Heimarbeiten…

in den letzten Tagen haben wir diverse Orte rund um Brunswick besucht.
Das waren zunächst einige der „Barrier Islands“ auch „Golden Islands“ genannt, die die eigentliche Küste vom Atlantik abschirmen.
St. Simons Island und Jekyll Island sind ganz hübsch, aber beide auf Tourismus und vor allem auf wohlhabende Grundeigentümer ausgelegt. Man findet überall imposante Villen. Manche Strände sind zwar sehenswert, aber das Wasser ist eine trübe braune Brühe, die aussieht, als käme sie aus einem defekten Klärwerk. Baden möchten wir hier nicht.

Fort Frederica bietet einige anschauliche Informationen über das Leben der ersten Siedler hier (Eintritt frei). Das war wirklich interessant obwohl es nur zwei richtige Ruinen zu sehen gibt.

Cumberland Island wollten wir wegen der frei laufenden Wildpferde besuchen. Das geht aber nur per Fähre die Morgens hin und Nachmittags zurück fährt. Auf der Insel selber gibt es nichts. Keine Restaurants oder Ähnliches – also auch keine klimatisierten Räume. Deshalb fiel es für uns aus.
Überhaupt vermiest einem die ständige schwüle Hitze jeden Aufenthalt im Freien. Die Stadt Savannah hat zwar viele schöne Altstadtflecken, aber dort umher zu laufen bringt uns wieder nahe an einen Kreislaufkollaps.

Wenn wir nicht unterwegs sind, wird an KYLA gebohrt, geschraubt, gesägt und gestrichen. Viele Kleinarbeiten die wir seit Monaten vor uns herschieben, können wir nun – dank unser Klimaanlage – Stück für Stück erledigen. Das Vorsegel – unser Hauptantrieb in den letzten Monaten – ist zur Kontrolle beim Segelmacher und am nächsten Donnerstag kommt eine Firma die uns ein Angebot für ein wasserdichtes Sonnendach/Sprayhood machen will.
Die notwendigen Werftarbeiten an Rumpf und Unterwasserschiff wollen wir Anfang Dezember, kurz vor unserem Heimflug zum Weihnachtsurlaub mit der Familie, durchführen. KYLA wäre dann fertig, um im Januar 2018 direkt zu den Bahamas zu segeln.
Die Flüge nach/von Deutschland mit Air Berlin sind schon gebucht. Drückt uns die Daumen, dass deren Versprechen, trotz Insolvenz, die Flüge durchzuführen auch wirklich gehalten wird.

Unser weiteren Reisepläne konzentrieren sich im Moment auf Autofahrten. Bus-, Bahn- und Flugtickets sind einfach zu teuer.
Ein Auto brauchen wir hier sowieso, der Sprit ist so günstig (0,5-0,6 Euro/Liter), dass das Tanken richtig Spaß macht und Zeit haben wir auch.
Für Anfang September planen wir jetzt erst mal die Fahrt nach Norden, zu den Niagara Fällen und nach New York City. Wenn uns die Fahrerei nicht zu öde wird, kommt ggf. auch eine Fahrt quer durch das Land bis nach Kalifornien in Frage – wir werden sehen.

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