von Frankreich bis Holland…

brauchen wir viel Zeit. Das Wetter hält uns immer wieder auf. Von „L’Aber Wrac’h“ fahren wir nach „Roscoff“ und direkt am nächsten Tag weiter bis „Lezardrieux“. Dort warten wir eine volle Woche auf ein brauchbares Wetterfenster (Wind <20kn, Wellen < 2m) um weiter nach Norden zu kommen.
Schließlich hat das Azorenhoch ein Einsehen und schickt einige Ableger nach Nordosten. Der Wind schläft praktisch ein, die Wellen werden kleiner und verschwinden schließlich fast ganz – Kaiserwetter! Unter Motor geht es in Tagesetappen, ganz früh Morgens mit möglichst günstiger Strömung, über Guernsey, Cherbourg, Fecamp, Boulogne Sur Mer und Oostende nach Breskens. Hatten wir vor 2 Wochen noch gedacht, dass wir niemals zum 01.09.19 (da beginnt unsere Liegeplatz-Reservierung) in der Roompot-Marina ankommen würden, liegen wir jetzt sogar deutlich vor der Zeit.
Von Breskens fahren wir durch den „Kanal durch Walcheren“ ins Versemeer wo wir 2 Tage ruhig ankern.
Am Freitag den 30.08.19 um 15:00 Uhr laufen wir Roompot-Marina ein und machen in unserer Box fest. Die große Reise ist damit offiziell beendet.
KYLA ist über die Toppen geflaggt. Das heißt, die Flaggen aller mit dem Boot direkt besuchten Länder (26) werden übereinander gehisst. Sieht schön bunt aus.
Wir sind erstmal froh „zu Hause“ zu sein und vor dem nächsten Frühjahr werden wir den Hafen wohl nicht mehr verlassen – Segelpause !

Der Abschlußbeitrag über die gesamte Reise wird ein wenig Zeit benötigen – aber er kommt noch.


die Biskaya bis Frankreich…

überqueren wir vom 02.-04.08.19 in einem günstigen Wetterfenster innerhalb von 57 Stunden.
Die Überfahrt wurde begleitet von sehr vielen Delphinen und wir sahen sogar eine kleine Herde von Schweinswalen. Diese Tour soll vorerst unsere letzte mit Nachtfahrt gewesen sein.
Kaum in Camaret sur Mer / Frankreich angekommen, sieht man schon das nächste, sehr kräftige, Tiefdruckgebiet über den Atlantik kommen. Es wird genau über die Bretagne hinwegziehen und uns dort Wind bis weit über 40kn bescheren.
Wir versorgen uns mit frischen Austern, Hummer und ein paar anderen Lebensmitteln. Das Preisniveau in Frankreich ist ein richtiger Schock. Im Vergleich zu Spanien kostet hier alles 2-3mal so viel. Franzosen müssen ein recht gutes Einkommen haben.
Die Schwimmstege in Camaret sehen nicht sehr stabil aus (mit Aluminium Scharnieren verbunden) also verlegen wir uns nach L’Aber Wrac’h (wir wissen nicht wie man das ausspricht) ca. 35 nm weiter nördlich. Hier liegen wir am massiven, äußerst stabilen Beton-Besuchersteiger und wollen warten bis das Tief durchgezogen ist.
Leider kommen dann alle 2-3 Tage neue Tief’s mit vergleichbar viel Wind. Weiter können wir von hier aus eigentlich immer nur mit den Tidenströmen fahren (also ungefahr 6 Stunden, das sind ca.30-50nm) da noch einige Engstellen und Kaps zu duchfahren/umrunden sind an denen die Strömung auch mal 6-8 Knoten erreicht. Das kostet alles Zeit und unsere Ankunft im „Heimathafen“ in Holland wird sich leider bis mindestens Ende August verzögern.

La Coruna 2…

begeistert uns immer wieder. Wir besuchen nochmal den Torre de Hercules weil bei unserem ersten Besuch vor fast 3 Jahren die oberste Aussichtsplattform wegen zu starkem Wind gesperrt war. Diesmal bieten sich phantastische Ausblicke über die Stadt und die Bucht. Auch die Strände rundherum sind einen Besuch wert.
Die Stadt hat ein Flair das uns ausgesprochen gut gefällt. In den alten Gassen genießen wir Tappas bis zum Abwinken und überhaupt ausgezeichenetes Essen zu äußerst günstigen Preisen. Der Supermarkt ist nur 5 Gehminuten entfernt und bietet alles worauf wir uns schon lange gefreut haben.
Das Wetter ist etwas wechselhaft aber überwiegend sonnig und die Temperaturen sind sehr angenehm. Nur morgens früh bei ca. 15°C im Boot, läuft schon mal der Heizlüfter für 1-2 Stunden.

Kurzum, wir erholen uns mal so richtig von den vorangegangenen Strapazen.
Trotzdem muss es irgendwann weiter gehen und ab morgen wollen wir ein 4 Tage Wetterfenster nutzen um möglichst „ruhig“ über die Biskaya zu kommen. Wir werden viel motoren, aber das haben wir extra so ausgewählt. Vom Hochseesegeln mit mehr als 20 kn Wind und 2-3m Wellen haben wir vorerst mal genug.
Also auf nach Frankreich.