La Coruna 2…

begeistert uns immer wieder. Wir besuchen nochmal den Torre de Hercules weil bei unserem ersten Besuch vor fast 3 Jahren die oberste Aussichtsplattform wegen zu starkem Wind gesperrt war. Diesmal bieten sich phantastische Ausblicke über die Stadt und die Bucht. Auch die Strände rundherum sind einen Besuch wert.
Die Stadt hat ein Flair das uns ausgesprochen gut gefällt. In den alten Gassen genießen wir Tappas bis zum Abwinken und überhaupt ausgezeichenetes Essen zu äußerst günstigen Preisen. Der Supermarkt ist nur 5 Gehminuten entfernt und bietet alles worauf wir uns schon lange gefreut haben.
Das Wetter ist etwas wechselhaft aber überwiegend sonnig und die Temperaturen sind sehr angenehm. Nur morgens früh bei ca. 15°C im Boot, läuft schon mal der Heizlüfter für 1-2 Stunden.

Kurzum, wir erholen uns mal so richtig von den vorangegangenen Strapazen.
Trotzdem muss es irgendwann weiter gehen und ab morgen wollen wir ein 4 Tage Wetterfenster nutzen um möglichst „ruhig“ über die Biskaya zu kommen. Wir werden viel motoren, aber das haben wir extra so ausgewählt. Vom Hochseesegeln mit mehr als 20 kn Wind und 2-3m Wellen haben wir vorerst mal genug.
Also auf nach Frankreich.

 

von den Azoren nach Spanien…

nach der Abfahrt von Terceira sehen wir wenige Meilen hinter der Insel doch tatsächlich eine Walmutter mit ihrem Jungen. Offensichtlich Pottwale, das sind die mit dem „eckigen“ Kopf. Bevor wir unsere Kameras bereit haben, zeigt die „Mama“ uns aber schon ihre gewaltige Schwanzflosse und beide verschwinden in der Tiefe. Also leider keine Fotos.

La Coruna in Spanien erreichen wir  am 25.07.19 nach 6 Tagen und 21 Stunden für die 946nm. Diese Überfahrt war unsere letzte, richtige große Etappe auf dem Weg nach Hause. Wie üblich, gab es gute und schlechte Tage. Jo hatte ja – nachdem der Iridium-Kundendienst nicht helfen konnte – unser Iridium System selber auf allen Geräten zum laufen gebracht und so konnten wir immer auf aktuelles Wetter zugreifen. Zusammen mit der Wetter-Routing Software „Sailgrib WR“  (ist nicht umsonst  – 30 Euro/Jahr – aber wirklich gut und leicht zu bedienen) half uns das, vor einem heranziehenden Tief guten Süd-Südwestwind für den Weg zum Festland zu finden. Normalerweise blasen um diese Jahreszeit wegen des Azorenhochs eher Nordwinde oder es ist gar kein Wind. Letztlich sind wir insgesamt aber noch 49 Stunden unter Motor gelaufen.
Je näher wir nach Hause kommen, desto ungeduldiger werden wir auch endlich der endlosen Schaukelei an Bord zu entkommen.
Schließlich haben wir seit den USA gute 3.900nm in weniger als 2 Monaten zurück gelegt. Das war anstrengend und wir sind nun richtig reisemüde. Unsere Gleichgewichtsorgane haben verlernt, was es heißt sich länger auf festem Boden zu befinden und so sieht man uns auf dem Beton-Kai der Marina Real in La Coruna in 1m breiten Schlangenlinien herumtorkeln. Jetzt dauert es schon einen ganzen Tag bis der Schwindel ganz weg ist. Früher ging das in ein paar Stunden. Vielleicht werden wir doch ein wenig älter.
Unsere alte Kurslinie vom 19.09.16 haben wir am 25.07.19 um 3:12 Uhr Bordzeit ca. 20nm vor La Coruna gekreuzt. Damit ist unsere Atlantikrunde nun abgeschlossen. Ein Grund zum Feiern.
In La Coruna selber kommen wir, wie immer, zu einem besonderen Tag an. Es ist Nationalfeiertag der Galicier und in der Stadt, die uns immer noch sehr gut gefällt, ist der „Bär“ los. Es ist so voll, dass wir nicht mal einen Platz finden um ein paar Tapas zu genießen. Dafür gibt es endlich wieder „Estrella Galicia“ – ein Spitzenbier – und an einem riesgen Grill frisch gegrilltes vom Schwein. Vom Essen verstehen die Spanier was und Jo liebt besonders die hiesigen Grillwürste. Sehr fettig und sehr würzig.
Jetzt haben wir ein wenig Ruhe verdient und warten dann nur noch auf ein Wetterfenster um einigermaßen „bequem“ die 330nm über die Biskaya bis in die Bretagne nach „Camaret sur Mer“ zu kommen. Das kann ein paar Tage dauern, weil das Azorenhoch gerade etwas schwächelt und deshalb ein Tief nach dem anderen bis in die Biskay zieht. Wenn sich die Wetterlage „normalisiert“ hat, soll die Biskaya unsere letzte Etappe mit Nachtfahrt werden. Dann soll es nur noch in Tagesetappen die letzten ca. 400nm bis Holland gehen.
Wir planen mal Mitte bis Ende August dort anzukommen.
Auch dieses Blog nähert sich damit langsam dem Ende.
Ein paar Einträge und ein großer „Abschlussbericht“ werden aber noch folgen.

