Bahamas – Eleuthera…

Von „Marsh Harbour“ starten wir, am späten Nachmittag, die Nachtfahrt nach „Eleuthera“. Das ist der nächste Teil der Bahamas.

Nach Ausfahrt durch den „Man-O-War Channel“ in den Atlantik gibt es wieder mal richtig Wellen und -natürlich- Wind von vorn. Erst nach 2 Stunden können wir unseren Kurs so ändern das wir Segel setzten können. Kurz nach Sonnenaufgang erreichen wir „Royal Island Harbour“ und gönnen uns das übliche Nachtfahrt-Frühstück. Die Bucht ist ruhig und nur von 3 anderen Booten besucht.

Heute Morgen sind wir durch den berühmt-berüchtigten „Current Cut“ gefahren. Das ist eine sehr schmale Durchfahrt (ca. 50m breit) in die Bucht von Eleuthera. Je nach Wind und Gezeiten können hier schon mal Strömungen von bis zu 10 Knoten herrschen. Wir passen die Tide aber so ab, dass wir kurz vor Hochwassser mit knapp einem Knoten Gegenströmung passieren. Der „Cut“ selber ist wegen der starken Strömungen sehr tief aber dahinter kommen noch ein paar flache Stellen mit etwas mehr als 2 m Tiefe (bei Ebbe). Dank Hochwasser und dem Ausguck von Margit am Bug kommen wir aber auch da sicher durch.

Jetzt liegen wir für eine Nacht im „Hatchet Harbour“ an einer Boje. Dessen Einfahrt ist noch um einiges schmäler – nur 27m Breit – als der „Current Cut“
Der zugehörige Ort „Alice Town“ macht, wie viele Orte hier, einen arg heruntergekommenen Eindruck. Obwohl Tourismus die einzig nachhaltige Einkommensquelle auf den Bahamas ist, gibt man sich an vielen Orten nicht wirklich Mühe dieses Geschäft auszubauen. Wir fragen uns an solchen Orten oft wovon die Leute eigentlich leben. Moderne Autos gibt es jedenfalls genug und Autowracks in den Straßen und Gärten noch mehr.

Navigatorisch stellen die Bahamas für uns schon eine Herausforderung dar. Es ist generell sehr flach und oft stehen starke Strömungen. Wir nutzen die Karten in unserem Plotter, dazu die amerikanischen Explorer Chartbooks und die deutschen NV-Karten. Manchmal stimmen die einen oder anderen mit der Realität eher überein, aber wann das so ist, stellt sich immer erst im Nachhinein heraus. Wir rechnen an manchen Stellen schon aus wann die Gezeiten uns mit +/- 10cm (!!!) Tiefe unter dem Kiel eine Passage erlauben. Jo ist deswegen bei allen Fahrten äußerst wachsam und steht gelegentlich auch unter Hochspannung. Ein Boot mit einem halben Meter weniger Tiefgang oder ein Katamaran wären für dieses Revier eher geeignet als unsere KYLA. Aber wir fahren trotzdem weiter.

Ein Gedanke zu “Bahamas – Eleuthera…

  1. Hallo Ihr Weltenbummler,

    ne, wat nen Stress……mit dem Kielwasser…….
    Wat bin ich froh, dass ich mit dem Womo dat nit hab…..ich gucke immer nach dem Reifendruck…..also einmal im Jahr und tanke V-Power, sobald es die Tankuhr befiehlt …..

    Liebe Grüße
    Andrea und Kalle

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