Kolumbien – wieder auf KYLA…

der Rückflug von Rio via Bogota nach Barranquilla startet mit 2 Stunden Verspätung. Es ist der einzige von ca. 200 Flügen der Verspätung hat. Trotz Zeitverschiebung (+3 Stunden) müssen wir beim Zwischenstopp in Bogota einen späteren Flug nehmen. Das reicht dann gerade so, um unser Mietauto in Barranquilla noch pünktlich abzuholen. Die Einreise nach Kolumbien per Flieger ist weniger kompliziert als angekündigt. Wir müssen unsere Gelbfieberimpfung beim Abflug in Rio nachweisen – kein Problem. Nach Rückflügen (in Kolumbien eigentlich gesetzlich vorgeschrieben) fragt uns keiner – auch in Kolumbien selber nicht. Wir fühlen uns von der Fluggesellschaft, die uns für den Flug von Kolumbien nach Peru noch ein Rückflugticket aufgezwungen hatte, kräftig verar… – nie wieder AVIANCA! Der Immigrations Angestellte in Kolumbien fragt uns, ob wir ein Visum haben – brauchen EU Bürger aber nicht. Eigentlich sollte man annehmen, dass die Einreisebehörden in einem internationalen Flughafen (das ist Bogota) wissen, welche Länder ein Visum benötigen und welche nicht. Ebenso nehmen wir an, dass Immigration dort wenigstens soviel Englisch spricht, dass man international Reisende nach dem warum, woher und wohin fragen kann. Nun, in Kolumbien ist das eben anders!?
Mit dem Mietauto geht es zurück zur Marina. Weil wir viel einkaufen wollen, ist ein Mietwagen deutlich billiger als mehrmals mit dem Taxi in die Stadt zu fahren. Wer echten Nervenkitzel unter Lebensgefahr am Steuer sucht, sollte unbedingt in Kolumbien, am besten quer durch eine große Stadt, Auto fahren. Das ist die Hölle. Es gibt keinerlei verlässliche Regeln, außer: wer am rücksichtslosesten drängelt, nötig, hupt, ausbremst, behindert, gefährdet, usw. kommt voran. Alle in Deutschland denkbaren Verkehrsdelikte müssen hier im Sekundentakt begangen werden, sonst ist man verloren. Jo gewöhnt sich recht schnell daran und kann die Einheimischen nach kurzer Zeit sogar übertreffen. Die besten Renn- und Ralleyfahrer kommen ja sowieso aus Deutschland.
In Barranquilla selber gibt es riesige Shopping Center. Wir bunkern für die nächsten 4 Wochen weil die Preise so niedrig sind. Das Einzige, was wir kurzfristig nicht bekommen, sind Ersatzpatronen für unseren Sodastreamer (um Sprudelwasser zu machen). Die müssten in Bogota bestellt werden und kommen erst nach 3 Tagen. Da sind wir dann aber schon weg.
In der Marina hat sich auch einiges getan. Man sieht immer öfter Menschen! Das Marina Restaurant ist geöffnet, es gibt Eiswürfel zu kaufen und ganz plötzlich steht da ein flammneuer 100 Tonnen Travellift. Zwei Boote sind auch schon an Land gesetz.
Wir wollen aber weiter und machen KYLA reisefertig. Heute haben wir ausklariert und werden morgen nach Panama segeln.