IRMA und die Vorratshaltung…

wir möchten nochmal kurz auf Hurrikan IRMA zurück kommen.
Wir waren ja während des Sturms nur eine Nacht weg vom Boot und haben uns direkt nach der Rückkehr in der Stadt umgesehen. Dabei haben wir auch diverse Läden aufgesucht. Bei denen die überhaupt geöffnet hatten und trotz Überschwemmung auch zugänglich waren (1 von 5), waren die Regale so gut wie leer geräumt. Dass aber, nach unserem darauf folgenden Roadtrip, also 10 Tage später, immer noch einzelne Läden geschlossen haben und in den großen Lebensmitteldiscountern 1/4 der Regale immer noch leer sind, damit haben wir nicht gerechnet.
Fazit:
für Notfälle (auch in Deutschland kann es blitzschnell zu kritischen Versorgungsengpässen kommen) unbedingt ausreichend Vorräte (Wasser, Lebensmittel, Hygieneartikel, Bargeld, ggf. Treibstoff usw.) für mindestens 4 Wochen anlegen UND die „Versorgungsbasis“ nur verlassen wenn es gar nicht anders geht.
Wir sind auf KYLA zwar weitgehend autark (Wasser, Strom, Lebensmittel…) hatten aber nicht berücksichtigt, dass die Behörden die Rückkehr in die Stadt allen normalen Einwohnern (wenn sie die Stadt denn verlassen hatten) für ganze 7 Tage verboten hat um die Aufräumungsarbeiten nicht zu behindern und Gesundheitsgefährdungen sowie Plünderungen auszuschließen.
Durchgesetzt wurde das mit Polizei und Nationalgarde die alle stadteinwärts führenden Straßen sperrte/kontrollierte. Zutritt hatten nur ausgewiesene Hilfskräfte.
Wenn wir die Stadt auch nur für ein paar Stunden verlassen hätten, wären wir 7 Tage ausgesperrt gewesen. Da nützt einem die beste Vorratshaltung dann auch nichts mehr.

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