in der Heimat…

ist es doch am schönsten – wenigstens im Moment!
Das klingt für viele Leser sicher befremdlich, aber wir waren in den letzten Wochen vor unserem Heimflug schon etwas reisemüde. Immer nur Sonne und Hitze kann auf Dauer ganz schön stressig werden. Irgendwann hat man mal genug Inseln, Palmen, Strände und türkisfarbenes Wasser gesehen.
Die Familie nach langer Zeit zu sehen, ist auch immer wieder ein emotionales Highlight. Gott sei Dank sind alle – altersgemäß – gesund und munter.

Nun sind wir schon 4 Wochen zu Hause, der Papierberg für die Bürokratie ist größtenteils abgearbeitet und die meisten Ersatzteile für KYLA sind schon da. Das Wetter ist warm, sonnig und trocken. So ist man nicht ständig verschwitzt. Nachts kühlt es deutlich ab, und alle täglichen Verrichtungen sind um Welten einfacher als auf einem Boot.
Wir haben jetzt noch 2 Monate Zeit bis zum Rückflug nach Curacao und können die „Heimatzeit“ mal richtig genießen.

Jo darf sein Motorrad – das hat 2 Jahre in Papa’s Gartenschuppen gestanden – ausmotten. Die Batterie rein, 3 mal den Anlasser gedrückt, und schon läuft es. Die erst Fahrt geht zum TÜV. Es gibt keinerlei Beanstandungen obwohl das Ding schon 28 Jahre alt ist. Vom TÜV geht direkt durch die herrliche Eifellandschaft zum Nürburgring – PHANTASTISCH.
Im übrigen verbringt er viel Zeit mit Elektronik- und Computerarbeiten für die Installation eines selbst zusammengestellten SmartHome-Systems mit dem wir unsere Wohnung via Internet von Überall auf der Welt vollständig kontrollieren/steuern können (bisher gab es nur eine Kameraüberwachung).
Margit bekommt noch ein neues Fahrrad und entlang der Erftauen geht es zum Italiener im Nachbarort. Seine Eiskreationen sind immer noch ungeschlagen.

Zusätzlich zum Fahrradfahren können wir nun auch wieder unser Gesundheitsprogramm von „Lifeplus“ starten. Das hatten wir nach, einem Tip von Freuden, in den UA ausprobiert. Und obwohl ausgerechnet Jo solchen Dingen sehr skeptisch gegenüber steht, hat es uns sehr, sehr gut getan. Ihr dürft euch also nicht wundern wenn wir auf Fotos wir immer jünger und schöner werden ;-).

Die nächsten Wochen werden wir ein paar Ausflüge machen und uns ggf. auch mal nach einem Liegeplatz in Holland umschauen falls wir im nächsten Jahr tatsächlich soweit nach Nordeuropa zurück fahren. Das Mittelmeer wäre auch noch eine Option.

Frohe Weihnachten…

frohe

Frohe Weihnachten…

guten

und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

 

Bleibt gesund, munter, glücklich und treue Blogleser.

Wie im letzten Jahr:
„In 20 Jahren wirst du eher die Dinge bereuen, die du nicht getan hast, als die Dinge, die du getan hast. Also mach die Leinen los. Verlass den sicheren Hafen. Fang den Passatwind mit deinen Segeln ein. Erforsche. Träume. Entdecke.
(Mark Twain, amerikanischer Schriftsteller).

Grüße von Herzen ❤ ❤ ❤
Margit & Joachim

Zu Hause…

sind wir jetzt fast eine Woche.
Wenn man Monate nicht daheim war, bleibt einiges liegen und wir sind voll damit beschäftigt alles abzuarbeiten. Der Postberg ist schon fast durch und die ersten Bestellungen für Ersatzteile/Zubehör treffen ein. Im Moment sind wir noch „voll im Stress“ und freuen uns auf die hoffentlich besinnlichen Weihnachtstage.
Bis dahin schwelgen wir schon mal in gutem deutschen Essen das wir seit langem vermisst haben, insbesondere das Brot.
Beim Rückflug in die USA am 18.01.18 (schönes Datum, oder?) werden wir wahrscheinlich einen Zuschlag wegen Übergewicht zahlen müssen.
Für das neue Jahr, so ungefähr ab Anfang Februar, freuen wir uns jetzt schon auf … siehe Bilder.

             Die schönste Art des Wartens ist die Vorfreude.

Mount Rushmore…

hat uns nicht so wirklich gefallen. Die Figuren sind viel kleiner als man sie auf vielen offiziellen Fotos darstellt. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass man sie nur von der Aussichtsterrasse aus sehen kann. Näher ran zu kommen ist ziemlich schwierig.
Eigentlich gehörte das Felsmassiv den Indianern – so wie das gesamte restliche Amerika auch – und gilt diesen als heilig. Den weissen Siedlern war das egal. Entgegen allen Verträgen die den Indianern wenigstens einige Gebiete ihrer ursprünglichen Heimat überließen (sog. Reservate), wurde ihnen im Jahr 1877 das Massiv, einschließlich zugehöriger, riesiger Reservatsgebiete einfach wieder abgenommen. Nicht etwa weil man dringendst neue Siedlungsgebiete benötigt hätte, nein, schlichtweg weil in den Bergen (den Black Hills) Gold gefunden wurde. Ein Hinweis dazu ist in der gesamten Anlage leider nicht zu finden.
Für uns hat das Ganze den Anschein, als hätten die Amerikaner mit dem Monument – ausgerechnet in einem Heiligtum der Indianer – ihre Überlegenheit über die Besiegten für alle Zeiten im wahrsten Sinne des Wortes „in Stein gemeißelt“. So geht man eigentlich nicht mit besiegten „Gegnern“ um.
Die viel gerühmte Freiheit und Gerechtigkeit die die USA ständig propagieren und in aller Welt verteidigen, notfalls auch gegen den Willen der Betroffenen und mit Waffengewalt, gilt für die Ureinwohner anscheinend nicht. Wäre ja auch noch schöner, wenn die Politik sich denn an Moral/Ethik oder gegebene Versprechen halten würde.

