Monument Valley…

begrüßt uns mit bedecktem Himmel und einigen Schauern. Trotzdem ist der Anblick der gewaltigen Felstürme in der weiten Ebene überwältigend. Leider gibt es auch hier kein Mobilfunknetz und wir müssen bis Flagstaff/Arizona fahren um unsere übliche Motelbuchung vornehmen zu können.

Zion…

dieser Nationalpark liegt zwar in Utah, ist aber von Las Vegas aus leicht zu erreichen.
Der Park ist toll, aber ziemlich gut besucht und in den Hauptteil, den „Zion Canyon“ kann man nur mit einem Shuttle-Bus fahren. Das ist für den Park sicher gut, aber aussteigen und Fotos machen geht nur an vorbestimmten Stellen, es sei denn, man nimmt längere Wanderungen in Kauf.
Uns war das schon zu gut durchorganisiert.

Las Vegas…

ist Abends ein gigantisches Lichtermeer das sich, aus den Bergen kommend, vor uns erstreckt.
Wir buchen für 60 USD/Nacht eine Suite nahe dem Stadtzentrum (the Strip) die sogar eine komplette Küche enthält. Margit ist ganz begeistert, auch wenn die Einrichtung etwas altbacken und ein wenig abgenutzt erscheint – der Kühlschrank ist gewaltig und es gibt einen begehbaren Kleiderschrank – wieso ist das für Frauen so interessant? Jo freut sich darauf endlich mal wieder Eier zum Frühstück zu bekommen.
Der Gang über „the Strip“ am Tag ist schon beindruckend. Die tollsten Hotelanlagen säumen den Weg. Nachts wird das ganze dann noch von unzähligen Lichtern und Leuchttafeln illuminiert. Der Times Square in New York wirkt dagegen recht „mickrig“. Natürlich finden sich überall Casinos und das Angebot an den berühmt/berüchtigten Las Vegas Shows können wir gar nicht zählen.
Unsere Spielerfolge bleiben leider weit hinter den erwarteten Millionen-Gewinnen zurück. Tatsächlich verspielen wir ca. 8 USD und gewinnen dabei 1,45 USD. Da wir absolut nichts von den Regeln der diversen Automaten und Spieltische verstehen, eigentlich also überhaupt nicht wissen was wir da tun – das geht Jo ganz gewaltig gegen den „Strich“ – lassen wir das Spielen einfach.

Rund um Las Vegas finden wir weitere Attraktionen die wir besuchen:
Der Hoover Staudamm und Lake Mead. Das Klima ist so angenehm warm und trocken, dass wir unser Mittagspicknick am See bis in den frühen Nachmttag ausdehnen.
Das „Valley of Fire“ und den „Red Rock Canyon“. Beide beeindrucken durch ihre Felsformationen aus rotem Sandstein.

Von den besuchten Städten in Amerika hat uns Las Vegas bisher am besten gefallen. Das sehen wohl die jährlich 45 Millionen (!!!) Besucher genauso. Der geneigte Leser unseres Blogs hat sicher schon realisiert, dass wir nicht die besonderen Städtefan’s sind und die letzte „Stadt“ die uns gut gefallen hat (obwohl ein direkter Vergleich natürlich nicht möglich ist), war Kopenhagen (da waren wir 2 mal mit einem Charterboot).

Death Valley…

das Tal des Todes besuchen wir nach dem Yosemite Nationalpark. Wir fahren durch die Berge der Sierra Madre und dass dazu gehörende Panamina Tal. Eine tolle Landschaft. Leider sind wir erst recht spät am Tag da und bevor wir alle unsere Besuchspunkte ansteuern können, wird es dunkel. Die Campingplätze gefallen Margit nicht so richtig und deshalb fahren wir direkt weiter bis Las Vegas. Das Tal selbst ist absolut sehenswert und vielleicht kommen wir auf dem Rückweg von Las Vegas nochmal hier durch.

Yosemite…

Nationalpark ist phantastisch. Obwohl sich durch den Hauptteil des Nationalparks (das Yosemite Valley) eine 2 spurige Strasse (wegen der vielen Besucher) windet, finden wir wieder überwätigende Aussichten.

San Francisco…

erreichen wir über den Highway 101. Das ist die wesentlich reizvollere Route direkt am Pazifik. Wir fahren entlang der wild zerklüfteten Küste über unzählige genauso wilde Flussläufe die in den Pazifik münden.
In der Stadt buchen wir wieder eine BigBus Tour (54 USD/Person) und können so 2 Tage lang zu allen interessanten Plätzen fahren. Die Stadt hat einige hübsche Viertel mit vielen alten Häusern. Sie bietet viel Kulturelles und ergeblich weniger Verkehr als New York. Am wichtigsten ist natürlich der Besuch der Golden Gate Bridge.
Auffällig in der Stadt sind die vielen Obdachlosen (offiziell sind es ca. 8.000, unser Guide meint eher 12.000). Liegt es an den extrem hohen Mieten (1.200-1.500 USD für ein Einzimmer-Apartment mit Gemeinschaftsbad) oder der sehr guten Betreuung der Obdachlosen durch diverse Hilfsorganisationen (wenn man sich um nichts selbst mehr kümmern muss, ist das Leben auch als „Obdachloser“ für manch einen schon recht einfach, oder?) – wir wissen es nicht genau.
Trotz der vielen Mythen um die Stadt, ist sie für uns kein besonderes Highlight.

