Guadeloupe – Les Saintes…

besteht aus fünf kleinen Inseln und ein paar Felsbrocken ca. 10 nm südlich vor Guadeloupe. Die gehören, ebenso wie Guadeloupe selber, zu Frankreich. Endlich können wieder Euros ausgeben!
Mit viel Glück und der Hilfe der MORA Crew, ergattern wir eine Mooringboje direkt vor dem Hauptort „Bourg des Saintes“.
Mit einem gemieteten Motorroller brettern wir dann kreuz und quer über die Hauptinsel „Terre de Haut“ und haben nach 4 Stunden alle interessanten Stellen besichtigt.
Gestern sind wir noch zum „Fort Napoleon“ über der Stadt gewandert. Nachmittags faulenzen und schnorcheln wir am wunderschönen Strand „Plage de Pompierre“.
Morgen früh werden wir nach Guadeloupe segeln. Dort können wir ggf. unseren Außenborder reparieren lassen. Der hat an der Motorhalterung plötzlich einen tiefen Riss.

Dominica Nord…

ist genauso interessant wie der Süden, aber noch grüner.
Wir buchen für den frühen Dienstagmorgen eine Fahrt auf dem Indian-River und staunen über den wilden Flussdschungel.
Hier wurden einige Szenen für den Film „Fluch der Karibik“ gedreht. Weitere Szenen wurden an der Nordostküste gedreht. Leider können wir keine bezahlbare Tour dorthin organisieren. Es gibt zu wenig Teilnehmer.
Stattdessen machen wir mit der MORA Crew eine Wanderung auf einem Teilstück des „Waikubuli National Trail“. Das ist ein Wanderweg von insgesamt 184 km Länge obwohl die Insel selbst nur 50 km lang ist. Das hätte uns eigentlich zu denken geben müssen.
Wir kommen richtig in die Schei…e – und die Damen sind in Sandalen unterwegs! Stellenweise „rettet“ uns ein Smartphone mit GPS und Karten des Inselinneren sonst würden wir wohl immer noch umherirren.
Aus der angeblichen 4 Stunden-Tour wird ein echter 6 Stunden Überlebenskampf. Es gibt einige Stürze, aber niemand wird ernstlich verletzt. Dafür können wir in wilden Dschungelflüssen baden und sind jetzt geprüfte Dschungel-Bergsteiger-Survivalisten.
Anschließend hatten alle einen Ruhetag nötig. Samstags erkunden wir noch „Fort Shirley“ oberhalb der Stadt und letzten Sonntag sind wir dann nach Les Saintes bei Guadeloupe gesegelt.

Dominica Süd…

die Überfahrt von Ste. Pierre war wieder anstrengend. Erst kein Wind, dann im freien Wasser zwischen Martinique und Dominica, Böen von 10-30kn mit fiesen Wellen von der Seite. Im Cockpit wird es auch wieder nass. Irgendwer hat wohl vor langer Zeit beschlossen, dass wir nirgendwo komfortabel und trocken hinkommen.
Nach 5 Stunden erreichen wir die Leeküste von Dominica. Hier verstärken sich die Böen noch. Jetzt sind es Fallwinde bis zu 40 kn von den hohen Bergen.
Mr. Bean, einer der lokalen Boatboy’s, zeigt uns eine Boje zum Festmachen und fährt uns zum Zoll wo wir in kürzester Zeit ohne Probleme einklarieren.
Unser Liegeplatz hat kaum Schwell und die Musik vom Strand endet abends gegen 22:00.
Es gibt keine Jetski’s – hier gefällt es uns.

Wir besuchen erst die Inselhauptstadt direkt neben unserem Liegeplatz.

Dann buchen wir via „SeaCat“ – einer der örtlichen Bojen-Vermieter – eine Tagestour in das Inselinnere. Armstrong, unser Fahrer, weiß buchstäblich alles über die Insel und zeigt/erklärt uns zahllose Pflanzen, lokale Eigenheiten und Orte. Er macht auch Überstunden um uns noch zum „Emerald-Pool“ auf der Ostseite der Insel zu bringen – siehe Fotos.

Am Ende des Tages sind wir restlos begeistert und vergeben wieder „3 x Hammer“ für die Tour/Insel.
Gestern hat Jo dann noch einen undichten Kühlwasserschlauch am Motor repariert und heute werden wir nach Portsmouth im Norden der Insel segeln. Da warten wieder neue Abenteuer auf uns.

Martinique 2…

Mit unserem Mietwagen haben wir in den letzten Tagen diverse Attraktionen der Insel besucht.
Fort de France:
Die Inselhauptstadt hat uns nicht überzeugt. Die Stadt macht einen etwas heruntergekommenen Eindruck. Die Festung ist nur zu ganz bestimmten Zeiten und mit einem Führer zu besichtigen – das sparen wir uns.