Teneriffa…Zeh gebrochen…

eigentlich wollten wir heute weiter fahren aber Jo hat sich vor 3 Tagen den Fuß kräftig an Deck gestoßen. Obwohl auf dem Jimmy Cornell Seminar ausdrücklich empfohlen wurde an Deck immer Schuhe zu tragen, ist er mal eben ohne auf das Vorschiff gelaufen um dort an seiner selbst entwickelten Ankerhalterung zu schrauben. Das muss natürlich bestraft werden.
Auch nach drei Tagen ist der Fuß immer noch stark geschwollen und tut weh. Wir lassen das sicherheitshalber von einem Doktor ansehen. Er bestätigt unseren Verdacht. Der rechte kleine Zeh ist gebrochen. Nun das ist nicht wirklich schlimm und tut auch nicht besonders weh (solange man nicht wieder irgendwo anstößt), schränkt aber Jo’s Beweglichkeit doch ein wenig ein.
Die Fahrt zum Doktor hat den halben Tag gedauert, also verschieben wir die Weiterfahrt auf morgen und Jo darf wenigstens heute den Fuß hochlegen. Dafür haben wir schon mal ausklariert und die Marina-Gebühr bezahlt.
Unser Erinnerungsschild auf der Hafenmole ist auch fertig. Begnadete „Sprayer“ sind wir leider nicht.

Ungefähr übermorgen verlassen wir den Mobilfunk-Netzbereich. Dann gibt es für die nächsten 3 Wochen nur noch gelegentlich kurze Texteinträge (via Iridium) im Blog bis wir wieder „normales“ Internet haben.

Teneriffa…heilige drei Könige…

ist hier ein ganz besonderer Feiertag. Die Kinder erhalten nämlich dann erst ihre Weihnachtsgeschenke.
Vorher wird in der Stadt abends ein Umzug mit den drei Königen veranstaltet. Ein gigantisches Spektakel. Die ganze Stadt scheint auf den Beinen zu sein, ähnlich wie an Sylvester, das wir ja leider „verpasst“ haben.
Die Festwagen und Fußgruppen sind phantastisch geschmückt und beleuchtet und „Kamelle“ werden geworfen. Das Ganze erinnert uns eher an Karneval als an einen festlichen Weihnachtsumzug. Mancher große deutsche Karnevalszug könnte sich von den Festwagen hier ein gutes Stück abschneiden.

