Barbuda…

haben wir nur kurz besucht. Die Insel war früher berüchtigt, weil sie sehr flach und mit vielen vorgelagerten Riffen – von See kommend – erst sehr spät zu sehen ist.
Davon zeugen rund 200 Wracks die rund um die Insel verstreut liegen.

Die Strände sind toll, aber der Schwell auf der Leeseite der Insel macht das Ankern auf Dauer unbequem. Dafür sind wir zeitweise fast ganz alleine. Das Wasser ist himmelblau und der 11 Meilen lange Strand vor uns besteht aus feinem, weißem bis rosa-farbigem, Sand.

Wir besuchen zusammen mit der MORA Crew und einem Führer die berühmte Fregatt-Vogel Kolonie in der Lagune vor Codrington. Das Anlanden mit dem Dingi ist wegen des Schwells recht anspruchsvoll. Trotz eines ausgeklügelten Plans werden wir (hauptsächlich Jo) recht nass dabei.
Die Lagune ist riesig (ca. 5×1,5 Meilen) aber flach ( 0,5-1,5m). Ohne ortskundige Führung hätten wir uns hier hoffnungslos verirrt. Aus gutem Grund ist der Besuch der Vogelkolonie auch nur mit Führer erlaubt. Die Vögel selber lassen sich von unserem Besuch kaum stören und wir können wieder viele schöne Fotos machen.

Die Insel-Hauptstadt Codrington hat nicht viel zu bieten außer den Behörden (Ausklariert aus Antgiua/Barbude haben wir auch gleich) und den – im Gegensatz zu anderen Inseln – teilweise recht gepflegten Häusern der „Lokals“. Es gibt nur wenig Touristen und die Einwohner möchten verständlicherweise, das dass auch so bleibt – Clever!

Bei der Dingi-Rückfahrt zu den Booten werden wir, trotz geänderter Taktik, schon wieder nass. Das reicht – morgen fahren wir nach St.Barth.

Antigua…Abschied…

Nachdem wir unsere reparierte Ersatz-Lichtmaschine zurück bekommen haben – für den Preis der Reparatur haben wir in Teneriffa eine neue gekauft – und die zusätzliche Teile für Sprayhood und Sonnenschutz unbezahlbar waren, haben wir in Falmouth nur noch auf die 1. Regatta der Klassiker gewartet.
Die war freilich höchst beeindruckend. Die schönsten Schiffe kreuzen vor der Bucht. Wir schießen ungefähr 200 Fotos.

Dann ging es weiter nach „Jolly Harbour“ ein paar Meilen nördlich von Falmouth. Die Marina ist sehr schön angelegt und für hiesige Verhältnisse auch recht günstig (45,- US$/Nacht). Aber das Beste ist der nur ca. 500m entfernte Supermarkt der diesen Namen auch wirklich verdient. Wir kaufen ordentlich ein und segeln am nächsten Tag zur „Deep-Bay“ um dort zu ankern.

Hier ist es vergleichsweise ruhig sobald die Tagestour-Katamarane aus St. John’s (die Inselhauptstadt – liegt nur eine Bucht weiter) verschwunden sind. Wir schnorcheln am Frack vor der Bucht gemeinsam mit der MORA Crew die schon seit ein paar Tagen hier ankert. Leider ist das Wasser recht trübe. Mehr als 4m weit kann man kaum sehen.

Morgen geht es weiter nach Barbuda.

 

Antigua…Frohe Ostern…

Frohe Ostern

 

für Familie, Verwandte, Freunde, Bekannte und alle Blog-Leser.

 

 

Die letzte Woche haben wir in Falmouth Harbour verbracht und diverse Reparaturen/Änderungen am Boot in Auftrag gegeben. Das wurde wieder richtig teuer.

Wir konnten endlich einen Techniker finden der unsere Wechselrichter-Batterielader-Generator Kombination nochmal überprüft hat. Die arbeiten nach wie vor nicht zusammen obwohl die Geräte für sich einwandfrei funktionieren. Der Techniker kam aber auch zu keinem Ergebnis. Wenigstens kann er unsere auf dem Atlantik kaputt gegangene „alte“ Lichtmaschine reparieren, so dass wir wieder über einen Ersatz verfügen.
Schließlich haben wir, weil es hier gerade ein günstiges Angebot gab, einen neuen, etwas kleineren, Generator gekauft, der auch auf Anhieb mit unserem Wechselrichter-Batterielader arbeitet. Jetzt können wir, auch bei wenig Sonne/Wind, unsere Batterien nachladen ohne die Hauptmaschine laufen zu lassen.
Den „alten“ Generator versuchen wir in den nächsten Wochen zu verkaufen.
Weiter haben wir für unsere Sprayhood seitliche Verlängerungen bestellt (damit es beim Segeln mit halben Winden im Cockpit nicht immer so nass wird) und zusätzliche Sonnenschutzplanen für Vordeck und Mittelschiff. Bei viel Sonne wird es trotz unserem schneeweißen Deck unten richtig heiss. Wir fragen uns, wie die Leute es auf Schiffen mit Teakdeck und dunklem Rumpf unter Deck aushalten – dass muss ja wie im Hochofen sein.

In Falmouth startet ab 19.04. die alljährliche „Antigua Classik Week“ bei der die schönsten alten Segelyachten aus aller Herren Länder diverse freundschaftliche Regatten vor Antigua segeln.