Redwoods…

das sind bekanntlich die riesigen Nadelbäume die hauptsächlich an der Westküste der USA zu finden sind. Einige sehen wir schon auf der Anfahrt nach Crescent City, unserem ersten Ort in Kalifornien, im Tal des Smith-River einfach so im Wald stehen. Unser Auto könnte man ohne Probleme dahinter verstecken. Am nächsten Tag fahren wir durch verschiedene Redwood Parks. Die Bäume sind einfach unglaublich. Eigentlich sind es eher Burgen aus Holz als Bäume. Je nachdem wo man langfährt wirken sie wie Kathedralen und erzeugen ein Gefühl von staunender Ehrfurcht.

Nach den Redwoods machen wir uns auf den Weg nach San Francisco. Leider fällt wegen der aktuellen Brände im Bereich von Santa Rosa und Napa Valley im gesamten nördlichen Californien das mobile Internet für fast 2 Tage aus. Das ist für uns ganz schlecht weil wir üblicherweise am frühen Nachmittag, wenn wir unseren abendlichen Standort abschätzen können, via Internet ein Motel buchen. Da das nicht geht, landen wir schließlich auf einem sehr gut ausgestatteten Campingground. Hier können wir die Möglichkeiten unseres Grand Caravan nochmal nutzen.

Crater Lake…

liegt auch auf dem Weg nach Kalifornien. Hier erstehen wir nun endlich unseren Nationalpark Jahrespaß.
Der Park ist ein alter Vulkankrater und um Welten besser als „Craters of the Moon“. Er entlockt uns wieder zahlreiche Laute des Entzückens. Seht selbst die Foto’s:

Craters of the Moon…

finden wir auf unserem Weg von Yellowstone nach Westen. Rund um Yellowstone/Wyoming sind die Motelpreise astronomisch (deshalb hatten wir in Cody, ca. 80 Meilen vorher übernachtet) und so fahren nach Yellowstone direkt bis Idaho Falls/Oregon weiter.
Unterwegs alles wie bisher:
grandiose Berge, Flusstäler und hunderte Kilometer Halbwüste/Praerie die trotz der kargen Landschaften nie langweilig wird.
Dann kommt der „Craters of the Moon“ Nationalpark, noch in Oregon. Das sind Lavafelder und alte Vulkanschlote. Ist ganz hübsch, haut uns aber nicht wirklich um. Allerdings kommen wir, nach weiteren 15 USD Eintritt, endlich mal auf die Idee im Internet nach Eintrittspreisen für Nationalparks zu suchen. Wir sind schon ein ziemlich cleverer Haufen, oder?
Ein Jahrespass für beinahe alle Parks kostet 80 USD. Die haben wir bisher für die letzten 4 Parks ausgegeben und weitere 10-15 liegen noch vor uns.
Im nächsten Ranger-Office werden wir also einen Jahrespass kaufen. Die Sache mit dem „Brett vor dem Kopf“ scheint real zu sein.

Yellowstone…

ist der älteste Nationalpark der Welt und beinahe jeder kennt ihn aus Film und Fernsehen.
Der Name bezieht sich auf den gleichnamigen Fluss der durch den Park fließt welcher seinen Namen wiederum den gelben Felsformationen verdankt die ihn umgeben,
Der Park liegt ca. 50 Meilen westlich von „Cody“ (benannt nach William Frederick Cody – uns besser bekannt als „Buffalo Bill“ – den hat es, im Gegensatz zu „Winnetou“, tatsächlich gegeben).
Wir machen Cody zum Ausgangspunkt eines zweitägigen Parkbesuches um wenigstens die bekanntesten Attraktionen zu besichtigen. Man könnte Wochen im Park verbringen und trotzdem immer wieder Neues entdecken.
Wegen der fortgeschrittenen Jahreszeit sind im Park schon viele Campground’s und einige Straßen geschlossen. In den höheren Lagen ist auch schon ordentlich Schnee gefallen und an den noch offenen Straßen stehen bereits die Winter-Markierungsstangen. Je nach Lage sind die 1-2m hoch. Es gibt also echt viel Schnee hier. Gut dass wir den Park auf dem Weg nach Kalifornien besuchen. Auf dem Rückweg, geplant für Anfang bis Mitte November, wäre er bereit geschlossen.
Schon die Anfahrt von Cody zum Park ist beeindruckend, führt sie doch durch das Tal des „Shoshone River“ das von gewaltigen Felsklippen umgeben ist.
Im Park selber fahren wir am 1. Tag die „Nordschleife“, und am 2. Tag die „Südschleife“. Es gibt zahllose Overlook’s, Seen, wilde Flüsse, Canyon’s, Stromschnellen, Wasserfälle, Geysire, heiße Quellen, Kojoten, Hirschrudel, Bisonherden und vieles mehr. Auf jedem Meter der 420 Meilen die wir durch den Park fahren, finden wir neue Attraktionen. Was uns noch „fehlt“: Wolf, Bär, Elch. Die finden wir sicher in den nächsten Nationalparks.