Peru – das heilige Tal der Inkas…

erstreckt sich von Cuzco aus nach Osten und bietet eine Menge Sehenswertes.
Leider kann man die Attraktionen nicht einzeln besuchen weil man ein Touristenticket kaufen muss welches immer mehrere Ziele umfasst.
Wir entscheiden uns für das „4 Ziele Ticket“ (18,-€/Person) und buchen eine Tagestour inkl. Englisch sprechendem Guide für umgerechnet 7,-€/Person. Dafür werden wir von Morgens 8:00 Uhr bis Abends 21:00 Uhr in einem komfortablen Bus zu folgenden Plätzen gebracht:
Pisac
ist bekannt für seine Ruinen und den traditionellen Markt. Entsprechend voll ist es überall.
Margit hat, trotz neuem Wanderstock, noch Probleme mit dem Knie und Jo ersteigt alleine die Ruinen. Sehr interessant – fast ein bisschen so wie Machu Picchu. Wir schlendern noch durch ein paar Marktgassen und fahren weiter.

Urubamba
liegt direkt am gleichnamigen Fluss der durch das Tal fliesst. Hier stoppen wir nur zum Mittagessen. Das ist zwar nicht im Preis enthalten aber für 5,-€ gibt es ein gutes Buffet mit einheimischer Küche. Im Ort zu sehen gibt es nicht viel, aber die links und rechts des Tales aufragenden Berge sind beeindruckend.

Ollantaytambo
Auch hier wieder Ruinen aus der Inka Zeit. Ein Inka-General war in Ungnade gefallen weil er mit der Tochter des Inka Herrschers eine Affäre hatte. Er musste sich zwangsweise hierher zurück ziehen und hat kurzerhand den Ort gegründet. Die 450 Stufen zum Gipfel der Ruinen sind kein Problem. Es ist so voll, dass man eh nur im Schneckentempo nach oben kommt.

Chinchero
hat als Hauptattraktion die älteste Kirche im heiligen Tal und ist besonders für seine Textilmärkte bekannt.
Weil einige Gruppenmitglieder ein Problem mit Zeitvorgaben haben, kommen wir hier erst sehr spät – es ist schon dunkel – an. In Medellin und Bogota hatten die Tourguides für verbindliche Zeitvorgaben immer den Spruch „german minutes !!!“ (meint: exakt einhalten) parat. Das hat sich hier noch nicht so verbreitet.
Die Kirche ist sehr schön und wir erhalten von unserem Tourguide viele Informationen über die dortigen Kunstwerk in denen immer noch die Verbindung zwischen der ursprünglichen, von den Spaniern durch Zwangschristianisierung so gut wie ausgerotteten Naturreligion, und dem Christentum zu finden ist. Wie auch in anderen Kirchen, darf nicht fotografiert werden und wir finden das auch in Ordnung.
Cinchero liegt 3.900 m hoch. Wir waren zwar schon höher unterwegs, aber nur im Bus und die ca. 100 Stufen vom Busparkplatz zur Kirche bringen uns dann doch etwas ins Schnaufen.
In einem der Textilbetriebe wird uns noch gezeigt wie man hier traditionell Schafs-/Alpaka-Wolle von Hand spinnt und färbt.
Das beste an Cinchero war aber eigentlich die Fahrt dorthin. Das Wetter hatte schon am Nachmittag aufgeklart und die Fahrtroute führt uns so hoch hinauf, dass wir zum erstenmal die weiter weg um das Tal liegenden schneebedeckten Gipfel der gewaltigen Andenkette sehen können. Die müssen deutlich über 5000m hoch sein, denn Schnee gibt es hier erst ab dieser Höhe. Ein imposanter Anblick. Im Hellen wäre diese Fahrt sicher ein Höhepunkt gewesen. So gibt es nur ein paar unscharfe Fotos in der Dämmerung.

Gestern hatten wir schon Bustickets gekauft, durften uns im Hotel noch bis 18:00 Uhr von den Strapazen der letzen Tage erholen, und sind über Nacht weiter nach  „Arequipe“ der 2. größten Stadt in Peru gefahren. Von hier aus kommt man relativ einfach zum „Titicacasee“ und zum „Canyon del Colca“.