Lanzarote 2…

Sonntag:
ausgeschlafen, nähere Umgebung erforscht und Leihauto bestellt.

Montag:
wir nehmen unser Leihauto in Empfang (15 €/Tag inkl. Vollkasko – dafür kann man nicht Busfahren) und fahren zum Nationalpark „Timanfaya“ in den „Montanas del Fuego“. Dort gibt es noch aktive Vulkanschlote.
Am Eingang (ca. 12:00) ein Schild: „
Wegen des großen Andrangs kann es bis zum Einlass 45-60 Minuten dauern, wir bitten um Verständnis.
Jo freut sich: nur drei Autos vor uns – Glück gehabt!
Wir bezahlen also 18 € und finden auf der Zufahrtsstraße hinter der nächsten Kurve eine Autoschlange von ca. 3 km Länge – ÄTSCH!!!
Nach 60 Minuten sind wir dann aber tatsächlich auf dem Parkplatz der Anlage, schauen uns die Geysir-Vorführung und den aktiven Schlot an – der wird als Grill für das Restaurant genutzt – essen über dem Schlot geröstetes Hähnchen, und werden mit dem Bus durch den Nationalpark gefahren. Die Landschaft wirkt dramatisch, wie auf dem Mars. Richtige glühende Lava sehen wir aber leider nicht.
Wenn man sich überlegt, wie klein Lanzarote im Vergleich zu anderen Vulkaninseln eigentlich ist, wie vergleichsweise „harmlos“ die letzten Ausbrüche vor ca. 200 Jahren waren, und welche Auswirkungen heute noch zu sehen sind, kommt man schnell darauf, wie klein der Mensch im Vergleich zu den, der Erde innewohnenden Kräften, doch ist.
Wir haben wieder Hoffnung, dass die Menschheit den Planeten letztlich doch nicht zerstören kann/wird.
Bei der Ausfahrt aus dem Nationalpark (ca. 15:00) wollen wir noch ein Beweisfoto der Autoschlange auf der Zufahrtsstraße machen, aber – OH WUNDER – kein einziges wartendes Auto mehr – SUPER.

Wir fahren weiter über die Insel und sehen uns hier und da um. Insgesamt ist es recht kahl und felsig. Überall finden sich alte Vulkanschlote und Lavafelder. „Grün“ gibt es nicht viel zu sehen. Die Vulkane könnten jederzeit wieder ausbrechen und so angenehm das Klima hier auch ist, für uns wäre das kein Platz zum Leben.
Dienstag:
Wir buchen Heimflüge weil wir vor Weihnachten die Familie nochmal sehen möchten.
KYLA wird verlegt:
die Marina hatte bei unserer Ankunft keinen Platz für ein 14m Boot frei (es sind schon sehr viele Transatlantik-Segler hier). Also mussten wir einen für ein 15m Boot nehmen und natürlich auch bezahlen. Auch wenn es „nur“ 6,- €/Tag mehr kostet, gefällt uns das nicht und wir möchten einen 14m Platz haben. Der wird heute gegen 14:00 frei und wir verholen KYLA dahin.
Wir bestellen den Segelmacher für Morgen um eine Schutzhülle für unser neues Dingi anzufertigen. Das soll schließlich lange unter tropischer Sonne halten.
Dann besichtigen wir „Puerto del Carmen“ sowie die „Marina Puerto Calero“ . Schließlich erkundigen wir uns nach den Fährpreisen von Lanzarote nach Fuerteventura. Zwei Personen kosten 112,-€ plus Auto 9,-€(???). Das ist uns zu viel und so wird der Autoausflug nach Fuerteventura gestrichen. Die Insel ist ja auch nicht anders als Lanzarote. Ggf. machen wir mir dem Boot dort nochmal halt.

Mittwoch:
Der Segelmacher war zwar da, hat aber keine Zeit mehr für unser Dingicover – schade.
Heute war Markttag in Rubicon. Entlang der Waterfront sind dutzende von Marktständen aufgebaut. Es gibt alles Mögliche zu kaufen. Zum Bummeln bis die Wäsche fertig ist, genau richtig.
Nach Mittag fahren wir nach Arrecife der Inselhauptstadt. Die ist wenig aufregend. Es gibt ein Fort, eine kleine Fußgängerzone, eine recht bescheidene Uferpromenade und sonst … nichts.

Bei einer Stadt mit ca. 60.000 Einwohnern hatten wir mehr erwartet.
Der Aussichtspunkt „Mirador del Rio“ am Nordende der Insel entschädigt uns dafür mit einem spektakulären Blick auf die Insel Graciosa.

Donnerstag:
wir Bunkern die ersten Einkäufe für den weiteren Weg und bereiten KYLA für eine Woche ohne uns vor. Morgen geht es für 7 Tage nach Hause.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.