Frohe Weihnachten…

frohe

Frohe Weihnachten…

guten

und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

 

Bleibt gesund, munter, glücklich und treue Blogleser.

Wie im letzten Jahr:
„In 20 Jahren wirst du eher die Dinge bereuen, die du nicht getan hast, als die Dinge, die du getan hast. Also mach die Leinen los. Verlass den sicheren Hafen. Fang den Passatwind mit deinen Segeln ein. Erforsche. Träume. Entdecke.
(Mark Twain, amerikanischer Schriftsteller).

Grüße von Herzen ❤ ❤ ❤
Margit & Joachim

Zu Hause…

sind wir jetzt fast eine Woche.
Wenn man Monate nicht daheim war, bleibt einiges liegen und wir sind voll damit beschäftigt alles abzuarbeiten. Der Postberg ist schon fast durch und die ersten Bestellungen für Ersatzteile/Zubehör treffen ein. Im Moment sind wir noch „voll im Stress“ und freuen uns auf die hoffentlich besinnlichen Weihnachtstage.
Bis dahin schwelgen wir schon mal in gutem deutschen Essen das wir seit langem vermisst haben, insbesondere das Brot.
Beim Rückflug in die USA am 18.01.18 (schönes Datum, oder?) werden wir wahrscheinlich einen Zuschlag wegen Übergewicht zahlen müssen.
Für das neue Jahr, so ungefähr ab Anfang Februar, freuen wir uns jetzt schon auf … siehe Bilder.

             Die schönste Art des Wartens ist die Vorfreude.

KYLA’s neue Kleider…

sind gestern endlich montiert worden und kommen uns gerade recht. In den letzten Tagen war es hier saukalt. Die Temperaturen sinken Nachts auf 2-3° (auf den Schwimmstegen bildet sich sogar Rauhreif) und wir kämpfen mit Klimaanlage und Heizung einigermaßen erfolgreich gegen die Feuchtigkeit im Schiff.

Aus den, von der Firma „Topstitch“ (Fernandina Beach / Florida / USA) laut Vertrag versprochenen 4-6 Wochen Lieferzeit für unsere Teile wurden am Ende 3 Monate!
„We are not amused“.
Obwohl sie sich alle Mühe geben und schließlich alles einigermaßen passt, ist die Ausführung nicht mit deutschen Standards zu vergleichen. Daran müssen wir uns hier, wohl oder übel, gewöhnen. Dafür bezahlen wir aber auch nur ca. die Hälfte des Preises den wir in Deutschland zu zahlen hätten. Für hiesige Verhältnisse ist die Firma also durchaus zu empfehlen.
Heute konnten wir dann bei 20-30kn Westwind (genau von der Backbordseite) ganz locker in T-Shirt und kurzen Hosen unter unserer „Kuchenbude“ im Cockpit sitzen. Hat sich also insgesamt gelohnt.

Auch beim Segeln werden wir in Zukunft nicht mehr von der Seite nass werden – hoffen wir.
Ansonsten bereiten wir KYLA auf unseren Heimflug übermorgen vor, machen alles sturmfest, essen unsere nicht haltbaren Vorräte soweit möglich auf, und freuen uns wie „jeck“ auf ein Wiedersehen mit der Familie und die Weihnachtszeit zu Hause.

Werft-Tage…

haben uns bisher davon abgehalten, weitere Blog Einträge online zu stellen. Die „St. Marys Boatservices“ Werft, in der wir 10 Tage verbringen, ist eine der wenigen bezahlbaren Werften im Umkreis, in der man selber am Boot arbeiten und auch darauf wohnen kann. Sie ist für uns nur bei Hochwasser über eine ca. 3nm lange Anfahrt durch den sich schlängelnden North-River zu erreichen. Bei der Anfahrt sind wir schon ein wenig nervös. Der Fluss ist schmal, und stellenweise sehr flach. Mit Hilfe der Skizze von der Web-Seite der Werft und den privat ausgelegten Bojen kommen wir aber pünktlich zu Hochwasser und ohne Grundberührung am Kranslip an.

