Bermudas – Adieu…

morgen früh geht es weiter zu den Azoren. Das sind ca. 1.800 nm für die wir etwa 15-20 Tage brauchen werden. Unterwegs ist mit Schwachwind-Gebieten/Flaute aber auch mit dem Durchzug von Tiefdruck-Systemen zu rechnen die recht kräftige Winde mitbringen können. Die Zeiten des Segelns im relativ beständigen Passatwind sind vorbei.
Die Handbücher empfehlen für den Weg zu den Azoren bis ca. 40° Nord zu segeln und dann nach Osten abzubiegen. Das birgt die Gefahr in ein „richtiges“ Sturmtief, die von West nach Ost über den Atlantik ziehen, zu geraten. Wir werden deshalb eher um den 36. Breitengrad herum segeln. Das macht uns etwas langsamer ist aber „bequemer“/“sicherer“. Unser Dieselvorrat (inkl. Reserven 300 Liter) reicht für maximal 4 Tage oder 500-600 nm Meilen (je nach Welle). Den werden wir möglichst erst einsetzen, wenn wir mal die ersten 1.000 nm hinter uns haben. Zum Thema steuerfreier Diesel: die Beamten vom Zoll haben uns zwar ein schönes “Befreiungsformular“ mitgegeben, aber leider vergessen zu erwähnen, dass wir den erst bei einer Mindestabnahme von 950 Litern bekommen können. Also nix für uns – schade.
Vor dem Abschied von Bermuda haben wir in den letzten Tagen diverse Sehenswürdigkeiten besucht. Hamilton, den Hauptort der Insel (da gibt es einen tollen Supermarkt nicht weit vom Busbahnhof), Dockyard im Süden ist der Anleger für die Kreuzfahrtschiffe, Gibbs Hill Lighthouse bietet einen phantastischen Überblick über die Inseln, Crystal-Caves und Fantasy-Caves bringen uns unter die Inseln.

Alles ganz toll, allerdings sind die Preise hier einfach „umwerfend“. Dass sie nicht so extrem sind wie in den Bahamas, nehmen wir hiermit zurück. Ein (kleines) Bier ist nicht unter 7 USD zu bekommen, die Essenspreise sind entsprechend. Unsere Dollars verschwinden schneller als man gucken kann.
In Hamilton sind wir, wieder mal, zur richtigen Zeit. Denn wir „erwischen“ die Parade zu Queen Elizabeth’s Geburtstag (immer am 8. Juni). Sehr britisch.
Für die Rundfahrten erwerben wie jeweils einen „Daypass“ (19,-USD) mit dem man einen Tag lang mit allen Bussen und Fähren kreuz und quer über die Inseln fahren kann. Mit dem Bus dauert das allerdings. Von St. George’s bis Hamilton sind es nur ca. 20 km und von dort bis Dockyard nochmal ca. 10 km. Aber die Strassen sind eng, kurvig, die zulässige Höchstgeschwindigkei beträgt für Alle 20 Meilen/Stunde und der Verkehr ist auch nicht ohne.
Nach zwei Tagen sind wir endlich „durch“. Einen der vielen schönen Strände zu besuchen, haben wir leider nicht geschafft.
Alles in Allem hat uns Bermuda super gefallen. Der Ankerplatz war gefühlt der Beste auf der gesamten Reise. Die Leute sind überaus freundlich und hilfsbereit, noch mehr als die Amerikaner. „Engländer“ eben.
Gerne wären wir länger geblieben, aber das Heimweh und die schwindenden Rum-Vorräte (der ist hier unbezahlbar) drängen zum Aufbruch.
Ab Morgen gibt es für 2-3 Tage leichten Südwind mit dem wir nach Norden kommen. Drückt uns die Daumen, dass uns auf dem Rest der Strecke kein großes Tief einholt.
Wir werden unterwegs versuchen, via Iridium-Satelliten-Verbindung über unser Fortkommen zu berichten. Leider funktioniert das immer noch nicht zuverlässig. Diverse Anfragen beim Betreiber waren bisher erfolglos. Irgenwie haben sie uns da übers Ohr gehauen. Sollte das System uns, wie auf der Atlantik-Überquerung im Januar 2017 wieder komplett im Stich lassen, können die sich aber auf was gefasst nachen.

