Jersey Air Display…

war nicht ganz so toll wie wir erwartet hatten. Die „Red Arrows“ waren spitzenklasse aber das Programm drumherum war eher langweilig. Gegen 17:00 waren wir wieder auf dem Boot. Ab 21:00 – da war es schon dunkel – malen dann Kunstflieger mit Feuerwerksausrüstung Bilder in den Himmel. Vom Boot aus können wir nur einen Teil sehen, aber selbst das ist grandios.
Leider gibt es davon keine Photos.

wieder da…

Seit gestern sind wir wieder auf dem Boot.
Auch wenn es uns noch schwer fällt, werden wir unseren Weg weiter gehen. Hier auch nochmal vielen Dank an alle Kommentatoren.
Die Anreise gestern verlief recht abenteuerlich. Wir hatten beschlossen mit dem Zug von unserem Heimatort zum Flughafen Düsseldorf zu fahren.
Nun liegt unsere letzte Bahnreise schon ca. 35 Jahre zurück und wir waren skeptisch, ob das Alles auch klappt. Bis zum Bahnhof Köln-Süd  (1. Umsteigen) ging es noch gut. Dann brach Chaos aus: Einige Züge hatten 20-30 Minuten Verspätung und brachten den gesamten Fahrplan durcheinander. Unser Zug (Abfahrt 7:21) wurde zwar auf der Tafel angezeigt, kam aber erst um 7:35 und hatte nicht die Nummer die in unserem Ticket stand. Bevor wir herausgefunden hatten, dass das unser Zug gewesen wäre, war der schon wieder weg. PANIK !!!. Wir mussten schließlich in 2 Stunden in Düsseldorf im Flieger sitzen!
Für uns heisst das vorerst: nie wieder Bahn ???

Vor dem Bahnhof: 2 Taxis – aber kein Fahrer – Taxi telefonisch bestellt. Nach 20 Minuten noch immer kein Taxi – neuer Anruf – kurz nach 8:00 ist es endlich da. Geplante Fahrtzeit nach Düsseldorf: ca. 45 Minuten. Unterwegs mehrere Staus aber gottlob nur kurz.
Der Fahrer hat sich die größte Mühe gegeben, uns möglichst schnell nach Düsseldorf zu bringen (die eine oder andere Verkehrsregel wurde nicht ganz so streng ausgelegt). Ein großes Dankeschön an Ihn. Kurz nach 9:00 waren wir dann am Flughafen. Gut, dass wir schon vorher online eingecheckt hatten.
Bei der Handgepäckontrolle wird Margit die kleine Dose ihrer deutschen Leberwurst abgenommen! Wahrscheinlich hatte man Angst, wir würden die den Piloten auf die Brillen schmieren um das Flugzeug zu entführen – Hahaha…
Obwohl schon 3 mal kontrolliert und im Transferbereich verblieben, werden wir beim Zwischenstopp in Birmingham noch 3 mal kontrolliert. Leberwurst-Terroristen wie wir haben’s heutzutage echt nicht leicht.
Auf Jersey angekommen, erfahren wir im Taxi zum Hafen (der Fahrer war seeehr gespächig) dass morgen das Ereigniss des Jahres auf Jersey stattfindet. Die „Jersey International Air-Display“ (bei uns nennt man das Flugschau). Ein Riesenspektakel mit tausenden von Besuchern das wir uns nicht entgehen lassen werden. Jo hatte sich bei der Landung in Jersey schon gewundert warum dort so viele alte Kampfflugzeuge auf dem Flugfeld rumstanden. Hatte die Leberwurst tatsächlich eine Kriegserklärung ausgelöst ??? (Ironie aus).
KYLA ist ein wenig schmutzig aber sonst wohlbehalten. Heute wird geputzt, geschraubt und ab 13:00 Flugshow geguckt. Ein paar Fotos gibt’s dann morgen.

harte Schläge…

Am 20.08. kurz bevor wir, direkt vom Flughafen aus, das Krankenhaus erreichten, ist Margit’s Papa verstorben.
Das war ein harter Schlag und hat uns Alle umso schwerer getroffen, wo doch gerade erst im April Joachim’s Mama verstorben ist.
Die Beisetzung war vorgestern und wir brauchen jetzt noch ein paar Tage für uns und die Familie.