Nach dem Umzug wird in den Straßen noch bis spät in die Nacht gefeiert und wir haben, ob der vielen Leute, ein kleines Problem an ein Bier zu kommen. Letztlich hat es aber geklappt und wir (Margit und Jo mit Moni und Ralf von der MORA) sind kurz nach Mitternacht wieder an Bord.

Jimmy Cornell, eine echte Fahrten-Segler-Legende, organisiert gerade von hier aus die „Caribbean Odyssey“, eine Fahrtenyacht-Ralley mit ca. 15 Booten nach Barbados. Das klingt für uns interessant – bis wir den Preis für eine Teilnahme mit unserer Bootsgröße erfahren – 960,-€ !!!
Dafür kriegt man 4 Nächte in Teneriffa und Barbados einen Liegeplatz, und wird mit einem ganztägigen Seminar sowie Wetterberichten unterwegs betreut. Wir lehnen dankend ab. Das ist uns viel zu teuer.
Trotzdem lädt man uns zum Seminar mit diversen Themen zur Atlantiküberquerung ein – for free!!!
Am Ende sind im Seminar 2/3 „Gäste“ und nur 1/3 echte (zahlende) Teilnehmer der Ralley.
Das Seminar gestern war höchst interessant und informativ. Jimmy und seine Kollegen sind echte Praktiker von den wir eine Menge guter Tips und Tricks mitnehmen können.

Unsere Weiterfahrt wird wieder einmal einige Tage aufgeschoben, denn der Skipper hat vorgestern die Ankerwinde auseinander gebaut um diverse Neuteile, die wir schon seit Holland mit schleppen, endlich einzubauen. Dabei stellt sich heraus: die Welle ist am Lager stark eingeschliffen und hat großes Spiel, 2 Simmeringe sind defekt, der Bremskonus und die Paßfedern haben tiefe Druckstellen und Risse im Material. Natürlich haben wir dafür keine Ersatzteile. Mit den alten Teilen erstmal alles provisorisch wieder zusammenbauen geht auch nicht, da selbstverständlich einer der Sprengringe bricht und wir auch dafür keinen Ersatz haben. Am Montag wird Jo also erstmal auf Ersatzteiljagd gehen. Margit wird wieder mal für die Atlantiküberquerung bunkern.
Neuer geplanter Starttermin ist (bis jetzt): Dienstag.

Ach ja, KYLA hat seit kurzem ein Bordfahrrad. Mangels Stauraum und wenig Nutzung verkauft MORA ihr Bordrad und wir schlagen zu. Jetzt sind wir zumindest auf zwei Rädern ständig mobil. Unsere Schritt-Zähler APP wird sich wohl beschweren das wir zu wenig laufen.

2017…“schlechter“ Start…

Wir sind wieder ONLINE! Pünktlich nach der letzten Skype-Verbindung mit Margit’s Familie am Silvesterabend funktionierte unsere Prepaid-Internetkarte nicht mehr?
Marina-Netzwerk und alle Telefonnetze überlastet! Mit einer neuen Karte gehts jetzt wieder, auch wenn uns die Firma „Orange“ bisher nicht sagen konnte, warum die alte Karte trotz ausreichendem Guthaben, nicht mehr funktioniert.

Wir wünschen Familie, Freunden, Bekannten und Allen die unser Blog verfolgen, nochmal ein gutes und vor allem gesundes Jahr 2017.
unbenannt

 

 

 

 

 

 

 

Wir bedanken uns für die vielen eMail’s und Kommentare.

Bei uns hat es in den letzten Tagen mit der Gesundheit gehapert. Es herrschten die Magen-Darm Viren (oder Bakterien?). Jedenfalls war zuerst Margit für 2 Tage ausser Gefecht gesetzt und da wir uns auf dem Boot ja abwechseln, folgte danach Jo für 2 Tage – genau über Silvester und Neujahr.
Margit hatte extra Weintrauben gekauft. Zwölf Stück werden hier traditionell zu den zwölf Glockenschlägen zum Jahreswechsel gegessen und sollen für jeden Monat Glück bringen. Das ging leider gerade nicht  – hätten wir schon vorher welche essen sollen???

