New Orleans…

war ganz interesssant aber nicht umwerfend. Wir spazieren durch das berühmte „French Quarter“ mit vielen alten Häusern aus der Zeit als New Orleans noch französische Kolonie war (die mit den Eisenbalkonen – kennt man aus unzähligen Filmen), Cafe’s, Bar’s und Kneipen. Überall gibt es schon am Vormittag Live Musik von lokalen Band’s. Die Besichtigung der berühmten Friedhöfe kostet 20 USD pro Person und geht nur mit Führer. Friedhöfe mit Eintritt hatten wir bisher noch nie und verzichten deshalb.
In der St. Louis Cathedral (älteste Kirche in den USA) wird kein Eintritt verlangt und wir können wieder mal Kerzen für uns und unsere Lieben daheim anzünden.

Am frühen Nachmittag steigt die Anzahl der Touristen im Viertel drastisch an. Abends ist hier sicher die Hölle los. Nun darauf können wir verzichten und fahren weiter. Da sich unterwegs keine interessanten Ziele mehr für uns finden, fahren wir kurzerhand bis Brunswick wo wir um 1:30 Morgens eintreffen.
Unsere Zeit „auf der Strasse“ ist jetzt erst mal vorbei.

Roswell…

ist eine Kleinstadt in New Mexico die wir wegen der „Außerirdischen“ besuchen.
Kennern ist geläufig, dass im Jahr 1947 in der Nähe von Roswell angeblich abgestürzte Raumschiffe und die Leichen von Außerirdischen gefunden wurden. Nun, das kann man glauben oder nicht. Jedenfalls gibt es im Ort ein „Museum“ zu dieser Geschichte. Dort finden sich neben etwas kitschigen Alienfiguren und hunderten von Zeitungsausschnitten auch Kopien von offiziellen Dokumenten aus dieser Zeit und einige wenige Stücke des damals geborgenen Materials der „Raumschiffe“. Jo will sich das unbedingt ansehen und stellt fest: das Material (in Kunststoff eingegossen) ähnelt keiner ihm bekannten Metallkomposition. Es handelt sich auch keinesfalls um Material von Wetterballons wie kurz nach dem Bekanntwerden der Geschichte von den lokalen Militärbehörden verkündet wurde. Sollte es sich wirklich um Material vom angeblichen Absturzort einer „fliegenden Untertasse“ handeln? Seine Zusammensetzung ist zumindest extrem ungewöhnlich.
Interessant ist dabei auch, dass kurz vor Roswell das VLA (Very Large Array), eine bedeutende Forschungseinrichtung für Radioastronomie – auch für die Suche nach außerirdischem Leben – in der Wüste steht. Zufall?
Manchem Leser ist die Anlage vielleicht aus den Sience-Fiction Filmen wie „Contact“ (1997), „Independence Day“ (1996) und einigen anderen bekannt. Als wir dort ankommen, hat das Besucherzentrum leider schon geschlossen und wir können uns nur die Antennen selbst ansehen.


Nach Roswell besuchen wir noch kurz die Stadt Lubbock/Texas weil sie nicht weit ab vom Weg nach New Orleans liegt und es in unserem Heimatort eine gleichnamige, nachgebaute Westernstadt gibt. Die hat aber bis auf den Namen absolut nichts mit der recht großen Stadt hier zu tun. Wir finden weder im Internet noch in der Stadt selbst irgendwelche Hinweise auf Bezüge zwischen den Beiden.
Also auf nach New Orleans.

 

Grand Canyon…

der absolute OBERHAMMER. Wir fahren erst mit dem Shuttle-Bus vom Visitor-Center bis zum Westende des Parks. Dann geht es über mehrere Kilometer zu Fuß zurück zum Visitor-Center und schließlich per Auto zum Ostausgang des Parks. Die Eindrücke die wir sammeln, sind wieder einmal weder mit Worten noch mit Bildern wirklich zu beschreiben.

Monument Valley…

begrüßt uns mit bedecktem Himmel und einigen Schauern. Trotzdem ist der Anblick der gewaltigen Felstürme in der weiten Ebene überwältigend. Leider gibt es auch hier kein Mobilfunknetz und wir müssen bis Flagstaff/Arizona fahren um unsere übliche Motelbuchung vornehmen zu können.

Zion…

dieser Nationalpark liegt zwar in Utah, ist aber von Las Vegas aus leicht zu erreichen.
Der Park ist toll, aber ziemlich gut besucht und in den Hauptteil, den „Zion Canyon“ kann man nur mit einem Shuttle-Bus fahren. Das ist für den Park sicher gut, aber aussteigen und Fotos machen geht nur an vorbestimmten Stellen, es sei denn, man nimmt längere Wanderungen in Kauf.
Uns war das schon zu gut durchorganisiert.

