IRMA Update…

gestern sind wir 1400 km in 14 Stunden zurück zum Boot gefahren.
In Richtung Süden ist kaum Verkehr. Auffällig sind die vielen Trucks mit grossen Generatoren in Richtung Süden. Die Gegenfahrbahn nach Norden ist ein einziger 500 Meilen langer Stau. Ganz Florida ist offensichtlich auf der Flucht vor IRMA. Kann man ihnen nicht verdenken.
Das Scenario erinnert uns an den Film „Independence Day“ wo alle vor den Außerirdischen flüchten und nur der Held (der später auch die Erde rettet ) als Einziger (na gut, sein Vater war auch im Auto) in die andere Richtung fährt.
Heute haben wir dann auf KYLA und MORA alles „noch sturmfester“ gemacht.
Die Lage ist im Moment allerdings ganz mies.
Am Montag wird uns IRMA wahrscheinlich mit bis 50-80 kn Wind treffen.
Der Wind ist nicht unbedingt das Problem, schlimmer noch ist die dadurch verursachte Sturmflut.
Wasserstände von 3m plus 2,5m Tidenhub werden erwartet. Die Pfeiler, die die Schwimmstege der Marina halten, sind aber nur ca. 4,5m hoch. Das könnte böse enden.
In der Stadt rechnet man mit 2m Hochwasser und die Behörden haben bereits die Evakuierung angeordnet. Das läuft in Amerika etwas anders als in Deutschland. Man kann sich durchaus weigern der Evakuierungsanordnung zu folgen, ist dann aber auch für sich selbst verantwortlich. Das ist ja auch richtig so. In Deutschland hat man nicht einmal das Recht, selbst darüber zu bestimmen welchen Gefahren man sich im Katastrophenfall aussetzt, geschweige denn, Selbstverantwortung zu übernehmen.
Wir kommen gerade von der „Happy Hour“. Da hat man uns so richtig Angst gemacht.
Alle Yachties verlassen die Marina wegen IRMA und Einige sind davon überzeugt, dass
sie ihr Boot nie wieder sehen werden.
Nun, wir bleiben erstmal optimistisch. Wenn IRMA morgen in Florida auf Land trifft,wird er sich, physikalischen Gesetzen folgend, abschwächen und seine Richtung ändern. Ob das reicht, um uns zu „retten“, werden wir sehen.
Wenn nicht, werden wir spätestens Sonntagmittag ebenfalls die Marina verlassen und mit unserem Campervan nach Norden oder Westen in höhere Gebiete fahren.
Die Richtung hängt davon ab, welche Strassen noch nicht gesperrt sind.
Zurück zum Boot können wir dann wahrscheinlich frühestens in einer Woche, wenn die Behörden den Katastrophenstatus aufheben.
An alle die nun, dem „Mainstream“ folgend rufen: haben wir ja gleich gesagt, die Erderwärmung durch die Menschheit ist schuld.
Sorry für Euch. Bis heute gibt es keinen stichhaltigen Beweis dafür, dass die aktuelle Klimaänderung, die es zweifellos gibt, „menschengenmacht“ ist. Solche Ausreisser hat es schon immer gegeben. In den letztehn Jahrhunderten/Jahrtausenden war nur niemand in der Lage, entsprechende Informationen weltweit (Internet) weiter zu geben.
Wie dem auch sei, der nächste Hurriikan JOSE (aktuell auch Kategorie 4) ist schon auf dem Weg. Der schlimmste Fall wäre sicher, wenn sich der mit IRMA und dem Hurrikan im Golf von Mexiko (KATJA), vereinigt.
Dann hätten wir einen Supersturm wie im Film „The day after Tomorrow“ – können wir gar nicht gebrauchen.

In solchen Fällen sagt man hier: stay safe, good luck and trust in God.

Der Bericht über die Niagara Fälle folgt später, im Moment haben wir andere Sorgen.

4 Gedanken zu “IRMA Update…

  1. Hallo ihr Lieben,

    heute, Montag 20:00 Uhr, haben wir die Hoffnung, dass ihr vom Schlimmsten verschont wurdet. Laut Tagesschau hat euch der Sturm nicht voll getroffen. Was macht der Wasserpegel? Wann könnt ihr zurück zum Boot?

