Mittag.
Danach fahren wir nach „Sao Vincente“ (in Norden) und besichtigen die Lava-Höhlen. Sehr beeindruckend. Die Straßen dorthin sind allerdings schon recht abenteuerlich.

Überhaupt ist Madeira, ob seines vulkanischen Ursprungs, sehr zerklüftet und es gibt unzählige Tunnel (Wikipedia behauptet über 300) und Brücken die teilweise mehrere Kilometer lang sind. Wir fragen uns wer das alles bezahlt hat?
Die Küsten-“Autobahn“ ist sehr gut ausgebaut (zumindest im südliche Inselteil). Man darf zwar maximal 90km/h fahren, aber manche Steigungen müssen wir im zweiten Gang mit 60 hoch klettern (wohlgemerkt: „Autobahn“). Im Norden und im Inselinneren sind die Straßen teilweise einfach nur abenteuerlich. Zwei Autos aneinander vorbei geht nicht (es gibt aber Ausweichbuchten) und in Steigungen hinter Kurven müssen wir oft den ersten Gang nutzen.
Unser „Bärchen“ (Fiat Panda mit 1,2 Liter und 70 PS) schluckt hier locker 8l/100km weg.

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Dafür sind die Ausblicke von den Dutzenden von Aussichtspunkten einfach grandios.
Für Liebhaber von anspruchsvollen Serpentinen-Strecken (Petra und Robert!) lohnt sich das Fahren hier unbedingt.
Sonntag:
trotz schlechtem Wetter kurven wir wieder über die Insel. Erst zum „Kap Girao“ (580m) mit grandioser Aussicht und dann über die Hochebene „Paul de Serra“ zum zweithöchsten Berg, dem „Pico de Areeiro“ (1818m). Die Aussicht von hier: NULL. Es regnet, stürmt und ist wolkenverhangen – schei… Aber wir waren da!

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Montag:
das Wetter ist immer noch mies und um einen Reinfall wie gestern zu vermeiden, ist heute Einkaufs- und Waschtag.
Dienstag:
endlich besseres Wetter. Levada Wanderung nach „Balcoes“ (Balkon) bei Ribeiro de Frio und Fahrt zum „Adlernest“ (1050m) bei Corral das Freias (das Nonnental). Die Ausblicke wie immer: einfach umwerfend.
Nachmittags wandern wir noch von der Marina aus über die nach Osten gelegen Klippen. Den ganzen Weg (2:30h) schaffen wir aber nicht, da es schon um 18:00 dunkel wird und wir vorher zurück sein wollen damit wir uns nicht die Beine brechen.


Mittwoch:
wir geben unser „Bärchen“ zurück und bereiten das Boot für die Fahrt nach Lanzarote (ca. 270 nm) vor.

Insgesamt sind wir 717 km über die Insel gefahren, haben die tollsten Punkte besucht, und sind von Madeira begeistert. Ein Besuch lohnt sich immer, auch noch im November.

Morgen Früh füllen wir noch Diesel auf uns starten dann in Richtung Kanaren. Dann sind wir wieder für 2-3 Tage „offline“.

 

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