Teneriffa – Problemchen?

KYLA hat jetzt, wegen des günstigen Preises, zwei Bäume (ein „Fester“ plus ein Teleskop-Baum) für das Ausbaumen der Genua bzw. des Paragens. Auf den überwiegenden Vorwind-Kursen der nächsten Monate, wird uns das einen erheblichen Geschwindigkeitsvorteil und weniger „Schaukelei“ einbringen. In Deutschland hätten wir für den örtlichen Preis nicht mal einen Baum bekommen.
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sollte KYLA vor dem langen Schlag über den Atlantik noch einen Rigg-Check erhalten. Das ist wichtig für unsere Versicherung.
Dabei kam heraus, dass alle Wantenspanner (6 Stück) und 2 Unterwanten erneuert werden mussten. Erste ließen sich nicht mehr bewegen um die Wantenspannung einzustellen, letztere hatten mehrere gebrochene Kardeelen (einzelne Drähte im „Stahlseil“) – alles gefährlich für den Mast.
Das kostet nicht nur Geld, sondern auch viel Zeit. Aber auf dem Atlantik hätten wir mit den vorhandenen Schäden ernste Probleme – bis hin zum Mastverlust – bekommen können.
Also schrauben und flexen wir mit den Jungs von
Nordeste (örtlich Rigging-Firma – absolut empfehlenswert) bis spät abends.
Die raten uns auch, wegen KYLAS „Alter“, alle Stage und Wanten zu erneuern. Das hatte uns unser Hafenmeister in Holland schon empfohlen. Dank an Piet Smeet – mit etlichen Zehntausend Seemeilen bei „Volvo Ocean Race“ und ähnlichen Profi-Veranstaltungen sicher einer der erfahrensten Segler den wir kennen lernen durften.
Also macht uns Nordeste ein Angebot. Das liegt bei einem Drittel des Preises den wir in Holland oder der Karibik dafür zahlen müssten. So „günstig“ kommen wir nicht mehr an ein erneuertes Rigg und wir nehmen das Angebot an. Mit etwas Eigenleistung können wir den Preis ggf. nochmal reduzieren. Trotzdem reden wir hier von insgesamt 3.000 bis 4.000 Euro. Das tut uns schon ziemlich weh und kostet uns ca. 2-3 Monate „Segelzeit“. Außerdem gilt immer noch: „
es geht sicher, oder es geht nicht“.
Wir überlegen nun, wie wir die Euros wieder „hereinholen“ können, und werden berichten, wie die ganze Sache letztlich ausging.

2 Gedanken zu “Teneriffa – Problemchen?

  1. Ihr Lieben,
    da habt ihr aber doch eigentlich ziemlich großes Glück gehabt!
    Wenn die Reparatur nun mal nötig ist, für eure Weiterfahrt große Vorteile bringt und dann auch noch dort sehr günstig durchgeführt werden kann, ist das doch echt gut gelaufen. Und dann könnt ihr euch jetzt in Ruhe überlegen, wie ihr das gesparte Geld anderweitig anlegen (sprich: ausgeben) könnt. Es ist also nur eine Frage der Perspektive 😉
    Ich hoffe, ihr könnt die „Zwangspause“ trotzdem genießen – immerhin scheint euch Teneriffa ja wirklich gut zu gefallen! 🙂 Das ist doch wirklich tröstlich.
    Eine schöne Zeit und eine gute Weiterfahrt zur rechten Zeit wünscht euch sehr herzlich
    Annette

  2. Hallo ihr Lieben,
    ein Segelboot scheint mir aber ziemlich kompliziert und teuer……Außerdem verstehe ich nur die Hälfte von dem, was ihr da schreibt. Trotzdem hab ich einen Riesen Tipp für euch: Das nächste mal einfach ein Motorboot gekauft….. zwei kleine V8 Motörchen rein…..und ab geht die Post…..Kein Wind, egal….Kein Mast….egal…. neues Motto: Ich geb Gas und hab Spaß…

    Liebe Grüße
    Kalle

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