Panama – Adieu…

Wir warten bis 16.02.19 auf ein gutes Wetterfenster mit wenig Wellen. Die letzten Tage hatte es kräftig aus Nordost geblasen und bei 3-4 m Welle auf Halbwindkurs nach San Andres zu segeln muss nun wirklich nicht sein.

Margit berichtet:
Es gibt ja ein Sprichwort unter den Blauwasserseglern: “Segeln bedeutet sein Boot an den schönsten Orten der Welt zu reparieren“….. wie wahr. Wir waren echt fleißig die letzten Tage, haben viel geschafft und so manches abgearbeitet was schon länger auf unserer ToDo Liste stand. Wir waren nochmal einkaufen, was hier ja nicht so einfach ist. Eine Fahrt in den nächsten Ort Sabanitas mit den größeren Supermärkten dauert mal eben eine Stunde (und kostet entsprechend). Das haben wir dann aber auch richtig genutzt und auch unsere Rumbestände wieder aufgefüllt. Der ist hier sehr gut und günstig.
Auf dem Rückweg haben wir dann noch ein neues Brett als Gangway gekauft. Das alte stammte aus Dominca und war so in sich verdreht, dass es sich immer wieder aus der Halterung an Bord arbeitete. Da die Schreinerei kein passendes Brett auf Lager hatte wurde einfach eines aus einem riesigen Holzblock gesägt. Die Feinarbeiten hat der Skipper dann selbst gemacht und jetzt ist alles perfekt.

Beide Wassermacher laufen super und produzieren genug Trinkwasser.
Die Seitenfugen der Teakflächen im Cockpit wurden 2 Tage lang ausgekratzt und dann neu verfugt. Es ist nicht perfekt aber ganz gut geworden. Dafür gibt es jetzt aber auch keine schwarzen Streifen mehr auf Hosen und Polstern.


Um Aceton zum Entfetten der Fugen zu bekommen, fahren wir tatsächlich 2 mal quer durch ganz Panama. Der 4 Liter Kanister in Panama City war uns zunächst zu groß und zu teuer. Also versuchen wir was in Colon zu bekommen. Bei uns gibt es ja Aceton für wenig Geld in jedem Baumarkt. Hier aber nicht. Denn es ist einer der Grundstoffe zur Herstellung der Droge Methamphetamin (Meth). Schon in den USA musste der Geschäftsführer in einem großen Baumarkt den Kauf von mehr als 1 Liter Aceton extra freigeben. Wer größere Mengen Aceton kauft, macht sich automatisch als Drogenkoch verdächtig. Am Ende fahren wir wieder nach Panama City und nehmen den großen Kanister bevor wir gar nichts kriegen.
Der Motor bekommt einen Ölwechsel. Omar befreit unsere Unterwasserschiff und vor allem den Propeller vom Bewuchs. Jogi ersetzte alle Opferanoden durch neue. Alles zusammen für 90 USD.

Aus unserem alten Biministoff, den wir extra verwahrt hatten, näht Margit Cover für die Genuawinschen und den Aussenborder. Alle Edelstahlteile werden poliert und noch einige kleinere Verschönerungsarbeiten erledigt.

Zwei Tage vor den geplanten auslaufen lässt uns unser großer Kühlschrank im Stich.
Zu wenig Kühlmittel! Also warten wir jetzt bis Samstagnachmittag (eigentlich wollten wir Samstagmorgen schon los) auf Peter der das wieder in Ordnung bringen kann.

Panama hat uns sehr gut gefallen.Insbesondere natürlich die San Blas Inseln aber auch die etwas spartanische dafür aber sichere, ruhige und preiswerte Turtle Cay Marina. Falls wir nach einer langen Heimatpause nochmal transatlantik segeln, würden wir die Karibik auslassen und direkt Panama ansteuern.

 

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