Ste. Pierre…
am Nordende der Insel gefällt uns schon etwas besser. Wir besuchen auch das berühmte Gefängnishäuschen in dem ein Gefangener den letzten großen Vulkanausbruch des Mont Pelle überlebt hat (als einer von 3 Überlebenden bei 30.000 Opfern)

Rum-Distillerie:
Die sehr schön angelegte Anlage der Destillation „Depaz“ gewährt Zutritt zum gesamten Produktionsprozeß ohne Eintritt. Nur für die Besichtigung des Herrenhauses bezahlen wir 5,-€ pro Kopf. Die anschließende Verkostung im Shop der Distillerie führt zum Kauf diverser alkoholischer Getränke.

Auf der Rückfahrt nutzten wir die Straßen im Landesinneren und sehen viele wild-romantische Plätze.

Auch beim Lebensmittelbunkern ist ein Mietauto ganz praktisch. Die Läden mit vernünftigen Preisen sind doch etwas weiter weg von der Marina.

Mont Pelee:
Der war klasse. Moni und Jo klettern über Stufen und steile Felsenpfade bis zum Gipfelkreuz in 1.340m Höhe. Margit und Ralf kommen nicht ganz so weit (1.100m). Verschwitzt und erschöpft aber zufrieden kommen wir wieder auf der Ausgangsstation an.

Ste. Anne…
ist ein wirklich hübsches Städtchen. Das denken sicher auch die ca. 200 Ankerlieger in der Bucht davor.
An der Süd- und Ostseite der Küste hinter Ste. Anne finden wir viele Bilderbuch-strände. Schade dass wir zu wenig Zeit haben um mit dem Auto nochmal hierher zu kommen und einen Faulenzertag einzulegen.

Gestern haben wir dann für heute ausklariert und sind nach Ste. Pierre gesegelt um dort zu ankern. Die zweite Hälfte der Fahrt wird wieder nass. Ein Squall nach dem anderen zieht über die Insel und manche Böen gehen wieder über 30 Knoten.
Die letzte Nach vor Anker hier war wegen heftiger Fallböen auch ziemlich unruhig.

Heute werden wir weiter nach Dominica segeln.

 

Martinique…

letzten Donnerstag sind wir, nach einer ruppigen und nassen Nachtfahrt, in Martinique angekommen.
Naiv wie wir sind, waren wir der Meinung, wir bekämen in der recht großen Marina von Le Marin einfach so einen Liegeplatz. Weit gefehlt.
Schon beim Einlaufen in die Bucht, sehen wir hunderte von Ankerliegern vor der Marina.
Bei der Anmeldung per Funk fragt man uns nach einer Reservierung die wir leider nicht haben. Man verspricht sich um einen Platz für uns zu kümmern – wir sollen Nachmittags nochmal nachfragen. Das machen wir auch und man vertröstet uns auf den Abend, dann auf den nächsten Morgen. Zwischenzeitlich kommt eine englische Yacht rein und der wird ohne Reservierung direkt ein Liegeplatz zugewiesen. Das wäre eigentlich der für uns gewesen. Man hat uns offensichtlich vergessen.
Die Nacht vor Anker wird die ruhigste seit Monaten – kein Schwell – HERRLICH.
Trotzdem ist Jo sauer und am nächsten Morgen fahren wir mit dem Dingi zeitig ins Marina Büro. Bei 25 kn Gegenwind kommen wir da ziemlich nass an. Skip ist jetzt noch „saurer“.
Dafür zeigt unsere resolut vorgetragene Beschwerde Wirkung (es wurde kein Blut vergossen). Die Empfangsdame gibt zu, dass sie uns gestern schlichtweg vergessen hat, und will heute alles tun, um ihren Fehler wieder gut zu machen. Zwei Stunden später kriegen wir einen Liegeplagtz – geht doch.
In der Marina natürlich überwiegend Franzosen aber auch viele Deutsche, Engländer, Belgier usw., ein internationales Publikum.
Für uns beginnt die Suche nach Ersatzteilen und das Abarbeiten der Reparaturliste.
Einige Dinge konnten wir schon erledigen, andere warten noch.
Purer Zufall, dass Margits Ex-Chef aus Kölner Zeiten von der Marina hier seinen Charter-Segeltörn startet. Das geplante Treffen müssen wir aber leider noch etwas verschieben. Chartercrews haben – im Gegensatz zu uns – immer zu wenig Zeit, das ging uns früher auch so.
Um auch ein wenig von der Insel zu sehen, mieten wir von heute an, gemeinsam mit der MORA Crew, ein Auto und werden auf Erkundungs-  und Einkaufstour gehen.