Direkt neben dem Hafen wurde wieder ein großartiges Feuerwerk gezündet. Jo hat das leider Alles verschlafen. Der war echt fertig. Der geplante Besuch der Silvesterparty in der Stadt fiel komplett den Viren zum Opfer. Moni und Ralf sind uns hoffentlich nicht böse, dass sie alleine losziehen mussten. Wenigstens konnte Margit die Musik der Party bis 6:30 am Neujahrsmorgen „geniessen“.
Dass die Sanitäranlagen geschlossen waren (schon zum 2. mal in dieser Woche verstopft – was mögen die Leute bloß alles reinschmeißen?) ist für Magen-Darm Kranke auch nicht gerade hilfreich.
Nun geht’s uns beiden wieder gut und wir konnten gestern Abend unser Silvesteressen, zumindest im kleinen Maßstab, nachholen.
Nun sind wir schon fast 4 Wochen hier und warten jetzt nur noch auf 2 Teile fürs Boot sowie passendes Wetter, bevor es endlich weiter gehen kann.

Teneriffa…Schatten über Weihnachten…

Weihnachten ist nun vorbei. Das ist hier in Spanien auch etwas kürzer als in Deutschland. Feiertage sind nur der 24. und der 25.12. Trotz Weihnachtsbaum, Mama’s selbstgebackenen Plätzchen, Edlen Tropfen in Nuss, Mon Cherie usw. will keine so rechte Weihnachtsstimmung aufkommen – liegt wohl an den Temperaturen und der fehlenden „Familienanbindung“. SKYPE ist kein wirklicher Ersatz.

Am 1. Weihnachtstag erhielten wir dann auch noch schlechte Neuigkeiten von der Familie. Margit’s Patenkind (23 Jahre) liegt im Krankenhaus auf der Intensivstation und wird wegen einer heftigen Lungeninfektion künstlich beatmet. Die Ärzte gehen momentan von einem halben Jahr bis zur völligen Genesung aus.
Dieses Jahr reißt es aber gar nicht ab mit den schlechten Nachrichten. Das macht es uns echt schwer, weiter zu fahren.
Hi Süße, wir denken an Dich !!!
Wir hoffen doch sehr, dass 2017 ein besseres Jahr wird. Vor allem in Sachen Gesundheit in der Familie.

Am Abend des 25.12. fand dann das 23. Weihnachtskonzert des „Orquesta Sinfonica de Tenerife“ direkt neben dem Hafen statt. Etwa 30.000 Besucher (der Eintritt ist frei) unter freiem Himmel bei kräftigem Wind und 18°C. Zum Glück hat es nicht geregnet. Der Organisator hat sich wirklich wahnsinnig viel Mühe gegeben, wie z.B. laufend wechselnde Bühnenbilder in allen Farben. Aber man muss wohl ein echter Puccini Fan sein um die ersten 1,5 Stunden genießen zu können. In der letzten halben Stunde waren die schwermütigen Arien dann vorbei und es wurde „volksnah“. Bei der Hymne „Islas Canarias“, sang sogar das Publikum mit. Als krönenden Abschluß gab es dann noch ein grandioses Feuerwerk.

Auch nicht unwichtig: unser Rigg ist fertigt ( Joachim hat während der letzten Tage mehr Zeit da verbracht als auf der Erde). Letztlich haben wir durch viel Eigenleistung 1.000,- € eingespart und besitzen nun ein runderneuertes Rigg um dessen technischen Zustand wir uns in den nächsten 10-15 Jahren keine Sorgen mehr machen müssen. Die alten Wanten und Stage bunkern wir noch als zusätzlichen Notfall-Ersatz.
Eigentlich könnten wir weiter.
Aber wir hatten schon entschieden, dass wir noch bis zur 1. Januarwoche hierbleiben und der Wind ist in den nächsten Tagen auch nicht hilfreich.
Die letzten 4 Tage gab es kräftigen Ostwind der uns jede Menge puderzuckerfeinen  Saharastaub mitbrachte. Jeden Abend wurde geschrubbt und unfassbar wie rotbraun KYLA am nächsten Morgen wieder war.
Jetzt dreht der Wind auf Süd, und wo wollen wir hin ??

