Curacao…

ist ein kleines bisschen grüner als Bonaire. Wir liegen in der „Seru Boca Marina“ die zum „Santa Barbara Plantation Resort“ gehört. Das Resort ist eine riesige Anlage mit 2000 Hektar Fläche. Es gibt neben 2 Marinas noch Hotels, Wohnungen, Bungalows, Golfplatz und einen schönen Strand. Überall stehen Kameras zur Überwachung des Geländes. Das müssen Hunderte sein. Den Strand dürfen wir zwar benutzten, aber es sind ca. 45 Minuten Fußmarsch bis dahin. Bei der feuchten Hitze eine Herausforderung die wir noch nicht angenommen haben.
Die Marina selbst liegt sehr geschützt in der Bucht „Spanish Waters“ und Curacao liegt offiziell ausserhalb der Hurrikan-Zone. Wir liegen also sicher.
Leider wird hinter dem Berg östlich der Marina Fels abgebaut und so ist die Luft auch hier staubig. Es ist aber viel weniger als in Bonaire und der Staub ist ganz hell.
Wir brauchen volle 3 Tage und Unmengen von Wasser um KYLA vom dunklen Staub aus Bonaire zu reinigen. Ohne Hochdruckreiniger wären wir wahrscheinlich immer noch dran. Trotz des teilweise recht kräftigen Windes, macht uns die Hitze fertig, und ohne unsere Klimaanlage, die wenigstens KYLA’s Inneres ein wenig abkühlt, lägen wir längst mit Hitzschlag im Koma.

Jetzt ist aber alles reisefertig. Die Koffer sind gepackt und morgen Vormittag geht es zum Flughafen. Freitagmorgen landen wir in Amsterdam und fahren mit dem Zug nach Hause.
Da bleiben wir dann die nächsten 3 Monate. In dieser Zeit wird es wohl keine Blogeinträge geben.
Bleibt uns trotzdem treu, denn ab ca. Mitte September erkunden wir zunächst Curacao und segeln dann, etwa Ende Oktober, nach Mittelamerika.
Dort locken: Kolumbien, San Blas Inseln, Panama, Costa Rica, Guatemala, Belitze usw. usw. Wenn es sich ergibt, möchten wir auch gerne einen Teil Südamerikas besuchen.
Schaun mer mal…

Bonaire…

erreichen wir nach 414 nm in 69 Stunden reiner Segelzeit (ohne den Stopp in den Los Roques). Hier kann man an preisgünstigen Bojen direkt vor dem Hauptort „Kralendijk“ liegen. Da der Beginn der Hurrikan-Saison vor der Tür steht und quasi alle Boote auf dem Weg in ein sicheres Gebiet sind, rechneten wir mit einem voll belegten Mooringfeld und legen unsere Ankunft auf den frühen Morgen wenn andere Boote schon nach Curacao auslaufen. Und tatsächlich werden, gerade als wir ankommen, 2 Mooringbojen frei. In den kommenden Tagen werden wir erleben, wie einige Boote direkt weiter nach Curacao fahren müssen, weil weder Mooringbojen noch Marinaplätze frei sind. Leider gibt es keine vernünftigen Dingi-Docks vor dem Ort und so ist das „an Land gehen“ immer etwas aufwendig.
Bonaire gehört, wie auch Curacao und Aruba, zu den Niederlanden und tatsächlich ist der holländische Einfluss unverkennbar.

Die Insel ist sehr flach und trocken. Der ständig wehende, starke Ostwind weht Staub vom Inselinneren über die Leeküste. KYLA sieht nach einer Woche wie ein „Wüstenschiff“ aus. Da die Luken wegen der Hitze offen sind (sein müssen), wird auch Innen alles staubig. Das wird in Curacao eine elende Putzerei werden.
Rund um die Insel ist das Ankern bis in Tiefen von 60m verboten um die Saumriffe zu schützen und so zählen die Riffe um Bonaire angeblich zu den 3 besten Tauchspots der Welt.
Wir springen zum Tauchen direkt vom Boot ins Wasser und finden:
Es ist ganz gut, aber als einen der besten Tauchspots der Welt würden wir es nicht bezeichnen. Es gibt keine Großfische wie Rochen, Manta, Hai, Napoleon usw. und die Riffe sind streckenweise schon recht abgestorben.

Rund um die Insel gibt es ca. 90 Tauchplätze bei denen man für ein paar Stunden an Bojen festmachen kann. Leider hat Jo sich am 4. Tag unseres Aufenthaltes eine kräftige Erkältung eingefangen und von da an ist das Tauchen erstmal gestrichen bis die Pillen von Margit helfen.
Am kommenden Mittwoch werden wir weiter nach Curacao segeln und KYLA dort für 3 Monate Heimaturlaub „parken“. Mal sehen, ob wir bis dahin doch noch ein paar Tauchgänge schaffen.