Die Pest an Bord, Aufbruch und Wassertaufe…

Seit letzter Woche sind wir beide kräftig erkältet. Deshalb der Teil-Titel „die Pest an Bord“. Zuerst war es nur Margit die dann (natürlich) auch Jo angesteckt hat. Mit den richtigen Pillen sind wir jetzt aber auf dem Weg der Besserung.
Die Marina in Brunswick leert sich von Tag zu Tag mehr. Der Steg hinter uns ist schon völlig verlassen. Alle sind auf dem Weg in den warmen Süden. So machen wir es auch.
Pünktlich einen Tag vor unserer Abfahrt fällt Jo (natürlich) die gerade erst reparierte Krone eines Backenzahnes wieder ab. Nun, der Zahnarzt in Brunswick (Dr. Wommack – sehr empfehlenswert) ist ganz begeistert von unserer Reise. Er war schon in Deutschland (welcher Amerikaner war da eigentlich noch nicht?), hat dort auch Köln besucht und sogar den Dom bestiegen. Seine Einladung zum Abendessen müssen wir aber leider verschieben.

Am Nachmittag desselben Tages versuchen wir unseren Autopiloten neu zu kalibrieren. Der aufmerksame Leser des Blogs weiss, dass der uns beim Besuch der Werft in St. Marys im Stich gelassen hatte. Alle Versuche schlagen aber fehl. Also klemmen wir noch schnell den Reserve- Autopilot an. Der schafft es zumindest einen Kurs zu halten auch wenn die Anzeige behauptet wir fahren nach Westen obwohl wir tatsächlich nach Süden fahren. Ein Geheimnis der Elektronik das wir noch lösen werden.
Am Morgen der Abfahrt springt die Dieselheizung nicht mehr an (natürlich). Am Abend geht sie plötzlich wieder. Gut das wir das nochmal probiert haben, bevor Jo das Ding zur Reinigung auseinander nimmt.

Den gestrigen Sonntag verbringen wir vor Anker in Fernandina Beach weil es aus Süden bläst und kräftig regnet. Unter unserem Cockpitzelt (Kuchenbude) sitzen wir aber im Trockenen und windgeschützt. Die Nähte lecken, wie von der Firma Topstitch versprochen, immer weniger und man kann sagen, die Wassertaufe ist bestanden. Auch auf See ist das Cockpitzelt ein wahrer Segen. Bisher sind wir sehr zufrieden.

Jetzt liegen wir in St. Augustine/Florida an einer Boje und wollen morgen früh weiter nach Süden.