Teneriffa 4 – was so los ist…

Jo verbringt viel Zeit im Rigg. Er nimmt alle Wanten und Stage ab und lässt die von der Firma Nordest erneuern. Die Jung’s kriegen richtig große Augen. Wo sie selber (als Profis) mit 3 Mann 2 Stunden brauchen, erledigt Jo dass, mit Köpfchen und der Hilfe von Margit, in einer Stunde. Wer schon mal die Oberwanten oder das Vorstag (mit Rollreff-Anlage) einer 14m Yacht selber abgenommen und wieder montiert hat (18m lang ca. 50 kg schwer, bei 15-20 Knoten Wind), weiß wovon ich hier rede.
Die Nachbarboote haben zeitweise ein bisschen Angst, dass bei der ganzen Schrauberei der Mast runterkommt. Wir haben aber Alles im Griff.
Der Chef von Nordest schlägt zwischendurch sogar vor – sicherlich nicht ganz ernst gemeint – dass Jo für ihn arbeitet. Wir erhalten aber auch viele, quasi unbezahlbare, Tips/Tricks von den Jungs.
Jo ist jetzt ein echter Spezialist für Rigg-Check/Einstellung. In fernen Ländern macht sich das sicher mal bezahlt.

Beim Umbau der Lichtmaschine (erforderlich für unseren Hochleistungs-Laderegler) gehen, obwohl wir die Umbauanleitung peinlich genau befolgen, natürlich(?) die Kohlebürsten kaputt.
Nach 2 Firmenbesuchen und 4 Stunden Fahrerei, haben wir von Hand gefertigte, neue Kohlebürsten und sicherheitshalber auch noch eine komplett neue Lichtmaschine – die hatten die hier im Autozubehör vorrätig.
Ein Wort zum Kommentar von Karl-Heinz (siehe letzter Beitrag – V8 Motoren):
Margit vermisst ihren Citroen C1 und Jo
schmerzlich seinen alten Audi A8 mit 3,7Liter V8 Motor. Zu Hause, in Papa’s Garage, steht zwar unser Seat Leon FR (ein super Auto) der, abgesehen von den elektrisch verstellbaren Sitzen, noch mehr Komfort- Ausstattung hat wie der Audi, aber ein Ersatz für einen „V8“ ist das nicht.
Erstaunlicherweise ist es unser schwerer gefallen, unsere Auto’s wegzugeben als unser Haus. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass ein (bezahltes) Auto immer noch ein Stück persönlicher Freiheit darstellt, während ein Haus (noch nicht komplett bezahlt) eigentlich eine permanente Belastung ist?
Andere Themen:
Weihnachten steht ja nun vor der Tür und mit ein paar Tränen in den Augen denken wir an unsere Familien die die Feiertage dieses Jahr komplett ohne uns verbringen werden (müssen). Wir wären Weihnachten/Silvester auch gerne zu Hause, aber dass geht im Moment leider nicht.
Seit wir in Santa Cruz sind, wird, direkt neben der Marina, eine riesige Freilichtbühne aufgebaut. Dort gibt es am 25.12. ein kostenloses Konzert des „
Teneriffa Sinfonie Orchesters“. Die Sound-Check’s klingen schon recht vielversprechend und dank der lieben Unterstützung von Moni und Ralf, haben wir nun reservierte Eintrittskarten dafür.
Als echte Fan’s von Andre Rieu und ähnlicher populär-klassischer Musik, sind wir gespannt!

