Bahamas Exumas…

Das ist eine Kette von kleinen und kleinsten Inseln in der Mitte der Bahamas Gruppe.

Von Osten durch den Exuma Sound kommend, fährt man durch schmale Riffpassagen – die sogenannten „Cuts“ – in die dahiner liegenden, geschützten und flachen Bereiche. Die Cuts sind je nach Wind und Tide wegen der starken Strömungen manchmal recht tückisch bis gefährlich. Zum Einstieg, und weil wir schließlich möglichst viel der Inselkette „abfahren“ wollen, nutzen wir als Zufahrt den breiten und tiefen „Ship Channel“ ganz im Norden.
Die 1. Nacht ankern wir im ruhigen Wasser hinter der „Ship Channel Cay“. Dann geht es weiter nach „Allens Cay“. Hier findet man Iguanas, eine Art Leguane, die recht zutraulich (eigentlich sind sie nur verfressen) sind.

Da die Entfernungen zwischen den Cay’s klein sind, fahren wir noch am gleichen Tag weiter bis „Shroud Cay“. Mit dem Dingi erkunden wir am nächsten Morgen den nördlichen Kanal durch die Mangroven bis an die Exuma-Sound Küste.

Weil wir die MORA endlich einholen wollen, lassen wir einige Cay’s aus und besuchen als nächstes „Warderick Wells“. Auch hier müssen wir tiefgangsbedingt wieder weit vor der Küste ankern. Die vorhandenen Moorings sind entweder alle belegt oder im zu flachen Wasser. Da der Wind wie vorhergesagt erheblich stärker geworden ist, steht ca. 1m Welle in der Ankerbucht. Jetzt mit dem Dingi an Land zu kommen ist eine ganz nasse Angelegeheit. Aber am zweiten Tag springen wir ins Badezeug und fahren los. Nach etlichen Salzwasserduschen kommen wir in die Windabdeckung der Insel und dürfen für 10 USD/Person (die Insel gehört zu einem der Naturschutzgebiete in den Bahamas) an Land gehen. Ziel ist der „Boo Boo Hill“. Ein in den Bahamas berühmter Hügel von dem aus man nicht nur einen phantastischen Rundblick über die Insel hat, sondern auf dem viele Yachten auch ein kleines Geschenk an Neptun hinterlassen. Auf dem Hügel finden sich unzählige Schilder oder andere Präsente an die Meeresgötter. Manche davon sind richtige Kunstwerke. Nun, wir sind künstlerisch ja nicht so begabt -wer unser Logo im Hafen von Teneriffa gesehen hat, weiss das- und unser „Schild“ fällt recht bescheiden aus, kommt aber von Herzen. Zusätzlich schleppt Jo vom Strand noch ein altes, richtig schweres, Korallenstück auf den Hügel. Dieses „Opfer“ sollte für ein paar Wochen gutes Wetter reichen – hoffen wir.

Letzten Donnerstag haben wir dann endlich „Big Majors Spot“, eine Insel vor dem besser bekannten „Staniels Cay“, erreicht und ankern jetzt direkt neben der MORA. Ralph und Moni warten hier schon seit ein paar Tagen auf uns. Beate von der BALU spendiert einen selbstgemachten Apfelkuchen (sehr lecker) und zusammen mit Herwig und Heike von der WORLDDANCER veranstalten wir ein deutsches Kaffeekränzchen. Wir fühlen uns gleich wie zu Hause.


„Big Majors Spot“ ist die Insel die mancher Leser aus dem TV wegen der schwimmenden Schweine kennt. Die gibt es tatsächlich. Sie sind ebenso verfressen wie die Leguane auf „Allens Cay“ und schwimmen raus zu Booten die nahe genug am Ufer sind um sich füttern zu lassen.
Wer mit fressbarem an den Strand geht, hat Mühe sich des Andrangs der Meute zu erwehren.
Jo muss unwillkürlich an Spanferkel oder frische Schnitzel denken. Aber die Schweine haben alle Marken und Namen. Sollte eines fehlen, gibt es sicher Ärger mit dem Besitzer. So bleibt es also vorerst bei Verpflegung aus unserem Kühlschrank.

Dafür können wir das erstemal seit drei Wochen im Ort auf der Nachbarinsel „Staniel Cay“, Wäsche waschen und ein paar frische Sachen kaufen. Die Preise sind wie überall hier enorm. Beispiel: 1 Tomate kostet 1,75 USD!
Der Weg zur Wäscherei und zum Laden ist mit dem Dingi wieder sehr weit und sehr nass. Aber mit Badzeug und gut verpackter Wäsche/Einkäufen geht es schon.


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