IRMA überstanden…

gestern Nachmittag sind wir sicherheitshalber in ein Motel in der Nähe von Savannah umgesiedelt. Aber nicht weil wir KYLA oder uns nicht zutrauten den Sturm zu überstehen, sondern – man glaubt es kaum – wegen unserem Mietwagen.
Der wäre nämlich, wenn er durch IRMA beschädigt würde, nicht versichert, weil die Behörden offiziell die Evakuierung der Stadt angeordnet hatten und wir dem nicht nachgekommen wären.
Das Risiko können wir nicht eingehen. Im Motel ca. 80 Meilen vor der Sturmfront kann ihm nichts passieren. Wir verfolgen von dort pausenlos die Wetterberichte. Wie vorauszusehen war, schwächt sich IRMA über Florida deutlich ab und ändert seine Zugbahn weg von Brunswick.
Es bestand aber immer noch die Gefahr einer Sturmflut die mit dem täglichen Hochwasser zusammenfällt. Mit nachlassenden Winden ging man jetzt allerdings nur von ca. 1m zusätzlichem Wasserstand aus. Im Motel merken wir von IRMA kaum etwas. Nur an einer Stelle tropfte ein wenig Wasser durch das Dach ins Zimmer – es regnete auch ganz schön heftig.
Heute Vormittag, nachdem IRMA schon zu einem Tropical Storm zurück gestuft wurde und der Höhepunkt über Brunswick hinweggezogen war, sind wir dann ganz gespannt zurück zum Boot gefahren.

Die Schwimmstege hatten bei Höchstwasserstand noch ca. 1m Platz nach Oben, also keinerlei Gefahr. Trotzdem wurden alle unteren Parkplätze überschwemmt. Der Wind bläst aktuell mit 20-30 kn und der Spitzenwert der letzten 24 Stunden war 45 kn (auf KYLA gemessen). Das ist für einen Sturm wie IRMA nicht viel. Auf dem Atlantik betrug unser Spitzenwind 48 kn.

In der Stadt sieht es allerdings wüst aus. Überall abgerissene Äste, umgestürzte Bäume und Strommasten, viele tiefere Stellen vom heftigen Regen überschwemmt.
Schwere Gebäudeschäden sehen wir, Gott sei dank, nicht, und soweit wir wissen wurde hier auch niemand ernsthaft verletzt.

Wenn man bedenkt, dass IRMA an Floridas Westküste mit mehr als doppelter Windstärke als hier gewütet hat, hat man eine Vorstellung wie es da jetzt aussieht.

Ein Gedanke zu “IRMA überstanden…

  1. Ihr Lieben!
    Wir sind froh, dass ihr mit heiler Haut davon gekommen seid! Hier im Roompot haben wir auch viel Wind! Gestern haben wir 29 kn in der Spitze gemessen! Das Drumherum ist aber ganz anders als bei euch! Petra hat für euch gestern eine Kerze angezündet! Sollte das etwa geholfen haben????
    Viele Grüße und fair Winds
    Eure MolaMola’s

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