Franzosen…
Leser unseres Blog’s kennen unsere Vorbehalte (begründet???) gegenüber Franzosen.
Die bestätigten sich hier anscheinend wieder mal. Dass die Boote der Bürger der „Grande Nation“ generell in einem Zustand sind, den wir als desolat bezeichnen würden, ist sicherlich eine Geschmacksfrage. Dass aber, sowohl die Crew als auch deren Kinder (Erziehung/Vorbild?), keinerlei Bedenken haben, ihr kleines „Geschäft“ vor aller Augen auf der Heckplattform ihres Bootes in den Hafen zu verrichten, erstaunt uns doch aufs Neue – haben die kein WC im Boot?
Selbstverständlich grüßt kein Franzose einen Stegnachbarn, und wenn doch, ausschließlich in französisch, selbst wenn die Nationalflagge des Nachbarbootes einen Gruß in internationalem Englisch nahelegen würde!
Die gute Dame vom Boot 2 Plätze gegenüber von uns, hatte jedenfalls kein Problem, sich zu erkundigen, wo ich denn unsere 6kg Gasflasche hab‘ auffüllen lassen (das ist hier schon recht schwierig – 110km/2 Stunden Fahrt) und meine Anfahrtsskizze mitzunehmen. Danach guten Morgen/guten Tag oder Hallo zu sagen, fiel ihr aber nicht ein.
Vielleicht haben wir als gut erzogene Deutsche hier auch zu hohe Ansprüche

Teneriffa – Problemchen?

KYLA hat jetzt, wegen des günstigen Preises, zwei Bäume (ein „Fester“ plus ein Teleskop-Baum) für das Ausbaumen der Genua bzw. des Paragens. Auf den überwiegenden Vorwind-Kursen der nächsten Monate, wird uns das einen erheblichen Geschwindigkeitsvorteil und weniger „Schaukelei“ einbringen. In Deutschland hätten wir für den örtlichen Preis nicht mal einen Baum bekommen.
Weiter
sollte KYLA vor dem langen Schlag über den Atlantik noch einen Rigg-Check erhalten. Das ist wichtig für unsere Versicherung.
Dabei kam heraus, dass alle Wantenspanner (6 Stück) und 2 Unterwanten erneuert werden mussten. Erste ließen sich nicht mehr bewegen um die Wantenspannung einzustellen, letztere hatten mehrere gebrochene Kardeelen (einzelne Drähte im „Stahlseil“) – alles gefährlich für den Mast.
Das kostet nicht nur Geld, sondern auch viel Zeit. Aber auf dem Atlantik hätten wir mit den vorhandenen Schäden ernste Probleme – bis hin zum Mastverlust – bekommen können.
Also schrauben und flexen wir mit den Jungs von
Nordeste (örtlich Rigging-Firma – absolut empfehlenswert) bis spät abends.
Die raten uns auch, wegen KYLAS „Alter“, alle Stage und Wanten zu erneuern. Das hatte uns unser Hafenmeister in Holland schon empfohlen. Dank an Piet Smeet – mit etlichen Zehntausend Seemeilen bei „Volvo Ocean Race“ und ähnlichen Profi-Veranstaltungen sicher einer der erfahrensten Segler den wir kennen lernen durften.
Also macht uns Nordeste ein Angebot. Das liegt bei einem Drittel des Preises den wir in Holland oder der Karibik dafür zahlen müssten. So „günstig“ kommen wir nicht mehr an ein erneuertes Rigg und wir nehmen das Angebot an. Mit etwas Eigenleistung können wir den Preis ggf. nochmal reduzieren. Trotzdem reden wir hier von insgesamt 3.000 bis 4.000 Euro. Das tut uns schon ziemlich weh und kostet uns ca. 2-3 Monate „Segelzeit“. Außerdem gilt immer noch: „
es geht sicher, oder es geht nicht“.
Wir überlegen nun, wie wir die Euros wieder „hereinholen“ können, und werden berichten, wie die ganze Sache letztlich ausging.

Teneriffa 2…

wir sind immer noch hier und werden noch ein paar Tage bleiben (müssen). Auf jeden Fall bis nach Weihnachten, wahrscheinlich sogar bis nach Silvester – siehe auch nächster Beitrag.