 

Bermudas – angekommen…

sind wir schon vor 3 Tagen. Die 900nm-in-6-Tagen Tour war anstrengend. Wind bis 35 kn und insbesondere Nachts extreme Gewitter mit drehenden Winden bis 50 kn. Hatten wir im letzten großen Gewitter vor Florida noch gedacht, dass wäre nicht mehr zu toppen, werden wir nun eines besseren belehrt. Drei Nächte werden wir regelrecht bombardiert mit Blitzen. Anscheinend ziehen die Gewitterzellen immer auf den Millimeter genau über uns hinweg. Woher wissen die so genau wo wir gerade sind? In der 1. Gewitternacht finden wir nach 2 Stunden noch eine Lücke im Blitzvorhang in die wir dann auch ausweichen. In den folgenden Nächten geht garnichts mehr. Wir sind drauf und dran Sonnenbrillen aufzusetzten damit wir die Instrumente noch ablesen können. Das waren definitiv die drei schlimmsten Nächte auf der ganzen bisherigen Tour.
Später treffen wir in der Wäscherei (wir hatten drei Große Maschinen Wäsche) auf eine irische Familiencrew die nur einen Tag nach uns von den Bahamas angekommen ist und das gleiche Wetter hatte. Nur dass sie in einem 10m langen recht offenen Regattaboot ohne Schutz im Cockpit unterwegs waren. Die waren von den Gewittern noch mehr geschockt als wir.
Unser „Kuchenbude“ schützt uns zwar vor dem Regen von Oben, aber nicht vor überkommendem Regen- und/oder Salzwasser vom Deck. Bei etwas über 30kn Seitenwind taucht Steuerbord aus dem Nichts eine riesige Welle auf die haargenau neben dem Cockpit bricht. Die Seitenwand der Kuchenbude steht 30cm unter blauem Wasser und zwei Haltelaschen reißen ab. Schlimmer sind die ca. 200 Liter Salzwasser die darunter her über das Süllboard und quer durch das Cockpit schiessen. Jo wird klatschnass. Selbst Margit auf der anderen Seite des Cockpits wird, trotz unseres großen Cockpittisches als „Wellenbrecher“, ziemlich nass.
Nach drei Tagen gehen uns langsam die trockenen Klamotten und Handtücher aus aber da beruhigt sich das Wetter dann auch endlich. Am letzten Tag ist der Wind so schwach, dass wir motoren um noch im Hellen anzukommen.
Das Einklarieren in St. George’s ist extrem freundlich und zuvorkommend. Very british. Wir kommen uns ein wenig vor als wären „Lord und Lady K.“ angekommen.
Bermuda ist echt schön. Alles ordentlich, sauber und gepflegt. Schon von See aus erinnert einen das an Südengland. Bermuda Radio hat alle ankommenden Boote schon mindestens 50 nm vor den Inseln im Blick und – wie auch an der englischen Küste – wird ausführlich über Funk kommuniziert (wer, woher, wohin usw.) sowie Hilfe bei Fragen/Ansteuerung angeboten. Alles sehr angenehm.
Schließlich ankern wir in der geschützten, ruhigen Bucht vor St. George’s. Keine dröhnende Musik von Land, keine Jetski-Horden oder Ähnliches. Keine „NoSeems“ und bisher nur EINE Mücke. Das Wetter ist super. Tagsüber warm bis heiß aber lange nicht so schwül wie vorher und nachts kühlt es bis auf 23°C ab. Man kann etwas machen (ganz langsam) ohne gleich im Schweiss zu schwimmen.
Dafür ist die Versorgung eingeschränkt. Es gibt keine richtige Marina. Die Stadtanleger sind recht teuer und bieten nur Festmachen, sonst nichts. Wasser für Yachten gibt es an den zwei Bootstankstellen, evt. noch in „Dingi-Club“ Yachtclub. Wir haben dafür ja unsere beiden Wassermacher. Für Yachten im Transit gibt es zum Glück steuerfreien Treibstoff. Wir werden sehen wieviel das ausmacht.
Der kleine Supermarkt bietet eine beschränkte Auswahl und die Preise sind – wie bei vielen Inseln fern vom Festland – astronomisch, aber nicht ganz so extrem wie auf den Bahamas. Das Annähen der zwei abgerissenen Haltelaschen an der Kuchenbude inkl. des Aufnähens eines Flickens auf der Vordeck-Dingi-Abdeckung kostet beim örtlichen Segelmacher mal eben 125,-USD. Für zwei 2m lange Bretter (als seitlicher Schutz der Kuchebude vor neuerlichem Wellenschlag) will der Schreiner erst ca. 40 USD haben. Das wäre ja ok, aber bei Abholung sind es plötzlich 160 USD gworden. Die Bretter kann er behalten.
Die „Bermudianer“ sind offensichtlich klevere Leutchen. Alle Dächer sind mit Mörtel fest verschmiert – das macht sie Hurrikansicher – und weiss gestrichen. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern minimiert auch die Hitzeeinstrahlung deutlich. In anderen tropischen Ländern haben wir sowas nirgendwo gesehen.
Wir sehen uns das Städtchen und die Nähere Umgebung an. Ein Ausflug zu den anderen Inseln im Archipel wird folgen.

