USA – Georgia – zurück nach Florida…

Brunswick haben wir in den letzten Tagen ausgiebig besichtigt. Dank der Vorarbeit von Ralf (Skipper der MORA) kommen wir vergleichsweise günstig an einen Mietwagen für eine Woche. Dazu fahren wir mit dem Taxi zur lokalen Busstation, von da mit einem Greyhound-Bus 70 Meilen nach Jacksonville und können dort auf der Rückseite der Busstation unseren Wagen abholen. Danke Ralf!
Den historischen Kern von Brunswick hat man mit vielen kleinen Parks hübsch zurecht gemacht. Aber etwas außerhalb davon, ist der Unterschied zwischen weißen und schwarzen Vierteln schon sehr auffällig. Überall gibt viele sehr schöne alte Holzhäuser von denen etwa 1/3 allerdings ziemlich heruntergekommen ist und vor sich hin gammelt.

Mit dem Auto kommen wir nun auch in weiter entfernte Einkaufsgebiete. Ja, richtig gelesen: Gebiete. Die sind hier riesig. Man fährt Meile um Meile an Einkaufszentren vorbei in denen man buchstäblich alles findet was man überhaupt kaufen kann.

Allerdings macht uns das Wetter ordentlich zu schaffen. Es ist heiß und schwül – fast kein Wind. Kein Klima für Europäer. Jede Bewegung treibt einem den Schweiß aus allen Poren. Und der Kampf gegen Schimmel hält uns ganz schön auf Trab.
Damit KYLA auch ohne uns an Bord innen schön trocken bleibt, kaufen wir 4 Ventilatoren, einen Luftentfeuchter und sogar eine transportable Klimaanlage. Die geben wir allerdings zurück – die Unterbringung an Bord war dann doch zu kompliziert.
Mit Entfeuchtern (elektrisch sowie chemisch – mit „DampRit“ und Katzenstreu) und Ventilatoren kommen wir ganz gut klar und die elektrischen Geräte bleiben Timer-gesteuert auch in Betrieb wenn wir in Deutschland sind.

Gestern Abend sind endlich unsere Freunde von der MORA eingetroffen. Die konnten, im Gegensatz zu uns, über den ICW fahren was aber auch länger dauert. Wir verbringen einen lustigen Abend im Yachtclub. Dort haben wir in den letzten Tagen eine Menge höchst interessanter Leute kennen gelernt. Amerikaner, Kanadier, Deutsche, Finnen, Dänen, Australier, Neuseeländer, Südafrikaner, und von Manchen wissen wir noch gar nicht, wo die herkommen. Auffällig ist, wie viele von denen ein paar Brocken Deutsch sprechen.
Beim Einkaufen erkennt man natürlich unseren Akzent und es ist ganz erstaunlich, dass beinahe jeder Amerikaner den wir dabei treffen, schon mal in Deutschland war oder deutsche Verwandte hat oder in der Schule deutsch gelernt hat. Durchweg alle finden Germany „wonderful“.

Viel Zeit haben wir damit verbracht, um KYLA Hurrikan-sicher zurück zu lassen. Alles was nicht verschweißt oder verschraubt ist, kommt unter Deck. Die Festmacher-Leinen werden verdoppelt, das Schiebeluk über dem Niedergang bekommt eine stabile Holz-Abdeckung usw. usw. Zwar ist es eigentlich noch zu früh für Hurrikane, aber im letzten Jahr ist der erste auch schon im Juni hier durchgezogen und man kann nie wissen wann der Nächste kommt.

Nachdem wir heute Morgen noch ein paar Restarbeiten erledigt haben, sind wir endlich in Richtung Miami aufgebrochen. Jetzt verbringen wir eine Nacht im einem Motel an der Interstate 95, fahren morgen weiter bis Miami und werden dort am Abend unseren Flieger nach Deutschland besteigen.
Wir können es kaum erwarten, die Familie endlich wieder zu sehen.

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