Aber der Reihe nach:
Wir erledigen kleinere Arbeiten am Boot und sind ständig unterwegs um Teile fürs Boot zu besorgen, einzukaufen oder die Insel zu besichtigen. Das artet richtig in Stress aus – obwohl wir den ja eigentlich loswerden wollten.

Santa Cruz de Teneriffa…
hat seinen ganz eigenen Charme. Es gibt schöne Parks und eine große Einkaufszone die Abends wunderschön weihnachtlich beleuchtet ist.

Beinahe jeden Tag laufen neue Kreuzfahrtschiffe ein oder aus, deren Passagiere dann die Stadt überschwemmen. Das Horn der AIDA (ca. 200m hinter uns – 3 lange Töne beim Auslaufen) lässt einem fast die Haut vom Leibe rutschen.
Die Architektur des städtischen Auditoriums ist beeindruckend. Die Außenseiten sind mit Millionen kleiner Bruchstücke von Fliesen bedeckt. Das Palmetum (eine Art botanischer Garten) bietet einen atemberaubenden Blick von oben auf das Auditorium.

Die Verkehrsführung in der Stadt macht uns zu schaffen. Man muss oft lange Umwege fahren um zu einem Ziel zu kommen. Dafür ist das Autobahnnetz sehr gut ausgebaut – man darf sogar 120 fahren – und die Nebenstraßen im Inselinneren sind besser als bei uns in der Eifel. Ganz lustig: unser erstes Mietauto (die sind hier deutlich teurer als in Lanzarote) hat die Initialen meines Namens -JCK-. Zufälle gibt’s, oder?

Wo wir bis jetzt überall waren…
einmal fast ganz um die Insel gefahren – Hammer, Carmen Geiss würde sagen: der Burner.
die Serpentien durch das Tal von Masca – Mega-Hammer.

den Teide mit der Seilbahn „bestiegen“ – noch ein Mega-Hammer.

am „Dragon Tree“ – Hammer

an vielen Aussichtspunkten in den Bergen – alles Hammer.

diverse Touristen-Orte besucht – kleinere Hämmer

Um die unzähligen Superlative zu würdigen, fehlen uns langsam die Worte.
Wir haben uns deshalb eine eigene Werte-Skala gebastelt:
Holland – super
Belgien – ok
Frankreich – ok
Galicien (Spanien) – super
Portugal – super^2
Madeira – super^3
Lanzarote – super^2
Fuerteventura – ok
Gran Canaria – mies
Teneriffa – super^4

Gestern waren wir zusammen mit Moni und Ralf (Crew der MORA) in der Stadt auf einer Weinverkostung im weihnachtlich beleuchteten Park im Zentrum. Fünf Euro für ein Glas inklusive 4 Weinproben. Wir kommen recht spät und ziemlich lustig wieder in der Marina an. Ein toller Abend.
Bisher war das Wetter recht sonnig und warm. Heute und die nächsten Tage gibt es zum ersten mal etwas Regen und die Temperaturen fallen auf 20°C. Ziehen wir eben mal wieder lange Hosen an.

 

Teneriffa…

erreichten wir gestern Abend gegen 18:00.
Es gefällt uns auf Anhieb viel besser als Gran Canaria. Kurz vor dem Hafen umkreist uns noch eine Schule kleiner Wale. Die Port Control von Santa Cruz empfängt uns professionell und erteilt die Erlaubnis in die Marina einzulaufen. Dort meldet sich sofort jemand am Funk und weist uns einen Liegeplatz zu. Alles sehr zügig und sehr freundlich.
Wir schlafen uns erstmal aus und mieten morgen ein Auto denn wir suchen immer noch nach einem Spinnakerbaum, müssen Vorräte für die Transatlantikfahrt bunkern und Jo will natürlich unbedingt auf den „Teide“ (3717m) – der höchste Berg auf spanischem Territorium.