etwas Finsternis…

hatten wir am letzten Montag.
Da gab es bekanntlich über den USA eine Sonnenfinsternis.
Der Kernschatten zog an der Ostküste, also „unserer“ Seite, genau über das Städtchen Charlottesville, nur ca. 150 Meilen nördlich von uns.
Morgens war es noch stark bewölkt aber gegen mittag lockerte es auf und wir konnten die Sonne zeitweise gut sehen.
Die Marina hatte kostenlos Schutzbrillen verteilt und so war das Vorbeiwandern des Mondes vor der Sonnenscheibe sehr gut zu verfolgen. Bei vollständigr Bedeckung der Sonne wurde es ein wenig finster, aber nicht richtig dunkel. Das gibt es nur direkt im Kernschatten.
Mit Hilfe der Schutzbrillen vor den Linsen unserer Handys, gelangen uns sogar ein paar Fotos der Sonne mit dem Mond davor. Besonders sind sie nicht, aber sie lassen erahnen wie das ganze in Natura aussah.

Hurrikan „Harvey“ der sich letzte Woche über dem westlichen Golf von Mexico bis zur Kategorie 4 entwickelte (5 ist die höchste Stufe), hat sich beim Landfall in Texas zum Tropischen Sturm abgeschwächt. Trotzdem ist in Texas an vielen Stellen Land unter.


Harvey ist schon der 8. Hurrikan in dieser Saison und auf den Fotos sieht man sehr schön, warum es keine gute Idee ist, zu dieser Zeit in der Karibik zu sein.
Wir merken von Harvey selber nichts, haben aber wegen eines Tiefdruckgebietes vor der Küste von Florida und Georgia seit 2 Tagen etwas mehr Wind, viel Regen und deutlich kühlere Temperaturen.
Gestern Abend und Heute bewegt sich KYLA durch Windboen doch tatsächlich in ihrer Box. Das hatten wir seit Monaten nicht mehr. Skip ist ob der ungewohnten Wackelei, drauf und dran, das Tragen von Rettungswesten in der Kombüse zu befehlen. Margit versorgt ihn aber mit Rum und er vergisst das wieder.

Einmal pro Woche besuchen wir die Happy Hour im Yachtclub. Ihr erinnert Euch: jeden Tag gibt es rund um die Uhr Freibier und 3x/Woche Frei-Wein. Das halten wir aber nur durch, wenn wir unsere Besuche dort einschränken. Man ist halt keine 20 mehr.

Ansonsten „wurschteln“ wir weiter vor uns hin, und warten auf die Briefwahlunterlagen zur Bundestagswahl in Deutschland. Sobald wir die erhalten und zurück geschickt haben – voraussichtlich in der 1. Septemberwoche – geht es mit dem Auto auf in den Norden.

Fazit 1. Jahr…

am 31.07.17 war unser 1. Jahr auf Reisen um.
Insgesamt gesehen haben wir wahnsinnig viel gesehen und erlebt.
Wir haben viele neue Leute aus allen Ecken der Erde kennen gelernt und auch neue Freunde gefunden.
Es gab natürlich auch anstrengende Zeiten, aber die wären zu Hause auch nicht einfacher gewesen.

Wir würden es immer wieder genauso machen.

Heimaturlaub…

Nun sind wir schon eine Woche wieder zu Hause.
Das Wiedersehen mit Familie und Freunden war schon recht aufwühlend, aber nach so langer Zeit „fern der Heimat“ auch eine echte Erleichterung.
In „Haus und Hof“ war alles OK. Das haben wir zum großen Teil meiner Schwester und Ihrem Mann zu verdanken – DANKE Petra und Robert!
Die Wohnung war genauso wie wir sie verlassen haben. Unser Auto und alle Geräte liefen ohne zu zicken  – das haben wir auch schon anders erlebt.
Margit’s Schwester hatte schon mal ein paar Lebensmittelvorräte aufgefüllt und uns vom Flughafen abgeholt. So konnten wir das erste Wochenende ohne Einkaufsstress verbringen – DANKE Steffi!
Bis wir wieder in Richtung USA aufbrechen – das wird Anfang August sein – macht das Blog jetzt erstmal Pause.
Bis dahin wünschen wir allen Lesern ein Schöne Sommerzeit.

Auf dem Weg nach Florida 2

Position: 22°03′ N, 77°00′ W.
Ca. 15 nm suedoestlich vor dem Verkehrstrennungsgebiet im Old Bahama Channel. Noch ungefähr 300 nm bis Florida.
Die vorgebratenen Frikadellen sind alle und der letzte gefangene Fisch ist aufgegessen. Erst jetzt darf Jo wieder angeln.
Es ist sonnig und der achterliche Wind ist schwach. Das macht uns zwar langsam, aber das Bordleben ist bei wenig Welle recht bequem. Sonst ist alles ok.

Auf dem Weg nach Florida

Position: 20°45′ N, 73°50′ W.
Ca. 10 nm suedwestlich von Great Inagua (Bahamas). Laufen bei wenig Wind mit etwa 4 kn nach Nordwesten in Richtung Old Bahama Channel. Werden voraussichtlich Morgen Nachmittag den dortigen Wegpunkt erreichen. Von da sind es dann nochmal gute 350 nm bis Florida. Gestern einen schoenen 8 kg MahiMahi gefangen – lecker.
Es geht uns gut.