 

 

nach Bermuda…

geht es gleich los.
Das wird ca 7 Tage dauern. Wir haben zwar eine neue Satelliten-Telefon-Verbindung eingerichtet die aber im Moment nicht ganz zuverlässig.funktioniert.
Wir werden sehen, ob wir von unterwegs kurze Blogeinträge verschicken können.
In Brunswick wurde es die letzten Tage immer heißer. Bis zu 36°C und kein Wind.
Das lies sich nur mit unserer Klimaanlage aushalten. Die lassen wir jetzt aber hier.
Die Temperaturen auf Bermuda liegen um 25°C und auf den Azoren um 20°C.
Darauf freuen wir uns schon.

zurück in die USA…

ging es ab dem 12.05.19. An den ersten beiden Tagen mit gutem Wind. Am dritten Abend zieht eine gewaltige Front mit pechschwarzen Wolken hinter uns auf. Wir nehmen schon mal die Segel runter, packen alle Geräte in den Backofen und igeln uns ein. Kurz danach geht es los. Die nächsten 5 Stunden Wind bis weit über 30 kn. Zum Glück wenigstens aus der richtigen Richtung. Donner und Blitze ohne Pause. Es wird gar nicht mehr dunkel. Ziemlich eingeschüchtert sitzen wir unter unserer Kuchenbude und bangen vor einem direkten Blitzeinschlag. Aber alles geht gut, nur unsere Nerven haben arg gelitten. Zur Belohnung gönnen wir uns zwei Nächte in der „Riviera Beach Marina“ in West Palm Beach. Was die Marinapreise in Florida betrifft (150 USD/Nacht in Palm Beach, in Key West oder Miami Beach sogar 250 USD/Nacht), kann man – frei nach Asterix – sagen, „die spinnen die Amis“. Dafür ist das Wetter nach der Gewitterfront, ganz Florida-untypisch, super. Tagüber 25°C leichter Wind und Nachts kühlt es nochmals ab. Wir können uns bequem Anmelden und segeln weiter nach Brunswick. Das hatte uns so gut gefallen, dass wir da vor der Heimreise unbedingt nochmal hinwollen.
Erst wieder leichter Wind und keine Welle. Herrliches Segeln. Zum ersten mal seit fast drei Jahren setzen wir den Paragen (unser Leichtwindsegel mit 126m2) – wir nennen ihn auch gerne „Red Bull“, denn er soll uns Flügel verleihen.
Endlich sind wir auch beim Angeln mal erfolgreich. Ein ca. 10kg schwerer Thunfisch beisst an. Obwohl wir unsere Gaff (kräftiger Haken um den Fisch ins Boot zu ziehen) einfach nicht finden können (ist mangels Beschäftigung wohl von Bord gegangen), bringen wir ihn diesmal erfolgreich an Bord. Nach der Verarbeitung bleiben uns 7kg erstklassiges Thunfischsteak.