Las Vegas…

ist Abends ein gigantisches Lichtermeer das sich, aus den Bergen kommend, vor uns erstreckt.
Wir buchen für 60 USD/Nacht eine Suite nahe dem Stadtzentrum (the Strip) die sogar eine komplette Küche enthält. Margit ist ganz begeistert, auch wenn die Einrichtung etwas altbacken und ein wenig abgenutzt erscheint – der Kühlschrank ist gewaltig und es gibt einen begehbaren Kleiderschrank – wieso ist das für Frauen so interessant? Jo freut sich darauf endlich mal wieder Eier zum Frühstück zu bekommen.
Der Gang über „the Strip“ am Tag ist schon beindruckend. Die tollsten Hotelanlagen säumen den Weg. Nachts wird das ganze dann noch von unzähligen Lichtern und Leuchttafeln illuminiert. Der Times Square in New York wirkt dagegen recht „mickrig“. Natürlich finden sich überall Casinos und das Angebot an den berühmt/berüchtigten Las Vegas Shows können wir gar nicht zählen.
Unsere Spielerfolge bleiben leider weit hinter den erwarteten Millionen-Gewinnen zurück. Tatsächlich verspielen wir ca. 8 USD und gewinnen dabei 1,45 USD. Da wir absolut nichts von den Regeln der diversen Automaten und Spieltische verstehen, eigentlich also überhaupt nicht wissen was wir da tun – das geht Jo ganz gewaltig gegen den „Strich“ – lassen wir das Spielen einfach.

Rund um Las Vegas finden wir weitere Attraktionen die wir besuchen:
Der Hoover Staudamm und Lake Mead. Das Klima ist so angenehm warm und trocken, dass wir unser Mittagspicknick am See bis in den frühen Nachmttag ausdehnen.
Das „Valley of Fire“ und den „Red Rock Canyon“. Beide beeindrucken durch ihre Felsformationen aus rotem Sandstein.

Von den besuchten Städten in Amerika hat uns Las Vegas bisher am besten gefallen. Das sehen wohl die jährlich 45 Millionen (!!!) Besucher genauso. Der geneigte Leser unseres Blogs hat sicher schon realisiert, dass wir nicht die besonderen Städtefan’s sind und die letzte „Stadt“ die uns gut gefallen hat (obwohl ein direkter Vergleich natürlich nicht möglich ist), war Kopenhagen (da waren wir 2 mal mit einem Charterboot).

Death Valley…

das Tal des Todes besuchen wir nach dem Yosemite Nationalpark. Wir fahren durch die Berge der Sierra Madre und dass dazu gehörende Panamina Tal. Eine tolle Landschaft. Leider sind wir erst recht spät am Tag da und bevor wir alle unsere Besuchspunkte ansteuern können, wird es dunkel. Die Campingplätze gefallen Margit nicht so richtig und deshalb fahren wir direkt weiter bis Las Vegas. Das Tal selbst ist absolut sehenswert und vielleicht kommen wir auf dem Rückweg von Las Vegas nochmal hier durch.

Yosemite…

Nationalpark ist phantastisch. Obwohl sich durch den Hauptteil des Nationalparks (das Yosemite Valley) eine 2 spurige Strasse (wegen der vielen Besucher) windet, finden wir wieder überwätigende Aussichten.

San Francisco…

erreichen wir über den Highway 101. Das ist die wesentlich reizvollere Route direkt am Pazifik. Wir fahren entlang der wild zerklüfteten Küste über unzählige genauso wilde Flussläufe die in den Pazifik münden.
In der Stadt buchen wir wieder eine BigBus Tour (54 USD/Person) und können so 2 Tage lang zu allen interessanten Plätzen fahren. Die Stadt hat einige hübsche Viertel mit vielen alten Häusern. Sie bietet viel Kulturelles und ergeblich weniger Verkehr als New York. Am wichtigsten ist natürlich der Besuch der Golden Gate Bridge.
Auffällig in der Stadt sind die vielen Obdachlosen (offiziell sind es ca. 8.000, unser Guide meint eher 12.000). Liegt es an den extrem hohen Mieten (1.200-1.500 USD für ein Einzimmer-Apartment mit Gemeinschaftsbad) oder der sehr guten Betreuung der Obdachlosen durch diverse Hilfsorganisationen (wenn man sich um nichts selbst mehr kümmern muss, ist das Leben auch als „Obdachloser“ für manch einen schon recht einfach, oder?) – wir wissen es nicht genau.
Trotz der vielen Mythen um die Stadt, ist sie für uns kein besonderes Highlight.

Redwoods…

das sind bekanntlich die riesigen Nadelbäume die hauptsächlich an der Westküste der USA zu finden sind. Einige sehen wir schon auf der Anfahrt nach Crescent City, unserem ersten Ort in Kalifornien, im Tal des Smith-River einfach so im Wald stehen. Unser Auto könnte man ohne Probleme dahinter verstecken. Am nächsten Tag fahren wir durch verschiedene Redwood Parks. Die Bäume sind einfach unglaublich. Eigentlich sind es eher Burgen aus Holz als Bäume. Je nachdem wo man langfährt wirken sie wie Kathedralen und erzeugen ein Gefühl von staunender Ehrfurcht.

Nach den Redwoods machen wir uns auf den Weg nach San Francisco. Leider fällt wegen der aktuellen Brände im Bereich von Santa Rosa und Napa Valley im gesamten nördlichen Californien das mobile Internet für fast 2 Tage aus. Das ist für uns ganz schlecht weil wir üblicherweise am frühen Nachmittag, wenn wir unseren abendlichen Standort abschätzen können, via Internet ein Motel buchen. Da das nicht geht, landen wir schließlich auf einem sehr gut ausgestatteten Campingground. Hier können wir die Möglichkeiten unseres Grand Caravan nochmal nutzen.