Yaxha…

ist auch eine alte Maya-Ruinenstadt. Sie liegt ca. 60km von Flores entfernt aber eher in nordöstlicher Richtung. Der Bus braucht (wie nach Tikal) ca. 1,5 Stunden bis dahin.
Yaxha ist insgesamt erheblich gößer als Tikal aber nicht ganz so eindrucksvoll weil viele Tempel noch nicht ausgegraben wurden. Das hat hauptsächlich finanzielle Gründe. Alle Ruinen die ausgegraben und restauriert werden, müssen natürlich auch für die Besucher „erhalten“ werden. Das kostet jede Menge Geld. In Yaxha gibt es aber mindestens 500 „Tempel“. Da ist es einfacher und billiger die nicht ganz so imposanten Bauwerke unter der natürlichen „Schutzschicht“ aus Erde und Pflanzen zu lassen.
In seiner besten Zeit umfasste Yaxha ein Gebiet von etwa 1.200 km2 (Tikal 65 km2) und wurde, alle Trabantenstädte eingerechnet, von geschätzten 2 Millionen Menschen bewohnt.
Das konnte ja nicht allzu lange gut gehen. Nachdem die Resourcen (hauptsächlich Holz und fruchtbarer Boden) erschöpft waren, wurde der Siedlungsraum (genau wie Tikal) irgendwann aufgegeben. Ein Schicksal das nicht nur antike, sondern auch alle modernen Großstädte der Erde irgendwann ereilen wird.
Wir werden (alles vorher organisiert) um 12:00 Uhr in Flores in einen Bus gesetzt. Leider ist unser Reiseleiter spät dran und als er uns endlich „unseren“ Bus zeigt, ist der schon ziemlich voll. Wir kriegen nur noch Sitzplätze auf den Notsitzen. Das ist, bei dem was wir bezahlt haben, nicht akzeptabel und wir werden es ensprechend reklamieren.
Dafür ist der Guide in Yaxha selber wieder erstklassig. Neben jeder Menge Infos sorgt er auch dafür, dass wir früh genug auf dem „Tempel 216“ sind. Da dürfen nur 80 Personen raufklettern um den Sonnenuntergang zu beobachten. Weil wir früh dran sind, kriegen wir gute Plätze müssen aber auch eine ganze Stunde auf den Sonnenuntergang warten. Später wird es richtig voll und Jo kriegt Panikattacken wenn kleine Kinder 0,5m (!!!) vor der 50m hohen Kante in den Abgrund herumlaufen.
Fünf holländische Teenager in der Reihe vor uns plappern unermüdlich über ihre neuesten amourösen Abenteuer und interessieren sich keinen Deut für den Sonnenuntergang. Warum die überhaupt hier rauf geklettert sind, ist uns ein Rätsel.

Nach dem spektakulären Sonnenuntergang geht es so schnell wie möglich zurück zum Bus. Wir wollen die Rückfahrt nicht auch noch auf den Notsitzen verbringen und sind tatsächlich als Erste im Bus. Der Fahrer hat es, warum auch immer, sehr eilig und überholt ohne Rücksicht auf die Federung alle vor uns fahrenden Busse auf den ersten 10 km der zeimlich löchrigen Dschungelpiste.
Nach einem excellenten Abendessen in Flores geht es zurück ins Hotel.
Jetzt sind wir gerade im Bus unterwegs nach Rio Dulce. KYLA wartet.

Die nächsten Blogeinträge werden etwas dauern. Wir wollen am 21.04. den Rio verlassen und dann die ersten 100 nm hinter den Riffen von Belize nach Norden segeln bis es dort zu flach wird. Danach geht es nochmal ca. 250 nm durch die karibische See bis zu den „Islas Mujers“ in Mexico. Da wid es dann wieder Internet geben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.