Dann schläft der Wind ganz ein und wir motoren lange. Das betrachten wir als Test für den Weg über den Atlantik. Auch da wird, wie man hört, oft Motorhilfe nötig sein. Gut, dass wir „getestet“ haben. Um 3:oo Uhr Morgens in der 2. Nacht entdeckt Margit, rein zufällig, jede Menge Wasser in den Bilgen. Natürlich da wo keine Bilgenpumpe ist. Also schöpfen und putzen wir 3 Stunden lang ca. 120 Liter Wasser aus dem Boot. Die Wellendichtung des Propellerschaftes war undicht. Mit verminderter Drehzahl kriegen wir die Sache in den Griff und können das in Brunswick sicher reparieren, auch wenn es wieder teuer wird. Mitten auf dem Atlantik wär sowas eine echte Katastrophe.
Brunswick Landing Marina ist wie gewohnt, nur die Preise haben sie etwas angehoben. Die sind aber für hiesige Verhältnisse und besonders im Vergleich zu Florida, immer noch günstig. Es ist auffällig „kühl“ und es gibt so gut wie keine „NoSeems“. Die waren bei unserem letzten Aufenthalt hier eine echte Plage.
Als Erstes bestellen wir Ersatzteile für die Wellendichtung in Deutschland (bei SVB) und besorgen ein Mietauto. Es gibt wieder alles zu kaufen was wir brauchen/möchten aber eben nur mit einem Auto.
Eigentlich muss das Boot zum Tauschen der Wellendichtung aus dem Wasser gekrant werden. Aber nachdem wir erste Preise erfragt haben (je nach Werft zwischen 500 und 1.000 USD), packt Jo der Ehrgeiz. Das muss auch im Wasser gehen. Die Propellerwelle wird am Getrieb abgeflanscht. Der Mitnehmer ist per innen liegender Mutter – die wir so nicht ausmessen können – auf den Wellenkonus gepresst. Mit einem hereingedrückten Stück Käse (kein Scherz) nehmen wir das Maß der Mutter und besorgen die passende metrische Stecknuss (M35) sowie einen kräftigen Abzieher (alles aus dem lokalen Autohandel). Der Spalt zwischen Wellentunnel und Welle wird per Tauchausrüstung unter Wasser mit dicken Moosgummistreifen verfüllt. Ein breiter Streifen Plastiktüte, mehrfach um den Stummel des Wellentunnels und die Welle gewickelt, durch etliche Kabelbinder gesichert, macht das Ganze absolut wasserdicht. Die Stopfbuchse (168,-€) war übrigens per Express Versand (UPS, 69,-€) tatsächlich nach 3 Tagen vor Ort.
Nach dem Einbau, den Wellentunnel wieder „ reinigen“, Probefahrt und: ALLES OK !  Ab 24.05.19/16:00 Uhr sind wir wieder fahrbereit und haben ordentlich Geld gespart.
Jetzt warten wir noch auf ein passendes Wetterfenster. Bei sehr weiten Strecken ohne zuverlässige Passatwinde nutzen wir schon mal Wetterrouting Software. Sobald die uns günstige Bedingungen errechnet, fahren wir. Es wird auch Zeit, denn ab 1. Juni beginnt die Hurrikan Saison.
Vorher werden wir noch den „Memorial Day“ in der Marina mitfeiern. Das ist für Amerikaner, so ähnlich wie Tanksgiving, ein bedeutender Feiertag. Die Marina stellt Getränke und Essen. Wir bringen Hunger, Durst und gute Laune mit.