Das wollen wir uns unbedingt ansehen. Wo kann man schonmal so viele Klassiker, bei hoffentlich bestem Wetter, unter vollen Segeln sehen? Dabei können wir vielleicht unsere Semi-Professionelle Kamerauasrüstung endlich mal richtig ausnutzen.

Da unsere Planen und die Lichtmaschine frühestens Dienstag fertig werden (Oster-feiertage sind hier wie bei uns), verholen wir uns ein paar Meilen nach Norden in die „Nonsuch-Bay“. Hier liegen wir jetzt an einer Boje (kostenlos) um zu schwimmen, zu schnorcheln und ein paar Eilande zu erkunden.

 

Antigua…Falmouth Harbour…

vorgestern sind wir von Guadeloupe nach Falmouth Harbour auf Antigua gesegelt. Nach Monaten segeln wir mal wieder hoch am Wind, mit 7 Knoten nach Norden.
Unterwegs sehen wir ca. auf Höhe der Nordspitze von Guadeloupe in etwa 0,5 nm Entfernung regelmäßig zwei kleine „Wölkchen“ über der Wasseroberfläche – WALE !!! Tatsächlich kommen die Wölken noch etwas näher und wir erhaschen sogar einen Blick auf die Fluke eines Wales. Unsere Begeisterungsrufe haben die dann wohl vertrieben denn danach sehen wir nichts mehr von den Tieren.
Dafür umspielt auf halber Strecke eine große Delphinschule das Boot. Gut das wir heute auf das Angeln verzichtet haben.
Antigua gefällt uns auf Anhieb besser als Guadeloupe. Die Insel ist flacher, es gibt auch auf der Leeseite mehr Wind und deutlich weniger Wolken/Regen. Nachts kühlt es durch den Wind  angenehm ab und es ist weitaus weniger schwül als im Süden.
Sie ist die einzige Karibik-Insel die rundherum, also auch auf den Luv-Seiten (von da wehen ständig die Passatwinde) viel schöne und sichere Buchten besitzt von denen wir einige besuchen möchten.
Nach dem üblichen Einklarieren konnten wir gestern Abend, zusammen mit der MORA Crew, dann schon den Sonnenuntergang beim Barbecue auf „Shirley Heigths“ (das ist ein Gipfel oberhalb von  Falmouth- und English-Harbour) geniessen. Wir haben eine tolle Aussicht über die Buchten und den Sonnenuntergang. Dazu spielt erst eine Steel- und dann eine „normale“ Band. Zur Happy-Hour von 18:00-19:00 Uhr gibt es Bier und Rumpunch zum halben Preis (5 EC$ also ca. 2,-€). Das Essen vom Grill ist vorzüglich und hat vernünftige Preise. Wir schlagen ordentlich zu, halten uns beim Rumpunch aber zurück – wir haben aus Barbados ja so unsere Erfahrungen damit.

In den nächsten Tagen werden wir weitere Buchten auf Antigua besuchen und davon berichten.

Guadeloupe…

hat uns bisher nicht wirklich begeistert. Wir liegen zunächst in einer kleinen Marina „Riviere Seins“, nicht weit von der Hauptstadt der West-Insel von Guadeloupe – „Basse Terre“.
Leider wird am Freitag und Samstag Abend auf dem Marinagelände eine Disco veranstaltet. Ein Höllenlärm (als Musik kann man das nicht bezeichnen) bist morgens um 4, Sonntags sogar bis 6:00 morgens !!!
Die Marina-Leitung ist damit auch nicht glücklich, kann aber im Moment nichts dagegen unternehmen. Unser Angebot den Disco-Laden einfach abzufackeln wird freundlich abgelehnt.
Leider gibt es weder kurzfristig verfügbare Leihwagen, noch eine geführte Tour zum aktiven Vulkan „Le Soufriere“. Wir sind enttäuscht. Den Besuch des Vulkans werden wir dann auf unserer Rückreise im November/Dezember (nach der Hurrikan-Saison) absolvieren.
Weiter geht es nach „Pigeon Island“. Hier befindet sich der Cousteau Marine Park (ja genau, DER Jack Cousteau). Die Bucht vor dem Ort ist überfüllt und wir ankern nach anfänglichen Schwierigkeiten etwas außerhalb. Mit dem Dingi fahren wir zu den Inseln vor der Küste.
Das Schnorcheln dort ist schön, aber nicht überwältigend. Wir finden viele Korallen und Fische aber noch mehr Taucher die vom Ort hierher gebracht werden.
Der Ort selber hat leider keine Möglichkeit mit dem Dingi sicher anzulegen.
Deshalb beschließen wir kurz nach Mittag die Bucht „Deshais“ im Norden von Guadeloupe anzulaufen um von dort morgen früh nach Antigua zu starten (ca. 40 nm).
Auch diese Bucht ist übervoll und zudem für ihre kräftigen Winde (eine natürliche Winddüse) berüchtigt. Wir finden trotzdem einen vernünftigen Ankerplatz. Der Belgier der ca. 2 Stunden nach uns eintrifft, legt ca. 70 m Ankerkette (bei 10m Wassertiefe !) und nach der abendlichen Winddrehung liegt er plötzlich 2m vor unserem Bug – keiner an Bord!
Ausweichen oder Ankerauf gehen unsererseits geht nicht, weil er genau über unserer Ankerkette schwoit. Schließlich kommt er zurück und kürzt seine Kette. Jetzt können wir beruhigt schlafen.
Mal sehen wie es Antigua wird.