Noch ein Stückchen England…

Mit leichtem achterlichen Wind sind wir gestern von Guernsey nach Jersey gefahren.
Eine ruhige Fahrt ohne blutige Zwischenfälle. Unterwegs sehen wir zum erstenmal auf dieser Tour eine Schule kleiner Delphine.
Um nicht wieder in so einem Chaos wie in St. Peters Port anzukommen, sind wir recht früh aufgebrochen und liegen schon um 14:00 am Wartesteg der Marina in St. Helier auf Jersey.
Wir werden registriert und bekommen einen Liegeplatz zugeteilt, den wir, sobald die Tide 2,4 m über der Marina-Schwelle steht, anlaufen können. Das wird so gegen 17:00 sein.
Wegen der Windvorhersage für das Wochenende – bis 40 Knoten aus der Richtung in die wir wollen – werden wir bis mindestens Montag hier bleiben. Das ist in weitem Umkreis die einzige Marina die gegen den vorhergesagten Wind guten Schutz bietet und in die wir, tiefgangbedingt, auch in das innere Becken passen.
Die Übernachtungspreise sind „gesalzen“, aber was tut man nicht alles für einen sicheren Liegeplatz. Nach dem „Unfall“ von Margit und dem guten Hinweis von Karl-Heinz R. gehen wir nun gemäß dem bewährten Shell-Motto „Es geht sicher oder es geht nicht“ vor.
Dafür sind die Sanitären Anlagen der Marina vom Allerfeinsten und wir haben mehr Zeit die Insel zu erforschen.

Ein bisschen England und ein bisschen Blut…

Gestern von Cherbourg nach Guernsey gefahren. Am „Cap de la Hague“ gewaltige Tidenwirbel mit entsprechenden Wellen die uns ein wenig durchschütteln.
Kurz nach Mittag setzen wir unseren Paragen (für nicht-Segler: ein großes Leichtwindsegel) der uns trotz schwachem Wind mit 5-6 Knoten durchs Wasser direkt nach Guernsey zieht. Kurz vor dem Hafen St Peter Port auf Guernsey bergen  wir den Paragen. Dabei passiert es – Margit wird beim lösen der Leeschot regelrecht umgerissen und schlägt mit dem Kopf gegen die Steuersäule. Ein kleine Platzwunde die heftig blutet, Armbanduhr zerissen, Brille verkratzt, das hätte auch schlimmer kommen können – nochmal Glück gehabt.
Beim Einlaufen in den Hafen ist dort die Hölle los. Etwa 30 Boote drängen sich auf engstem Raum vor der Marina-Einfahrt und es kommen ständig neue. Weil wir zu groß sind (die Marina ist nicht tief genug für uns), schickt man uns zunächst an einen Warteplatz und dann an einen Liegeplatz im Vorhafen als 3. Boot im Päckchen.
Heute besichtigen wir dann die Stadt. Margit bekommt eine neue Uhr hat aber noch 3 Tage Kopfwaschverbot.
Guernsey gehört zwar nicht zur EU oder formell zu Großbrittanien, ist aber “very british“.

Schattenseiten:
Margit’s Papa geht es gerade nicht so gut. Wir legen unsere nächsten Häfen so, dass wir ggf. in 1-2 Tagen nach Hause kommen können.

Die Skipperin verlangt ja immer, dass ich viel Salat esse. Nach dem Schild auf dem Foto unten, stocken wir unsere Biervorräte auf und ich esse jetzt mehr „Salat“.

Auf dem Weg von Cherbourg nach Guernsey