 

 

Isla Mujeres…

laufen wir, wie geplant, am 06.05.19 an.
Vorher konnten wir in der Marina El Cid noch ein 2 tägiges Wettfischen miterleben. Der 1. Preis war ein Auto im Wert von immerhin 40.000 USD. Also fielen 30-40 Boote mit Sportanglern in der Marina ein. Wir waren schon gespannt was für Fische in welcher Größe sie wohl fangen. Schließlich sind das ja Profis.
Aber trotz gewaltigem Aufwand an Ausrüstung und Ködern fingen sie: NICHTS!
Nicht ein einziger Fisch wurde gefangen obwohl sie an 2 Tagen jeweils 8 Stunden auf Fangfahrt waren. Ursache war, wie auch bei uns so oft, zu viel Seetang der in schmalen Streifen oder riesigen Teppichen auf dem Wasser treibt. Der bleibt natürlich in jeder Leine hängen und da geht dann auch kein Fisch mehr dran.
In Isla Mujeres ankern wir, treffen uns mit der Worlddancer Crew um Infos auszutauschen und besichtigen die Insel per Golfcart. Alles wieder sehr touristisch und voll aber nicht ganz so schlimm wie in Cancun oder Playa del Carmen. Wenn abends die unzähligen Ausflugskatamarane verschwinden, wird es ruhiger.
Die Strände sind deutlich besser weil sie auf den Lee-Seite der Insel liegen.

Wir haben ausklariert und machen uns jetzt auf den Weg in die USA. Key West könnte der 1. Stop dort werden, ist aber irrsinnig teuer. Wenn das Wetter mitspielt fahren wir einfach weiter nach Norden z.B. bis West Palm Beach. Auf jeden Fall werden es ein paar Tage ohne Netz werden.

 

Ek Balam…

wird vorläufig die letzte Ruinenstadt sein die wir besuchen.
Auch diese Tour buchen wir über das Hotel (120 USD pro Person, alles inklusive).
Ähnlich wie nach Chichen Itza dauert die Anfahrt gut 2,5 Stunden.
Die Stadt ist erheblich größer als Chichen Itza. Es sind gerade mal 10% ausgegraben.

Nach Ek Balam besuchen wir die größte Cenote in Yukatan die „Cenote Maya“.
Nicht ganz so mystisch wie Cenote Suytun aber wesentlich größer. Wir seilen uns ca. 20m tief ab, bis zur Wasseroberfläche. Selbst Margit traut sich das – Respekt!
Unten angekommen gibt es diverse Abenteuer-Aktivitäten. Wir können nach Herzenslust Seilrutschen, Sprungplatformen usw. benutzen. Das macht schon Spaß zumal unsere Gruppe (7 Leute) auch ganz alleine da ist (wir waren erst um 15:00 Uhr da).

Jetzt haben wir erstmal genug Ruinen besucht. Am kommenden Montag soll es endlich nach Isla Mujeres gehen wo wir 3-4 Tage bleiben wollen bis der Wind halbwegs für die 360nm nach Florida passt.

Chichen Itza…

ist die 2. Maya Ruine die wir, diesmal vom Hotel organisiert, besuchen.
Sehr eindrucksvoll. Besonders der frei stehende Haupttempel.
Nur die Vielen Souvenierverkäufer innerhalb der Anlage stören.

Von Chichen Itza geht es zur Cenote (das sind die Kalksteinhöhlen die ganz Yukatan durchziehen) Suytun. Wenn man die Höhle betritt, stockt einem der Atem. Ein riesige Grotte durch deren Decke ein scharf gebündelter Lichtstrahl fällt. Der Boden steht unter Wasser in dem man schwimmen kann. Bei 22°C Wassertemperatur eine echte Erfrischung.

Ein super Tag. Der Ausflug kostet pro Person 110 USD. Da ist aber auch alles enthalten, sogar unbegrenzt alkoholische Getränke zum Mittags-Buffet.

Tulum…

ist eine bekannte Maya Stadtruine, ca. 100 km südlich von Puerto Morelos die wir Dienstags mit dem Mietauto besuchen. Auch hier Massentourismus. Auf der gesamten Strecke ein Resort und oder Freizeit-/Abenteuerpark nach dem Anderen. Die ganze Yucatan Halbinsel ist komplett in Touristenhand.

