St. Lucia…

liegt zwar nur 24 nm südlich von Martinique aber die Überfahrt hat es in sich. Die 20 kn angesagter Wind sind in Wirklichkeit Böen zwischen 15 und >30 kn im 30 Sekundentakt. Die Wellen werden dabei richtig aufgeschaukelt und erreichen locker 3-4m die von der Seite auf uns einprügeln. Wir sind sowieso mies daruf weil der 11.04. aus familiären Gründen für uns ein Trauertag ist.
Nun, nach 4 Stunden erreichen wir „Rodney Bay“ auf St. Lucia. Eine große, touristisch voll erschlossene, Bucht mit ruhigem Wasser und viel Platz zum Ankern. Die Böen mit >30 kn halten allerdings noch 2 Tage an bevor der Wind sich beruhigt.
Es gibt eine sehr geschützte Lagune mit schicker Marina wo man auch einklarieren kann. Eine Legende besagt, dass die Engländer im letzten Jahrhundert in der Lagune eine ganze Flotte vor den Franzosen versteckt haben, indem sie die Masten der Schiffe mit Palmwedeln tarnten. Heut ginge das nicht mehr. Die meisten Palmen zwischen Lagune und Strand mussten Hotelbauten weichen.
Trotz Tourismus sind die Preise erstaunlich niegrig. Eine Marina-Nacht für KYLA würde 38 Euro kosten. Das ist für karibische Verhältnisse ein Hammerpreis zumal die Marina auch als Hurrikan-sicher gilt. Lokales „Piton“-Bier (sehr lecker) gibt es für 1,80 Euro.
Wir bleiben vor Anker und besichtigen „Pigeon Island“. Das ist eine Halbinsel am Nordende der Bucht. Auf einem der beiden Gipfel gibt es ein altes englisches Fort zu besichtigten, der andere Gipfel ist unbebaut. Wegen des starken Windes macht der Aufstieg richtig Spass – wir schwitzen kaum!
Die Ausblicke von oben sind wieder einmal grandios.

Den Hafen von „Castries“, der Hauptstadt von St. Lucia, laufen wir nur ganz kurz an. Wir würden direkt neben einer Hauptverkehrsstrasse liegen und auch sonst reizt uns hier nichts besonders.
Also weiter nach „Marigot Bay“. Eine sehr bekannte und deshalb auch gut besuchte Bucht. Der Film „Dr. Doolittle“ (ihr wisst schon: der, der mit den Tieren spricht) wurde hier gedreht. Es gibt eine Marina, ein paar Hotelanlagen, Bars – selbstverständlich auch die „Doolittle Bar“ – und einen hübschen kleinen Palmenstrand. Weil die Bucht sehr klein ist, liegen, die Boote an Bojen. Zum Ankern ist im Buchtinneren kaum Platz. Nachdem wir uns alles angesehen und ein paar Drinks genossen haben – die Preise schnellen hier wieder deutlich nach oben – ziehen wir weiter nach „Soufriere“.

Ein kleiner Ort der seine Bekanntheit aus den weltberühmten „Pitons“ ableitet. Das sind die zwei von vielen Postkarten bekannten steilen Zwillings-Vulkankegel. Aus der Nähe sind sie auch wirklich eindrucksvoll. Zwischen den Pitons gibt es eine malerische Bucht mit den üblichen Hotelanlagen und Stränden. Man braucht angeblich eine Genehmigung um hier an den Bojen zu liegen. Die haben wir auch, aber Kontrolliert hat das keiner, obwohl die Parkranger (der ganze Bereich von „Marigot Bay“ bis kurz hinter den Pitons ist Naturschutzgebiet) jeden Tag die Bojengebühr kassieren kommen. Wegen ihrer schieren Größe verursachen die Pitons enorme Fallböen die mit manchmal weit über 40 Knoten von den steilen Flanken durch die Bucht fegen. Die Bojen sind aber dafür ausgelegt.
Am nächsten Tag fahren wir nochmal die 1nm zurück nach Soufriere, besichtigen den Ort und machen eine Taxi-Rundfahrt zu den 4 bekanntesten Attraktionen in der Umgebung.
Das sind zunächst die Wasserfälle von „Toraille“ (Kaltwasser). Da gerade ein Kreuzfahrtschiff in Castries liegt, sind die aber so überlaufen, dass man das Wasser kaum noch sehen kann.
Der Botanische Garten ist ganz hübsch und hat auch einen kleinen Wasserfall.
Am Krater des immer noch aktiven Vulkans (echte Lava sieht man aber nicht) kann man ein Schwefel-Schlammbad nehmen (wir verzichten) oder man bekommt von einem persönlichen Führer alles Interessante/Wissenwerte gezeigt (das machen wir).
Schließlich geht es zu einem ziemlich versteckt liegenden Wasserfall am Fuße der Pitons. Hier sind wir ganz alleine und Jo nimmt schnell ein Bad im vom Vulkan aufgheizten Wasser.

Schließlich geht es weiter nach St. Vincent.

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