Kolumbien – Bogota…unter Wolken…

damit sind keine Wetterwolken gemeint. Ein Krankheitsfall zu Hause macht uns Sorgen. Drückt uns die Daumen, dass alles gut ausgeht. Wir haben jedenfalls wieder Kerzen in einigen der Kirchen in der Stadt gespendet und hoffen auf das Beste.

Die Fahrt nach Bogota war ja aus logistischen Gründen eine Nachtfahrt von der wir einen großen Teil verschlafen haben. Das war auch besser so, denn die Stadt liegt auf 2640m Höhe und von Salento geht es, mehr oder weniger, ständig bergauf. Hunderte von LKW sind unterwegs nach Bogota und kriechen die Steigungen hoch. Unser Durchschnittstempo in den ersten 3 Stunden 25km/h (der Bus hat eine Geschwindigkeitsanzeige für die Fahrgäste). Obwohl die Strecke wieder enorm kurvenreich ist, haben die Fahrer keinerlei Probleme im Dunkeln, direkt vor uneinsehbaren Kurven, im Schneckentempo die LKW zu überholen. Gegenverkehr wird gnadenlos ausgebremst. Mit offenen Augen hätten wir sicher Todesängste ausgestanden.
Im Hotel, direkt am Stadtzentrum, kommen wir sehr früh morgens an, können aber trotzdem schon Einchecken. Das beste Zimmer erhalten wir so natürlich nicht. Aber nur zum Übernachten reicht es völlig.
Nach einer kurzen Ruhepause geht es gleich in die Stadt. Wir hatten ja in St. Vincent unsere etwas zu kleinen Wanderschuhe als Trinkgeld abgegeben und wollten eigentlich schon in Medellin im dortigen „Decathlon“ – das ist quasi der Aldi für Sportbedarf (kennen wir aus Spanien und Portugal) – neue kaufen. Leider war der noch nicht eröffnet. Der in Bogota ist offen, und wegen der unschlagbaren Preise wird unser Einkauf dann doch etwas größer als geplant. Jetzt sind wir wandertechnisch auf dem neusten Stand. Decathlon Filialen gibt es neuerdings auch in Deutschland – ein Besuch lohnt sich.
Der zweite Tag führt uns, wieder früh morgens, zur Kabelbahn auf den Montserrat. Das ist ein Berg oberhalb von Bogota mit Aussichtspunkten auf 3200m Höhe. Das Wetter ist herrlich und man kann die ganze Hochebene von Bogota überblicken. Weil es Samstag ist, strömen Scharen von Einheimischen auf den Berg. Viele nehmen die 1500 Stufen lange Treppe und machen oben angekommen dann noch Fitnessübungen. Die sind die Höhe ja auch gewohnt. Wir Wandern ein bisschen herum und geniessen die Aussicht. Auf dem Berg gibt es auch eine Kirche und pünktlich zur 10:00 Uhr Messe nehmen wir die Kabelbahn zurück in die Stadt. Das verkürzt die Wartezeit bis zur Abfahrt enorm.

Bogota hat, so wie Medellin, ein städtisches Transportsystem, hier heisst es „TransMilenio“. Das sind riesige Gelenkbusse die zu niedrigen Preisen auf eigenen Spuren quer durch die ganze Stadt brausen. Wir haben es nicht genutzt weil alle unsere Ziele entweder sehr günstig und leicht mit dem Taxi oder zu Fuss erreichbar waren.
Das Stadtzentrum liegt rund um die Plaza Bolivar von der aus wir die angrenzenden Viertel erforschen. Dazu gehört auch eine Fahrt in den 48. Stock des „Torre Colpatria“, mit 196m dass höchste Gebäude in Kolumbien. Auf der Aussichtsplatform stehen mehr Wachleute als das Geländer Gitterstäbe hat, damit man ja nicht zu nahe an die Absperrung geht oder Gegenstände nach Aussen hält. Das macht es nicht gerade leicht vernünftige Fotos zu schiessen aber Sicherheit geht vor und die Aussicht ist trotzdem toll.

An Wochenenden wird die Innenstadt für Autos gesperrt und tausende von Händlern verkaufen absolut alles was sich irgenwie auf die Strasse tragen lässt. Ein gewaltiges Gewimmel vom Menschen, Händlern, Strassenkünstlern, Restaurants, Kneipen und Shops.


Nach dem Besuch des „Museo del Ore“ (das Gold Museum) – sehr interessant, aber ziemlich voll – wollen wir die gegenüberliegende Kirche „Iglesia de Francisco“, die wegen ihres vergoldeten Interieurs bekannt ist, besuchen. Die Öffnungszeiten im Reiseführer stimmen leider nicht mehr, es gibt keine Hinweise wann man denn hinein kann und nach dem 4. Versuch im Stundenabstand geben wir auf.

Heute sind wir dann nochmal durch die Innenstadt geschlendert und tatsächlich hatte die Kirche geöffnet. Da gerade eine Messe gelesen wurde gibt es aber keine Fotos.
Morgen geht es schon um 5:00 Uhr zum Flughafen und direkt nach Cusco in Peru. Das heilige Tal der Inkas, Machu Picchu, Titicacasee und der Canyon de Colca stehen auf unserer Liste.

Ein Gedanke zu “Kolumbien – Bogota…unter Wolken…

  1. Ihr Lieben wir denken an euch, gerade wegen dem Krankheitsfall, und hoffen, dass die Medzin helfen kann
    Ganz liebe Grüße aus Kölle

    wir lieben euere Reiseberichte , die Bilder und freuen uns , so auf euere Reise mitgenommen zu werden !

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