Auf dem Rückweg halten wir noch im touristischen „Playa del Carmen“. Für die „Shoppingmeile“ hinter dem Strand braucht man gute Nerven. Viel zu viele Läden die alle verkaufen wollen/müssen. Größtenteils Souvenirzeugs. Alle 2m will dir jemand seinen Shop zeigen. Mit allen Tricks versuchen man Kunden in die Läden zu schleppen. Ein besonders Findiger erkennt unsere „El Cid Armbänder“ (die bekommt man um sich in Marina/Hotel frei bewegen zu können) und behauptet er wäre unser Kellner aus dem Hotelrestaurant. Wir sind aber nie im Hotelrestaurant gewesen.
Der Strand vor Playa del Carmen: na ja – siehe Foto.

Mexico – Puerto Morelos…

genauer: die Marina El Cid nahe am Ort Puerto Morelos in Mexico.
Nach 2 Tagen hoch am Wind haben wir hier am 24.04.19 gestoppt. Isla Mujeres hätten wir sonst erst im Dunkeln erreicht. Die Strömung schob zusätzlich zum Wind und wir erreichten trotz gereffter Segel spielend 8-9 kn Fahrt über Grund. Damit waren wir sehr viel schneller als geplant. Letztlich sind wir nicht hinter den Riffen von Belize gefahren sondern außen vor. Das war ganz gut so, denn den Kanal (ca. 10nm lang) von Belize City ins freie Wasser passieren wir um 3 Uhr Nachts. Als wir dort vorbeikommen, laufen gerade ein Frachter und drei Kreuzfahrer in den Kanal ein. Die Kanallotsen hätten uns da gar nicht durchgelassen.
Puerto Morelos wird im Handbuch als „nice stop“ auf dem Weg nach Islas Mujeres beschrieben. Der Ort selbst ist ca. 3km von der Marina entfernt und wir besuchen ihn mit den Leihfahrrädern der Marina. Auch wenn es nur 3km sind: nie wieder Fahrradfahren unter mexikanischer Sonne. Danach sind wir völlig am Ende. Wochen und Monate auf einem Boot gehen massiv auf die Kondition. Als Ausgleich finden wir einen excellent ausgestatteten Supermarkt („Chedraui“ direkt neben dem Kunstmarkt) im Ort.

Die Marina ist modern, sauber und gepflegt. Das zugehörige „all inklusive“ Hotel mit toller Poolanlage ebenso. Wir können hier auch einklarieren. Das ist allerdings deutlich teurer als in Islas Mujeres weil es hier nur mit Agent geht. Dafür kommen aber auch alle Beteiligten zum Boot. Nur um das Boot vorübergehend zu importieren müssen wir nach Cancun, aber da wollten wir sowieso hin.
Das machen wir dann auch Montags mit dem Mietauto (gibt es relativ preiswert im Hotel). Man liest ja viel über korrupte Polizisten, besonders im Bereich der Halbinsel Yucatan. Leider erwischt es auch uns. Auf dem Weg nach Cancun werden wir ohne erkennbaren Grund herausgewunken. Obwohl wir beide Sicherheitsgurte tragen, behaupten sie Margit hätte ihren nicht an gehabt und wollen dafür 180 USD kassieren. Jo weigert sich. Dann wollen sie plötzlich 1.800 Pesos (ca. 85 Euro). Jo weigert sich wieder. Schließlich schlagen sie vor, dass wir gegen Zahlung von 1.000 Pesos – natürlich ohne Quittung – den Führerschein zurück bekommen und keine Anzeige erstattet wird.
Wutschnaubend bezahlen wir. Die gesamte Kommunikation läuft über Google Translator auf den privaten Handys der Polizisten. Sehr clever, dass ist jetzt alles auf einem Google Server gespeichert. Aber hier in Mexico da ran zu kommen wird schwierig bis unmöglich.
Am liebsten würden wir sofort zum Boot zurück fahren und Mexico auf der Stelle verlassen. Gibt es überhaupt etwas verabscheuungwürdigeres als korrupte Polizisten (von Politikern einmal abgesehen)? Auch wenn es vielleicht nicht viel nützt, werden wir uns doch über die deutsche Botschaft in Mexico beschweren.
Sollte uns nochmal sowas passieren, sprechen wir kein Wort Englisch oder Landessprache, verstehen die Google Übersetzungen nicht, haben keinerlei Bargeld und den Führerschein nur als Kopie dabei.
Das „importieren“ des Bootes in Cancun geht reibungslos, kostet aber wieder 60 USD.
Cancun selbst besichtigen wir eigentlich nur per Auto. Sehr viel sehenswertes gibt es nicht. Wir stoppen nur kurz in der „Altstadt“ am „Mercado 28“. Alles ist auf die Massen an Touristen ausgelegt. Eine Hotelanlage neben der Anderen. Für Pauschalurlauber sicher ein Traum, für uns eher ein Greul. Die Strände sind bescheiden. Auf der Festlandseite treibt der östliche Wind jeden Tag Tonnen von Seetang an schmale Sandstrände. Das können sie gar nicht so schnell weg räumen, wie es anfängt zu stinken.

