Grenada…

Wir ankern zunächst in der „Beausejour Bay“ und besuchen am nächsten Tag „Moliniere Point“ um dort, direkt vom Boot aus, zu schnorcheln. Wir finden endlich mal ordentlich Fische und ein Riff das nicht völlig tot aussieht. Am Grund der Bucht hat ein Künstler zahlreiche Skulpturen installiert. Sehr schön!

Zwei Meilen weiter ist St. George’s, die Hauptstadt von Grenada. Wir sehen uns alles an und fahren mit den preiswerten Bussen (wie in Carriacou) zum Einkaufen in die „Spiceland Mall“. Hier gibt es alles was man braucht. Insbesondere die Digicel-Filliale ist lobend zu erwähnen. Zwar kann man auch hier unsere Travel Pack’s aus Martinique nicht aufladen (obwohl die ja auch von Digicel sind), aber wir werden ausführlich beraten und erhalten für 28 Euro neue SIM Karten mit 9 GigaByte(!) Datenvolumen. Daran könnten sich die Franzosen ruhig ein Beispiel nehmen.

Dann geht es weiter zur „Prickly Bay“. Die liegt im Süden von Grenada und wir müssen ca. 2 nm direkt gegen den Wind fahren. Der bläst seit Monaten mit 15-30 kn aus Osten und entsprechend Welle hat sich, besonders über den vorgelagerten Untiefen, aufgebaut. In die Bucht steht leichter Schwell obwohl wir recht weit Innen ankern, und über die umgebenden Hügel fegen kräftige Fallböen. Gemütlich ist das nicht.
Aber am Ende der Bucht ist die örtliche „Budget Marine“-Niederlassung in der wir ein paar fehlende Seekarten für den Weg nach Bonaire/Curacao kaufen können.
Schließlich verholen wir in die „Phare Bleu Marina“ zwei Buchten weiter nach Osten. Eine hübsche kleine Anlage mit angeschlossenem Resort dessen Einrichtungen wir mitbenutzen dürfen. Das Internet ist rasend schnell, so dass wir problemlos unzählige Segelvideos für die weitere Reiseplanung direkt im Netz ansehen können. Das hatten wir schon lange nicht mehr.
Allerdings steht auch hier immer leichter Schwell in die Bucht den man an den Stegen – trotz der schwimmend vorgelagerten Wellenbrecher – deutlich spürt.
Gäste gibt es im Resort zur Zeit anscheinend keine und auch die Marina ist fast leer. So ist der 2x wöchentlich zum Einkaufen fahrende Bus (zur Spiceland Mall/Budget Marine – alles im Preis enthalten) lediglich mit ein paar Seglern belegt.

Wir hatten uns extra für Phare Bleu entschieden, weil dort – laut Handbuch – die Firma „Palmtree Marine“, die unseren Kühlschrank kontrollieren/reparieren könnte, ihren Sitz hat. Leider ist die Info veraltet. Die Firma sitzt jetzt nebenan in der „Clarks Court Bay“. Wir kontaktieren sie und gestern ist tatsächlich jemand vorbei gekommen und hat unseren Kühlschrank wieder auf Vordermann gebracht (Kühlmittel aufgefüllt).
Jetzt sind wir dabei eine Inselrundfahrt zu organisieren. Davon mehr im nächsten Beitrag.