    Liebe Grüße
    von den Womo`s

  2. Hallo liebe KYLA Crew,
    wir wünschen Euch natürlich, dass es für Euch und Euer Schiff in diesem Fall von IRMA glimpflich abgeht und keine Schäden erfolgen. Wir verfolgen Euren tollen Blog und werden in 2018 auch den Weg nach Norden gehen. Eure Bloginfos sind für uns sehr wertvolle Hilfen bei der weiteren Planung und daher hoch geschätzt!!
    Allerdings regt Euer Hinweis, die Erderwärmung wäre nicht nachweisbar „menschengemacht“, unseren Geist. Mojib Latif, mehrfach ausgezeichneter Wissenschaftler am GEOAMR Institut Kiel, stellt eindrucksvoll unsere Beziehung zu den Weltmeeren und deren Bedeutung für unser weiteres Leben in seinem aktuellen Buch: DIE MEERE, DER MENSCH und das LEBEN dar. Die Erd- und Ozeanerwärmung, die Versauerung der Ozeane und deren Verschmutzung sind nach Auffassung der Mehrheit der weltweiten Wissenschaftler menschengemacht. Wir, unsere Generation, muss in unseren Augen den Druck aufrechterhalten die fossilen Brennstoffe durch den Einsatz von alternativen Energien zu substituieren. Dies ist kein leichter Weg und erfordert viel Kraft. Für uns ist ein einfach weiter so, bis die Quellen versiegen keine Alternative.

    Wir liegen hier im Fluss MARONI von Französisch Guyana und die Menschen werfen jeden Müll, jede Plastikflasche in den Fluss, der im Atlantik mündet. In Deutschland schlagen die Wasserwerke Alarm, da die Medikamentenrückstände im Trinkwasser nicht mehr filterbar sind. Das sind menschengemachte Entwicklungen, die unsere Kinder teuer bezahlen werden.
    Wir wissen, dies ist kein gewöhnlicher Blogbeitrag, doch ist uns der Hinweis wichtig.
    Wir sind gespannt, ob wir Eure Leser damit behelligen dürfen.
    Fair WInds und ein heiles Schiff nach Durchzug von IRMA
    wünschen ganz herzlich
    Johannes und Angelika
    MAGIC CLOUD

    • Hallo liebe Magic Cloud Crew,
      auch wir verfolgen Euren Blog und erhalten manch wertvollen Tip für unsere Reise in den Süden in der nächsten Saison.
      Unser Blogtext ist allerdings ziemlich eindeutig: Es gitb keinerlei BEWEISE, dass der aktuelle Klimawandel menschengemacht ist.
      Die „Ansichten“ von „Wissenschaftlern“ sind keine Beweise sondern deren persönliche Meinung. Wenn wir die immer ungefragt reflektieren würden, wäre die Erde heute noch eine Scheibe, wir würden noch Hexen verbrennen, es gäbe längst keine Bäume mehr usw. usw. – die Liste liesse sich endlos verlängern.
      Allenfalls könnte man annehmen, das menschliche Aktivitäten den Klimawandel beeinflussen, VERURSACHT haben sie ihn keinesfalls.
      Dazu gibt es zahllose Beweise aus den letzten hunderten Millionen Jahren als es noch keine Menschen gab.
      Wir haben auch niemals propagiert: weiter so.
      Ganz im Gegenteil, gehören wir zu denen die schon seit über 30 Jahren aktiv gegen zunehmende Umweltverschmutzung kämpfen.
      Aber wir sind immer noch in der Lage zwischen Wunsch und Wirklickeit zu unterscheiden.
      Vielleicht kreuzen sich unsere Wege in der nächsten Saison einmal und wir können uns über dieses Thema persönlich austauschen.
      Bis dahin möchten wir unser Blog aber nicht zu einer Diskussionsplattform über den Klimawandel machen.

      Liebe Gruess, guten Wind und wenig Wellen,
      Margit Und Joachim

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