Jo schafft es in der Hotelanlage wenigstens mal tauchen zu gehen (2 Tauchänge kosten – mit eigener Ausrüstung – 100 USD). Der 1. Tauchgang: ging so. Der 2. ist toll. Unglaublich viele Fische und sehr schöne Korallen.

Direkt neben unserem Liegeplatz kann man auch mit Delphinen schwimmen (30 Minuten 80 USD). Die sind allerdings „eingesperrt“. Das gefällt uns überhaupt nicht. Weil es viele Sportangler hier gibt, steht direkt oberhalb der Delphinbecken ein Gestänge an dem der „catch of the day“ präsentiert werden kann. Das ist in etwa so, als wenn man uns Hausarrest erteilt und vor der Haustür einen Galgen aufstellt. Selbst wenn da keiner hängt, ist die Botschaft wohl klar.
Jedenfalls kommen jeden Tag 6 Gruppen zu den Delphinen (je 3 zu jedem der 2 Becken). Wir können vom Cockpit aus sehen was da abgeht und wundern uns, warum die Delphine nicht einfach über die 1,5m hohe und 2m breite Beckeneinfassung in die Freiheit springen (sie schaffen es locker 3m hoch aus dem Wasser). Wahrscheinlich sind sie schon genauso konditioniert/bequem wie die große Masse der Menschen und erkennen gar nicht, dass sie in einem goldenen Käfig leben? Die besten „Sklaven“ sind ja immer die, die gar nicht wissen, dass sie Sklaven sind. Unter diesen Umständen verzichten wir auf das Delphinschwimmen.

 

Frohe Ostern…

Frohe Ostern

 

 

 

 

 

Wir sind gerade in Livingston, haben ausklariert und werden den Rio Dulce morgen verlassen. Der Schlepper über die Barre ist schon bestellt.
Nach einem Tag Pause (der Wind passt noch nicht) geht es dann weiter nach Mexico.

Nach der Rückkehr von unserer Rundreise, ging es Schlag auf Schlag.
Nachmittags wurde eingekauft, dann kam der Polsterer der neue Abdeckungen für das Dingi (330 USD) und den Aussenborder (35 USD) angefertigt hatte.
Am nächsten Morgen ging es zu Toms Sailloft um die erstklassig überholten Segel abzuholen. Tom hat auch noch die obere Führungshülse für das Spinnakerfall wieder angenietet (die war ja beim Einschleppen rausgerissen). Wir hatten zwar die passenden Nieten aber keine Nietzange die groß genug war.
Die ganze letzte Nacht vor Anker in Cayo Quemado hat es kräftig geregnet. Das spart uns eine Deckswäsche und hebt den Wasserstand  im Fluß vielleicht ein wenig an. Wir können jeden zusätzlichen Zentimer gebrauchen.
Bei Ausklarieren durchstreifen wir noch Livingston. Der Ort ist sehr lebendig. Hunderte Touristen werden jeden Tag per Boot hierher gebracht. Was genau die hier wollen, ist nicht ganz nachvollziehbar. Die Strände an den Ortsrändern sind mehr als bescheiden. Vielleicht ist es einfach der Reiz, einen Ort zu besuchen zu dem keine Straße führt.