St. Maarten…

laufen wir früh morgens von St. Barth aus an. Um 9:30 öffnet die Brücke zur Simpson Bay Lagune das erste mal für einlaufende Schiffe. Der Marinero vor der Brücke gibt uns einen Preis für eine Nacht in einer Marina: 75 US$ plus Müll/Strom/Wasser. Nein Danke – wir ankern in der geschützten Lagune. Aber auch das kostet uns erstmal 61 US$ (21 für das Passieren der Brücke und 40 für eine Woche in der Lagune). Dafür dürfen wir unseren Müll in einer der Marina’s oder Restaurant’s rund um die Lagune kostenlos abgeben.

Die übliche Jagd nach Teilen geht los. Wir hatten vor 3 Wochen hier schon ein Teil für unseren beschädigten Außenborder bestellt und wollten den dann eigentlich (nach Reparatur) gegen einen Neuen, Größeren mit 15 PS eintauschen. Leider ist trotz gegenteiliger Auskunft der Web-Seite von „Budget Marine“ – kein einziger Motor verfügbar.
Also bleibt es beim Ersatzteil sowie diversen Karten und Handbüchern für unsere nächsten Ziele: die Virgin Islands / Bahamas / Florida. Das kostet mal eben 600 US$! Jo ist von der hiesigen Preispolitik begeistert! Die Preise werden offensichtlich maßgeblich von Superyachten und Chartercrews bestimmt. Leute die Schiffe zum Preis von mehreren 10 – 100 Millionen US$ besitzen, ist es egal ob sie für einen Liegeplatz 1000 US$/Tag bezahlen. Chartercrews teilen alle Kosten durch die Anzahl der Personen an Bord (je nach Schiffsgröße: 6-12). Auch da sind dann hundert Dollar pro Nacht kein Problem mehr.

Unser Ankerplatz in der Lagune – der Anker hält erst nach 5 vergeblichen Versuchen – wird insbesondere Nachts von starken Fallböen bis zu 30 kn „heimgesucht“. KYLA reißt heftig an der an Ankerkette. Erholsamer Schlaf ist schwierig. Also müssen Ruckdämpfer und passende Leinen her. Zusammen mit diversen anderen „Kleinteilen“ sind nochmal 350 US$ weg!

Beim deutschsprachigen Segelmacher bekommen wir zum Ausgleich ein altes Bimini geschenkt, um unsere Sprayhood seitlich verlängern zu können. Jo muss Margit jetzt nur noch überzeugen unsere Bord-Nähmaschine zu benutzen.
Den Wassermacher (die Pumpenwelle hatte sich gelöst) können wir Gott sei Dank provisorisch selber reparieren – obwohl da noch Garantie drauf ist – aber wie soll man die hier einlösen?
Nachts ist die Brücke über die Lagune toll beleuchtet und es gibt keine störende Musik bis in die frühen Morgenstunden.

Mit der MORA Crew machen wir uns auf eine lange Wanderung zum Anfang der Rollbahn des Flughafens. In der „Maho Bay“ ist die Hölle los. Profis halten sich mit Taucherbrille am Zaun vor der Startbahn fest. Zuerst rätseln wir warum. Aber die startenden Flugzeuge stehen nur ca. 100m vor dem Zaun. Wenn die Ihre Triebwerke hochdrehen, gibt es einen regelrechten Sandsturm und alles dahinter fliegt ins Wasser der Bucht. Wer sich zu nahe heran gewagt hat ohne sich irgendwo fest zu halten, dem geht es genauso. Regelmäßig wird diverses „Strandmaterial“ (Handtücher, Hüte, Sonnenschirme usw. – gelegentlich auch Menschen) ins Wasser geblasen. Ein echtes Spektakel.

 

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