Dort hängen wir dann erstmal für einen ganzen Tag im Travellift. Obwohl wir unser Kommen schon Wochen vorher abgemacht haben, hat Rocky, der Werfteigner, zunächst keinen passenden Stellplatz für unsere Schiffsgröße. Die Werft ist aber auch wirklich proppevoll. Schließlich werden wir kurzerhand auf einer der Straßen auf dem Werftgelände abgestellt. Weil das gut klappt, stehen Tags darauf hinter uns noch zwei Boote auf der Straße. Rocky schiebt die, je nachdem wer wann kommt und geht, mit Autokran, Gabelstapler und Travellift wie Schachfiguren – manchmal in cm Abständen – hin und her. Das ist auch der Grund warum wir KYLA über Weihnachten – wir fliegen dann nach Hause – nicht allein hier lassen wollen und zurück nach Brunswick bringen werden. Obwohl Rocky und seine Crew mit unerschütterlicher Ruhe und absolut professionell arbeiten, ist uns bei dem Gedanken KYLA würde während unserer Abwesenheit versetzt, nicht ganz wohl.

Das Werftgelände selbst wirkt ein wenig chaotisch. Überall stehen teilweise völlig abgewrackte Boote. Schrott, Material und Werkzeug liegt herum. Einen Stellplatz für das Auto – ohne ist man hier absolut hilflos – sucht man sich irgendwo dazwischen. Die MORA-Crew bringt das Werft-Leben auf den Punkt: „leben auf dem Schrottplatz“. Wer die Fernsehserie „Die Ludolfs – 4 Brüder auf dem Schrottplatz“ kennt, hat eine Vorstellung davon. Aber die sanitären Einrichtungen sind akzeptabel auch wenn man gelegentlich etwas warten muss, bis sie frei sind. Die Leute hier sind alle freundlich und äußerst hilfsbereit. Nervig sind die vielen No-Zeems (winzig kleine, fliegende und wie verrückt beißende Sandflöhe) die hier aus dem umgebenden Marschland über uns herfallen.

KYLA wird gründlich „aufgehübscht“. Das alte Antifouling wird angeschliffen und erhält 2 neue Lagen. Die No-Zeems sind ganz wild auf das schwarze Zeug und werden zwangsläufig zu tausenden mit eingearbeitet. Propeller und Rumpf werden poliert, Lot und Logge getauscht.
Der Dieseltank wird untersucht. Schabeproben vom Boden und den Wänden ergeben aber keinerlei Hinweise auf Dieselpest. Alles ist blitzsauber. Was wir da vor ein paar Tagen am Ansaugstutzen gefunden haben, muss etwas anderes gewesen sein – Gott sei Dank. Eine Tankreinigung wäre eine aufwendige und teure Angelegenheit.
Der neue Kurscomputer, den wir seit 1,5 Jahren spazieren fahren, wird installiert und tausend Kleinigkeiten abgearbeitet. Abends fallen wir dann todmüde in die Kojen.

KYLA’s neue Kleider:
Sprayhood, Bimini und Seitenteile, die wir vor schon vor 3 Monaten bestellt haben, sind leider immer noch nicht ganz fertig. Die Firma „Topstitch“ sichert zwar eine Lieferung innerhalb von 6-8 Wochen zu und kassiert dafür die Hälfte der Rechnung sofort bei der Bestellung, lässt sich dann aber viel Zeit. Wir rufen jetzt öfter an um Druck zu machen. Was bis zu unserem Abflugtermin nicht fertig ist, wird nicht mehr angenommen oder bezahlt! Mal sehen ob das hilft.

Bei derAbfahrt von der Werft ist es sehr neblig – Sichtweite so 50-100m! Das macht uns die Kurverei durch die Untiefen des North-River auch nicht einfacher. Leider bleibt es den ganzen Tag so neblig. Mit Hilfe von Radar und AIS fühlen wir uns aber sicher. Erst bei der Einfahrt in die Brunswick Marina klart es auf. Da sind wir nun wieder am „alten“ Liegeplatz und bereiten uns/KYLA für unseren Heimflug am 14.12. vor.

Morgen sollen endlich alle Teile für unser Bimini/Sprayhood/Kuchenbude kommen. Wir sind gespannt.